Beschreibung
Bewertungsmaßstab eines Möbelstoffes hinsichtlich seines Verschleißverhaltens (Scheuerwert). Die Abriebfestigkeit wird definiert durch ihre Beständigkeit gegenüber dem Anscheuern eines Prüflings. Dekorationsstoffe, Möbelstoffkunde.
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Eine in Rutentechnik gewebte Ware mit nichtaufgeschnittenen Schlingen. Als Polkette werden Garne aus Haar, Wolle, Jute, Viskose Spinnfasern oder aus Chemiefasern (rein oder in Mischungen) eingesetzt. In der Herstelltechnik vergleichbar mit dem Bouclé-Teppich.
Stoffe für Wohn(t)räume finden Sie bei: www.jab.de
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Komposition:NS: 100% Baumwolle; GS: 57 % Polyester, 43 % Baumwolle
Ausrüstung Teflon® -Beschichtung.
Gewicht: 480 g/lfm
Warenbreite 140 cm
Pflegehinweise: yyai , nicht waschbar.
Abk.:
GS = Grundschicht
NS = Nutzschicht.
ZurückWohnen / Fischgrat Bindung Möbelstoff
Komposition:100% Trevira ®CS
Ausrüstung waschen, sengen, thermofixieren
Gewicht: 258 g/lfm
Warenbreite 140 cm
Pflegehinweise: yyab , yycc (Stufe zwei)
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Komposition: 84 % Polyacryl, 16 % Polyester.
Gewicht: 580 g/lfm
Warenbreite 130 cm
Pflegehinweise: yy6 sowie handelsübliche Reinigungsmittel.
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Beschreibung
Als Möbelstoffe werden alle textilen Bezug- und Polsterstoffe bezeichnet, die nach unterschiedlichen Verfahren aus einer Vielzahl von Faserstoffen hergestellt werden. Prinzipiell unterteilt man Möbelstoffe in folgende Hauptgruppen:
• Flachgewebe
• Polgewebe
• Gewirke
• Flockstoffe
• Mikrofaser-Vliesstoffe (man-made leather)
Hergestellt aus unterschiedlichen Rohstoffen, Garnen und Gewebearten werden Möbelstoffe in vielen Konstruktionen angeboten. Als die gebräuchlichsten sind folgende Warenarten zu nennen: Möbel-Bouclé, Möbel-Brokate (Brokatelle), Möbel-Chenille, Möbel-Cord (Schußpolgewebe), Möbel-Damassé, Möbel-Damast, Möbel-Epinglé, Möbel-Frisé, Möbel-Gobelin (Kett-, Schuss- und gemischt gemusterter Gobelin), Möbel-Jacquard, Möbel-Lancé, Möbel-Rips, Möbel-Samt, Möbel-Velours, Steppgewebe etc. , Möbelstoffkunde.
Eine zunehmend große Bedeutung hat darüber hinaus Leder als Bezugmaterial für Polstermöbel. Ausführlich behandelt im Fachgebiet Lederkunde sowie Kunstleder (mit Träger), das vorwiegend in der Automobilindustrie und im Pflegebereich zum Einsatz kommt.
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Beschreibung
Aufgrund der hohen Beanspruchungen, denen Polstermöbel in der Regel ausgesetzt sind, ist das Anforderungsprofil sehr hoch. So wird u.a. erwartet, dass die Ware im Gebrauch ein geringes Anschmutzverhalten, geringe Druckempfindlichkeit, hohe Licht- und Reibechtheit, gute Pflege- und Reinigungseigenschaften, eine hohe Polfestigkeit sowie einen hohen Scheuerwiderstand haben und hautsympathisch sein soll. Um diese Wareneigenschaften zu erreichen, sind bereits Fragen nach dem geeigneten Materialeinsatz entscheidend.
Materialeinsatz
Zu den textilen Faserstoffen (Spinnstoffen) zählen alle Textilfasern, die zur Herstellung von Garnen und textilen Flächengebilden verwendet werden. Sie werden entweder als Spinnfaser (begrenzte Länge, bis auf die Kokonfasern der seidenspinnenden Insekten, die Längen von mehr als 1000 m erreichen) oder als Endlosgarne (Filamente) bezeichnet (einzelne Begriffe erklärt in DIN 60 001 Teil 1-4, Ausgabe 8/1991).
Nach ihrer Herkunft werden sie in Naturfasern und industriell hergestellte Chemiefasern eingeteilt. Je nach Verwendungszweck können die jeweils positiven Eigenschaften der einzelnen Fasern durch die gezielte Mischung beider Fasergruppen optimiert werden.
Bei den Naturfasern ist zwischen solchen aus pflanzlicher Herkunft und solchen aus tierischer Herkunft zu unterscheiden. Bei Chemiefasern wird zwischen Fasern aus natürlichen Polymeren und solchen aus synthetischen Polymeren unterschieden. Der Einsatz richtet sich nach den Fasereigenschaften, der Fertigungstechnik, der späteren Verwendung und natürlich auch nach dem Preis.
Im Naturfaserbereich sind es die Klassiker, wie Baumwolle, Leinen, Mohair, Wolle und Seide, im zellulosischen Bereich werden Viskose und Modalfasern meist in Mischung mit anderen Fasern verarbeitet. Den größten Anteil am Fasereinsatz haben jedoch die synthetischen Chemiefasern. Je nach Einsatzgebiet und Preis besteht die Wahl zwischen markenlosen Chemiefasern (unbranded) oder bekannten Markenfasern mit vielfachen und unterschiedlichsten Eigenschaften. Hinzu kommen zahlreiche Spezialfasern, die mit zusätzlichen Merkmalen, wie z.B. schwer entflammbar, antistatisch, oder Schmutz abweisenden Eigenschaften ausgestattet sind.
Anforderungsprofile
Um den verschiedensten Anforderungsprofilen gerecht zu werden, werden Möbelstoffe unterschiedlichster Leistungsprofile angeboten. Möbelstoffe werden geprüft nach DIN V 61 010 - Möbelstoffe, Mindestanforderungen und Prüfungen.
Möbelstoffe für den normalen Gebrauch entsprechen diesen Anforderungen.
Möbelstoffe für den schonenden Gebrauch entsprechen diesen Anforderungen nicht in allen Punkten.
Qualitätsrichtlinien für Möbelstoffe.
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Flecken in textilen Bezügen lassen sich am leichtesten unmittelbar nach Entstehen beseitigen. Feuchte Flecken mit einem saugfähigen Tuch oder Papier zunächst abtupfen. Die Rückstände werden mit verdünntem Teppich- oder Polstershampoo nachbehandelt. Flecken werden vom Rand zur Mitte hin aufgenommen und das Restshampoo anschließend mit einem feuchtem Tuch ausgerieben. Reinigungsmittel nie direkt auf den Bezugstoff bringen.
Vor der Fleckenentfernung ist die Farbechtheit und Oberflächenveränderung des Polsterbezuges an verdeckter Stelle durch Reiben mit einem weißen, weichen, sauberen Tuch, das mit dem entsprechenden Reinigungs- bzw. Fleckentfernungsmittel getränkt ist, zu prüfen. Diese Prüfung muß auch bei naturfarbenen Bezügen durchgeführt werden. Erst nach der Trocknung ist zu beurteilen, wie die Fleckentfernung vorgenommen wird. Bei empfindlichen Bezügen aus Baumwolle, Leinen, Seide und Viskose empfiehlt es sich, ein Reinigungsunternehmen hinzuzuziehen.
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Hierzu zählen alle gewebten Möbelstoffe ohne Pol mit einer mehr oder weniger glatten Oberfläche, welche allerdings durch die Verwendung von Effektgarnen oder -zwirnen belebt werden kann. Flachgewebe entstehen nach dem klassischen System der rechtwinkligen Fadenverkreuzung von Kette und Schuss (zweidimensionale Gewebe). Entsprechend der gewählten Bindung (Leinwand-, Köper-, Atlasbindung sowie deren Ableitungen) bilden beide Fadensysteme die Oberseite des Gewebes. Nach der Technologie gewebter Stoffe unterscheidet man:
Schaftgewebe
In der Schaftweberei werden eine Vielzahl von Kettfäden zusammengefasst und gemeinsam in Gruppen gehoben und gesenkt. Diese Technik wird für die Herstellung kleingemusterter Gewebe entsprechend ihrer Bindung angewendet. Je nach Anzahl der Schäfte können hierbei begrenzte Rapporte, Streifen, Karos und kleine Dessins gewebt werden. Schaftgemusterte Gewebe werden auch als Façonné bezeichnet.
Jacquardgewebe
Bei dieser Technik ist die Anzahl der zu Gruppen zusammengefassten Kettfäden klein, im Extremfall kann jeder Kettfaden einzeln gesteuert und entsprechend der Musterung gehoben oder gesenkt werden. Die Jacquardtechnik ermöglicht im Bereich der flachgewebten Möbelstoffe die volle Ausschöpfung der durch die Technologie gegebenen Musterungsvielfalt speziell großflächiger, ein- und mehrfarbiger Dessinierungen. Bei der Bedarfsermittlung ist stets auf die Rapportgröße zu achten. Verwendete Musterungsbezeichnungen sind Brokat, Damassé, Damast, Gobelins, Jacquard, Matelassé u.a.
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Das Bindungselement bei Gewirken ist die Masche. Sie ist die kleinste formstabile Einheit eines Gewirkes oder Gestrickes und besteht aus einer Fadenschleife, die durch andere Fäden verbunden ist. Zusätzliche Bindungselemente, wie Flottung, Henkel, Masche, Schuss und Stehfaden, erweitern die Musterungsmöglichkeiten in diesem Bereich. Bei der Kettenwirkerei wird die Art des Zusammenhanges eines oder mehrerer Fäden (Bindungsart) als Legung bezeichnet.
Raschel ist eine Spezialtechnik der Kettenwirkerei mit großer Variationsbreite für alle Musterungs- und Warenarten, die u.a. für Möbelvelours eine große Marktbedeutung erreicht hat. Auf der Raschelmaschine werden die Maschen von so vielen Kettfäden gebildet, wie die Maschine über Nadeln verfügt. Alle parallel verlaufenden Kettfäden, eingezogen in Lochnadeln, führen durch den Versatz der Legebarre ihre Fäden um die Arbeitsnadeln herum. Dabei verschlingen sich die Fäden miteinander und bilden Maschen. Durch den seitlichen Versatz, der individuell gesteuert werden kann, sind große Musterungsmöglichkeiten gegeben. Vorteile des raschelgewirkten Velours: Feste Verankerung der Polfäden, einstellbare Dimensionsstabilität der Ware und hohe Produktionsleistung. In Rascheltechnik hergestellte Möbelstoffe (mit bzw. ohne Flor) werden besonders gern dort eingesetzt, wo die Polstertechnik eine bestimmbare und elastische Gestaltung verlangt. So ist z.B. der Anteil des Wirkvelours, der in Aufbau und Herstellung im Prinzip dem gewebten Velours entspricht, in der Automobil-Interieurgestaltung dominierend, weil sich die auf Doppelraschelmaschinen hergestellten Bezugstoffe aufgrund ihrer Bindungstechnik besonders vorteilhaft verarbeiten lassen, eine hohe Strapazierfähigkeit vermitteln und der Wirkvelours auch nach einem langen Autoleben noch straff auf dem Polster sitzt. Insgesamt erfolgt der Einsatz gewirkter Möbelstoffe überwiegend im Objektbereich, wobei die Anfertigung meist nach Vorgaben der Industrie vorgenommen wird.
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Polhaltige Möbelstoffe stehen an erster Stelle der Bedarfsskala; sie können im allgemeinen stärker beansprucht werden als Flachgewebe, sind allerdings in der Regel auch teurer. Alle Plüsch-, Samt- und Frottiergewebe/-gewirke sind durch einen aufrechtstehenden Pol (Flor/Noppen) bzw. durch Schlingen gekennzeichnet. Es handelt sich um dreidimensionale textile Flächengebilde (Kette/Schuss/Pol), bei denen der Pol die tragende Rolle spielt. Der zusätzliche Polfaden wird in Kett- oder bei Cordsamt in Schussrichtung eingetragen. Die Einbindung der Polnoppen an den Schüssen kann in V- bzw. W-Bindung erfolgen.
V-Noppe (Polaufbindung)
Diese Bindung ist weniger fest, da nur an einen Schuss angebunden. Sie kommt vor allem im Deko-Bereich zum Einsatz, da der Pol im Gebrauch nicht strapaziert wird. Bessere V-Noppen-Velours entstehen durch versetzt bindende Polkettfäden.
W-Noppe (Poldurchbindung)
Bei dieser hochwertigen Bindung wird der Pol durch drei Kett- oder Schussfäden gebildet und ist erheblich strapazierfähiger als bei der V-Bindung. Durch die lange Flottierung im Gewebe gewährleistet diese Bindung absolute Noppenfestigkeit bei allerdings höherem Polmaterialverbrauch. Die Einbindung erfolgt entweder über Ruten oder als Doppelware. Bei der Herstellung von Rutensamt werden zur Florbildung spezielle Ruten verwendet, über welche beim Weben die Polkettfäden gehoben werden. Bei Zugruten bleiben die Polfäden unaufgeschnitten und bilden Schlingen oder Schleifen. Es entsteht sogen. gezogener Samt oder Frisésamt. Für Veloursware tragen die Ruten entweder oben eine Rille zur Durchführung des Schneidprozesses oder ein Schneidmesser am Ende (Schnittruten). Möbelvelours werden in der Regel nach der Doppelwerk-Technik gefertigt. Zwei spiegelbildlich gegenüberliegende Gewebebahnen sind durch den Polkettfaden miteinander verbunden und werden nach dem Schusseintrag auf der Webmaschine aufgeschnitten.
Im gewebten Florbereich unterscheidet man:
• Kettpolgewebe: die Noppe wird von der Polkette gebildet, z.B. bei Samten und Möbelvelours.
• Schusspolgewebe: die Noppe wird vom Schussfaden gebildet, z.B. bei Cord und Velvet.
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Zellulose ist der natürliche Baustoff, den Pflanzen zur Bildung ihrer Zellwände benötigen. Der Hauptbestandteil des Pflanzenkörpers kommt fast rein (zu 95%) in der Baumwolle vor, in anderen Vorkommen ist die Zellulose mit anderen Stoffen verbunden, von welchen sie auf chemischem Wege abgetrennt werden muss. Im Chemiefaserbereich werden als Rohstoff überwiegend Kiefern- und Fichtenholz, Baumwoll-Linters und das Holz verschiedener Laubbäume, insb. der Buche oder Pappel verwendet. Neben Holz wird auch aus Getreide- und Maisstroh, Flachs- und Hanfabfällen sowie aus Schilf Zellulose gewonnen. Die im Holz enthaltene Zellulose wird nach verschiedenen sauren und alkalischen Verfahren abgetrennt, der Ligninanteil bis auf 2,5% reduziert; anschließend wird gebleicht. In der Zellstoffindustrie erfolgte die Bleiche bisher unter Verwendung von umweltschädigendem Chlor. Moderne Anlagen sind auf das Sauerstoff-Bleichverfahren umgestellt, wodurch die Gesamt-Emissionen gegenüber alten Anlagen um die Hälfte reduziert werden.
Zellulosische Chemiefasern werden seit Ende des 19. Jhs. industriell hergestellt und waren die ersten und lange Zeit auch die einzigen Chemiefasern. Ihre Herstellung erfolgt durch Umwandlung der Zellulose (Regeneration) in spinnfähige Flüssigkeit nach verschiedenen Verfahren, jedoch stets unter Verwendung von Zellulose in Form hochwertiger, gebleichter Zellstoffe. Zu nennen sind das Acetat-, das Kupferoxid-Ammoniak- sowie das Viskose-Verfahren, wobei letzteres die größte Bedeutung besitzt. Aufgrund zusätzlicher chemischer Modifizierungen der Fasern befinden sich zahllose Produkte mit unterschiedlichen Fasereigenschaften im Markt; wie z.B. Acetat, Cupro, Modal, Polynosic, Triacetat etc.
Acetat (CA)
Aus acetonlöslichem Zelluloseacetat im Trockenspinnverfahren hergestellte Chemiefasern. Eigenschaften: mattschimmernder Glanz, weicher Griff, weniger knitternd und geringere Feuchtigkeitsaufnahme als Viskose.
Cupro (CC)
Regenerierte Zellulosefasern, die nach dem Kupferoxyd-Ammoniak-Verfahren hergestellt werden. Ausspinnung: Nassspinnverfahren. Eigenschaften: Seidenähnlich, feinfädig. Werden in Deutschland nicht mehr hergestellt.
Modal (CMD)
Modifizierte Viskosefasern mit erheblich verbesserten Gebrauchseigenschaften. Unterschieden werden die HWM-Type, die eine höhere Bruchdehnung und Querfestigkeit aufweist, sowie die Polynosicfaser mit besonders hoher Alkalibeständigkeit, die ein Mercerisieren zusammen mit Baumwolle erlaubt. Eigenschaften wie Viskose, aber mit höherer Nassfestigkeit als Baumwolle.
Polynosic-Fasern
Aus regenerierter Zellulose hergestellte modifizierte Viskosefasern mit höherem Polymerisationsgrad, die nach dem Textilkennzeichnungsgesetz zur Gruppe der Modalfasern gehören. Eigenschaften dieser Spezialviskosefasern: Geringeres Quellvermögen, geringe Dehnbarkeit, hohe Alkalibeständigkeit und Festigkeit.
Viskose (CV)
Nach dem Viskoseverfahren im Nassspinnverfahren hergestellte Zellulosefasern. Eigenschaften: weicher Griff, sehr gute Feuchtigkeitsaufnahme, geringere Nassfestigkeit als Baumwolle. Einsatz im Möbelstoffbereich in Mischung mit anderen Fasern (z.B. 30% Viskose / 30% Baumwolle / 40% Polyacrylfasern PAN), um spezielle Effekte zu erzielen. Beispiel: Glanz-Effektgarn für Möbelbrokate. Im Flachgewebebereich erfolgt die Verarbeitung spez. für Stoffe in Konsumpreislagen.
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Die Spinnlösung für diese Gruppe der Chemiefasern wird künstlich (synthetisch) hergestellt, wobei die Einzelmoleküle der Ausgangsstoffe (meist auf Erdöl- oder Erdgasbasis) durch Polymerisation, Polykondensation oder Polyaddition miteinander verknüpft werden. Im weiteren Sinne wird der Begriff Polymerisation auch als Oberbegriff verwendet, der Polykondensation oder Polyaddition mit einschließt.
Polyacrylfasern PAN
Chemiefasern, die zu mindestens 85% aus Acrylnitril bestehen. Eigenschaften: Leicht, hohe Bauschkraft, weich und warm, licht- und wetterbeständig, filzfrei, einlaufsicher, mottenecht, leuchtende Farben, pflegeleicht, schnell trocknend. Die PAN-Spinnfasern sind wegen ihrer permanenten Kräuselung der Wolle sehr ähnlich, die Reiß- und Scheuerfestigkeit der Wolle wird jedoch deutlich übertroffen. Sie besitzen ein gutes Wiedererholvermögen bei ausgezeichneter Wärmeisolierung. Der weiche Griff verleiht den Stoffen besondere Eleganz. Wegen der geringen Feuchtigkeitsaufnahme relativ geringe Verschmutzung, jedoch nicht so verschleißfest wie Polyamidfasern.
Polyamidfasern PA
Chemiefasern, die nach dem Schmelzspinnverfahren gefertigt werden. Als Garne meist in Mischung mit anderen Fasern im Bereich der Möbel- und Dekorationsstoffe sowie für Teppichböden u.a. Eigenschaften: pflegeleicht, sehr hohe Reiß-, Scheuer- und Biegefestigkeit, sehr strapazierfähig, universelle Anfärbbarkeit, sehr elastisch, formbeständig, knitterarm, schnell trocknend, empfindlich gegen trockene Hitze.
Polychloridfasern
Vorwiegend im Trockenpinnverfahren hergestellte Chemiefasern. Hierzu gehören: Polyvinylidenchlorid- und Polyvinylchloridfasern (Bez. PVC-Faser). Eigenschaften: schwer brennbar, extrem verrottungsfest. Einsatz hauptsächlich im Objektbereich für Wandbekleidung sowie Gartenmöbelstoffe.
Polyesterfasern PES
Nach dem Schmelzspinnverfahren hergestellte Gruppe von Chemiefasern. Mit Abstand die bedeutendsten Chemiefasern für den Einsatz in nahezu allen Bereichen der Spinnfaserverarbeitung. Eigenschaften: pflegeleicht, gute Formbeständigkeit, nicht einlaufend, strapazierfähig, hohe Knitterfestigkeit, hohe Lichtbeständigkeit, elastisch, schnell trocknend, geringe Feuchtigkeitsaufnahme, mottenecht, verrottungs-, licht- und säurebeständig.
• Zusatzeigenschaften
Neben den klassischen Fasertypen werden von der Chemiefaserindustrie noch Spezialtypen angeboten, die besondere Problemlösungen ermöglichen, wie z.B. pillarme Fasertypen für den Möbelstoffbereich, die durch chemische Modifizierung des Polymeren (Polyester, Polyacrylnitril) bzw. durch Verwendung von Spinnrohstoffen mit niedrigem Molekulargewicht hergestellt werden.
Spez. für den Objektbereich werden schwerentflammbare Bezugstoffe gefordert. Ohne auf den gewünschten Warenkomfort zu verzichten, werden den Fasern durch den Einbau eines phosphorhaltigen Comonomers in die Kette des Polymergerüstes eine permanente Schwerentflammbarkeit verliehen. Diese Anforderung erfüllt u.a. die Chemiefaser Trevira® CS. Stoffe aus diesem Material besitzen ein generelles Prüfzertifikat nach der Baunorm DIN 4102 B1.
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Diese Faser wird wegen ihrer Festigkeit sowohl für dichte, feste Flachgewebe geschätzt wie auch z.B. für Möbelcord oder als Flormaterial bei extrem kurzgeschorenen Möbelsamten mit angenehm weichem Griff. Als Druckfond für Möbelstoffdrucke werden Gewebe aus Baumwolle, rein oder in Mischung mit anderen Fasern, sowie in unterschiedlichen Bindungen, wie z.B. Leinwand- (auch Taft- oder Tuchbindung), Köper- (engl. Serge oder Twill) oder Atlasbindung (Kettatlas, Schussatlas, Satin) bzw. diverse Bindungsableitungen eingesetzt. Verarbeitet werden diese Drucke, die heute verstärkt auch in hochwertigen Dessinierungen angeboten werden, bevorzugt für legere Polstermöbel mit geringer Beanspruchung. Die knitterarme Ausrüstung durch Kunstharzbehandlung wird empfohlen.
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Leinen ist die einzige Faserart, die Körperwärme abstößt und damit kühlende Eigenschaften besitzt und zudem eine geringe elektrostatische Aufladung aufweist. Durch die Molekularstruktur des Flaches verfügt Leinen über eine sehr hohe Abriebfestigkeit, ist daher nicht flusend und sehr haltbar. Reines Leinengarn wurde früher für sehr strapazierfähige und haltbare Stoffe eingesetzt, im Bereich der Möbelbezugstoffe für feine Veloursqualitäten, als Flachgewebe überwiegend für rustikale Sitzmöbel. Heute werden vorwiegend Mischungen aus Leinen und anderen Fasern bevorzugt, um den Endprodukten völlig neue und interessante Eigenschaften zu verleihen.
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Das hochwertige Haar der Mohair- oder Angora-Ziege hat einen angenehm weichen Griff, ist glänzend, äußerst strapazierfähig und brillant zu färben. Die Faser ist antistatisch, temperaturausgleichend (M. wärmt bei Kälte und kühlt bei Hitze), von Natur aus durch den hohen Feuchtigkeits- und Stickstoffgehalt schwerentflammbar und dadurch ohne chemische Ausrüstung auch für den Einsatz im Objektbereich geeignet. Mohair-Velours ist ein äußerst wertbeständiger, langlebiger Möbelstoff, der auf Dauer seine Brillanz, den Glanz und die Leuchtkraft der Farben behält.
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S. ist das erhärtete Sekret der Seidenraupe, also eine natürliche Eiweißfaser. Sie verfügt über ideale Gebrauchseigenschaften. Neben dem edlen Glanz, der Geschmeidigkeit und Feinheit des Materials zeichnet sich S. durch ein hohes Dehnungsvermögen und Festigkeit aus. Seide ist hautsympathisch und besitzt eine gute Isolationsfähigkeit bei Wärme und Kälte. Durch die hohe Reiß- und Verschleißfähigkeit, Elastizität, Knitterfreiheit und die gute Anfärbbarkeit ist sie für hochwertige Möbelbezugstoffe sehr gut geeignet. Längere Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen beim Bügeln sollten vermieden werden. Seide wird speziell für stilbetonte, optisch wertvolle Gewebekonstruktionen eingesetzt.
Die von den Kokons nicht züchtbarer Raupen (z. B. indischer und chinesischer Eichenspinner) gewonnenen wilden Seiden haben meist ein bräunliches Aussehen. Die bekannteste Wildseide ist Tussahseide. Wildseiden sind schlecht zu bleichen, dicker als die echte Seide, weniger glanzreich und haben nicht die hohe Feinheit und Festigkeit der Naturseide. Gegenüber Säuren und Laugen sind Wildseiden allerdings weniger empfindlich. Tussahseiden werden vor allem in der Schappe- und Florettspinnerei verarbeitet und u.a. für Plüsche, Samte und Dekorationsstoffe verwendet. Die Garnunregelmäßigkeiten werden bei unterschiedlicher Bindung in Kette und Schuss positiv umgesetzt und als interessante Effekte durchaus geschätzt.
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Lt. TKG Bez für Fasern vom Fell des Schafes (Ovis aries) sowie für Mischungen der Schafschur mit Haaren von Alpaka, Angora-Kanin, Kamel, Kaschmir, Lama, Mohair, Vikunja, Yak, Guanako, Biber und Fischotter. Sie dürfen mit Zusatz des Tiernamens als Wolle oder Haar bezeichnet werden. Wolle ist ein Eiweißprodukt (Proteinfaser), das im Inneren der Faser Fibrillen aufweist, welche gebündelt die Spindelzellen bilden. Sie werden umgeben von sich überlappenden Schuppen, die eine große Bedeutung für die Verfilzbarkeit der Wolle haben. Maßgebend für die Beurteilung der Qualität ist neben der Gleichmäßigkeit die Feinheit des Wollhaares. Aus dem Faseraufbau, wie Kräuselung, Länge, Dicke und Glanz, ergeben sich die späteren Gebrauchseigenschaften. Die Wolle verfügt über eine gute Wärmeisolation, hohe Feuchtigkeitsaufnahme (bis zu 30% des Eigengewichts), sie ist hautsympathisch, besitzt ausreichende Festigkeit (weniger scheuerfest), hat gute Dehnungswerte, ausgezeichnete Elastizität, sie ist formbar und reagiert unterschiedlich auf die Einwirkung von heißem Wasser bzw. Dampf. Bei kurzzeitiger Einwirkung schrumpft Wolle stark und kann bei längerer Einwirkung von Wärme, Wasser und Mechanik gestreckt werden. Zur Verhinderung des Einlaufens wird diese Reaktion in der Ausrüstung genutzt. Durch ihren natürlichen Feuchtigkeitsgehalt wird die elektrostatische Aufladung der Wolle erschwert. Wolle hat ein hohes Wiedererholvermögen, wenn sie niedergedrückt wird, richtet sie sich schnell wieder auf. Sie ist schwerentflammbar und hat ein geringes Anschmutzverhalten. Als schlechter Wärmeleiter bewahrt sie Körperwärme und ist wegen ihrer hygroskopischen Eigenschaften klimaregulierend. Wolle ist anfällig für tierische Schädlinge, kann aber durch entsprechende Ausrüstung dagegen geschützt werden. Einsatz bevorzugt als Polmaterial für Möbel-Velours, im Flachgewebebereich besonders für hochwertige Bezugstoffe.
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Beschreibung
Möbelstoffe benötigen, wie alle Textilien des täglichen Gebrauchs, eine regelmäßige Pflege, weil auch sie einer ständigen Kontakt- und Staubverschmutzung unterworfen sind. Zu unterscheiden sind vier Reinigungsmethoden: Unterhaltsreinigung, Fleckentfernung, Zwischenreinigung und Grundreinigung. Selbst unter genauester Beachtung der Empfehlungen, der Gebrauchs- und Reinigungsanleitungen empfiehlt es sich im Sinne der Werterhaltung eines Polstermöbels, die Grundreinigung stets durch einen Fachbetrieb durchführen zu lassen.
Möbelstoffe aus Chemiefasern können mit Schaum- oder Nassreinigern behandelt werden. Mit Rücksicht auf die Unterpolsterung sollte mit Feuchtigkeit dosiert umgegangen werden. Abnehmbare Bezüge aus Chemiefasern können bei 30 Grad C von Hand gewaschen werden, ohne ihre Gebrauchstüchtigkeit einzubüßen. Bei Spiegelmoketts sollte ein Nassbehandlung nur dann erfolgen, wenn es ausdrücklich auf dem Pflegeetikett empfohlen wird.
Bei Veloursstoffen können sich mit der Zeit durch Druck, Wärme und Feuchtigkeit durch Polverlagerungen Druckstellen bilden, die wie Flecken aussehen. Es handelt sich jedoch um sogenannte Sitzspiegel oder Gebrauchslüster, die für Velours charakteristisch sind. Lange Lebensdauer, bleibende Schönheit und eine leichte Pflege zeichnen Möbelstoffe aus Mohair im Pol aus. Sie benötigen kaum mehr Pflege, als dass man sie vom Staub befreit, wobei man sanft mit einer Saugdüse ohne scharfe Kanten oder mit einer Bürste stets in Richtung der Pollage saugt.
Beschreibung
Im Markt werden Polsterreinigungsmittel als Spray-, Flüssig- und Pulverprodukte angeboten. Sie können, je nach Angebotsform, Tenside, Polymere, FCKW-freie Treibmittel und Zellulose als Trägerstoff enthalten.
Die Reiniger werden in das Polster eingearbeitet, so daß sich der Schmutz auf den Trägerstoffen festsetzen kann, nachdem die Tenside den Schmutz vom Polster abgelöst haben. Die Lösungsmittel und Wasser verdunsten, anschließend wird der Schmutz abgesaugt.
Empfehlenswert sind spezielle Trockenschaumreinigungsmittel, die den Möbelstoff nur schwach anfeuchten, wodurch Ränder vermieden werden. Im einzelnen werden angeboten:
• Sprays (sie wirken in Form tensidhaltiger Reiniger mit FCKW-freien Treibmitteln oder mit Sprühpumpen ohne Treibgas)
• Pulver (der zellulosehaltige Trägerstoff nimmt den Schmutz auf, Lösungsmittel und Wasser verdunsten nach dem Einarbeiten)
• Flüssigprodukte (die Reinigungsflüssigkeit wird manuell oder maschinell aufgetragen und sofort mit dem Schmutz bzw. den Rückständen nach dem Trocknen aufgesaugt)
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Beschreibung
In Großbritannien und Irland bestehen einheitliche Vorschriften, die das Brennverhalten von Möbelstoffen und anderen Gebrauchsgegenständen im Objekt- und im privaten Bereich regeln. Danach muss jedes Teil herstellerseitig flammfest ausgerüstet sein. In der Bundesrepublik Deutschland beschränken sich die Vorschriften auf den Objektbereich im Sinne der feuerpolizeilichen Auflagen.
Flammhemmende Garne und Stoffe aus Polyesterfasern, wie z.B. Trevira CS (C = Comfort, S = Sicherheit) gewährleisten wirkungsvollen Schutz gegen Brand. Sie sind dauerhaft flammhemmend, da das Flammschutzmittel bereits in das Molekül fest eingebaut ist, so dass auch nach vielen Wäschen der Flammschutz nicht verlorengeht. Trevira CS ist schadstoffgeprüft nach Öko Tex Standard 100.
Generell sind Stoffe aus flammhemmenden Polyesterfasern besonders haltbar, pflegeleicht, hautfreundlich und bügelfrei. Bei Möbelstoffen werden besonders die gute Scheuerfestigkeit sowie die Lichtechtheit positiv bewertet. Großes Interesse an flammhemmenden Stoffen besteht besonders auch im Objektbereich.
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Beschreibung
Vor der Verarbeitung der Möbelstoffe ist das vom Lieferanten erhaltene Material zu prüfen. Diese Prüfung umfasst die Abmessungen des Stoffes in Länge und Breite, Farbausfall, Rapport-Genauigkeit und grobe Verfleckungen sowie sichtbare mechanische Schäden, wie z.B. Fehlstellen und Verschiebungen im Gewebe, Fadenzüge, Fadenanknotungen etc. Diese Mängel sind sofort nach Bekanntwerden dem Lieferanten mitzuteilen und die Arbeiten am Auftrag zunächst einzustellen.
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Beschreibung
Seit dem Jahre 1974 müssen Polstermöbelstoffe mit genauen Informationen über die Zusammensetzung der Rohfaseranteile gekennzeichnet sein. Geprüft wird nach RAL, DIN oder anderen institutsspezifischen Kriterien, wobei die Tendenz besteht, Möbelstoffe mit einem Produkt-Label zu versehen, und zwar besonders bei hochwertigen Erzeugnissen. Es sind bestimmte Mindestanforderungen zu erfüllen.
• Flachgewebte Möbelstoffe
Es wird darauf geachtet, dass die zum Einsatz kommenden Garne bestimmte Anforderungen hinsichtlich Feinheit, Schnittlänge, Spinnverfahren, Garndrehung und Garnmischung erfüllen. Gleichzeitig werden Mindestforderungen an Bindung, Schussdichte sowie an das Warengewicht gestellt. Die Möbelstoffe müssen eine dem Verwendungszweck entsprechende Schiebefestigkeit aufweisen. Gewebereißfestigkeit, Scheuerfestigkeit, Pillbildung, Berstverhalten, Waschschrumpf, Licht- und Farbechtheit, Trockenreinigungs- und Waschechtheit sind weitere Prüfkriterien.
• Polhaltige Möbelstoffe (Möbelvelours)
Neben den bereits beschriebenen Prüfverfahren (im Flachgewebe-Bereich) werden bei Velours hohe Anforderungen an das Polmaterial gestellt. Geprüft werden u.a. Art der Einbindung (V- oder W-Noppe) sowie Florhöhe, Florlage und Noppendichte. Denn nicht nur die Qualität des verwendeten Polgarnes bestimmt die Veloursqualität, sondern ganz wesentlich die Noppendichte je qcm. Zusätzlich werden die für den Objektbereich eingesetzten Möbelstoffe intensiven Gebrauchswertprüfungen unterzogen. Darüber hinaus sind die zusätzlichen Verarbeitungsempfehlungen des Wollsiegel-Verbandes e.V. (The Woolmark Company) und die der Internationalen Mohair-Association (IMA) sowie die Empfehlungen der Chemiefaserstoff-Lieferanten zu erwähnen. Diese Empfehlungen gelten als verbindlich, wenn die eingetragenen Warenzeichen (eWz), wie z.B. das Wollsiegel / Woolmark, das Mohair-Emblem (in Form des Gold- oder Silberetiketts) oder Markenfasernamen, wie Dralon®, Trevira®, Diolen® etc., in der Artikelwerbung herausgestellt werden.
Für die Klassifizierung von Bezugstoffen geben die vom Bundesverband der vereidigten Sachverständigen für Raumausstattung e.V., Bonn, herausgegebenen Piktogramme notwendige Erklärungen über Gebrauchseigenschaften und Einsatzmöglichkeiten.
1 geeignet für achtsame Beanspruchung im Wohnbereich
2 geeignet für Wohnbereich
3 geeignet für starke Beanspruchung im Wohnbereich
Möbelstoffkunde Symbole Kennzeichnungssystem
Im Rahmen der Mindestanforderungen an Möbelstoffe für den allgemeinen Wohnbereich ist auf die gleichlautende DIN-Norm 61 010 Teil 1 hinzuweisen, die im März 1994 erschienen ist.
Beschreibung
Möbelstoffe können stehend gelagert werden, wenn überstehende Hülsen bei entsprechend großem Hülsendurchmesser verwendet werden. Bei Polware sollte eine Täfelung der Ware vermieden werden, da die Möglichkeit von Poldeformationen bestehen kann. Ware niemals in der Nähe von Zentralheizungen oder ähnlichen Heizquellen lagern, auch direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden. Bei 18-220 C und 65% rel. Feuchtigkeit besteht ein optimales Raumklima.
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Beschreibung
Damit sich der Kunde bei der Warenpräsentation den rechten Eindruck von der Ware machen kann, bietet die Verwendung einer Sesselschablone eine wertvolle Hilfe, da sie einen guten Gesamteindruck des Bezugstoffes vermittelt. Bei Polwaren mit offenem Pol ist die Lichteinwirkung zu berücksichtigen. Der Käufer muss die Ware gegen den Strich (Pfennigprobe) betrachten.
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1. Geringe Beanspruchung
Kurzzeichen G
geeignet für achtsame Beanspruchung im Wohnbereich,
2. Normale Beanspruchung
Kurzzeichen N
geeignet für den Wohnbereich und
3. Starke Beanspruchung
Kurzzeichen S
geeignet für starke Beanspruchung im Wohnbereich.
Die drei Piktogramme dürfen nur dann verwendet werden, wenn die im Kennzeichnungssystem für Möbelstoffe genannten Bedingungen erfüllt sind. Nähere Einzelheiten sind der Broschüre Kennzeichnungssysteme zu entnehmen. Stand: 1.Juli 2001.
Quellen:
• Verband der Deutschen Polstermöbelindustrie e.V., Herford
• Verband der Deutschen Heimtextilienindustrie e.V., Fachgruppe Möbelstoffe, Wuppertal.
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Beschreibung
In der Veredlung durchläuft die Rohware (Stellungsware) folgende Ausrüstungsstufen bzw. Abteilungen: Wäscherei, Bleicherei, Appretur, Finish-Abteilung zur Griffverbesserung und Optimierung des Gebrauchswerts sowie die musterungsbeeinflussenden Arbeitsgänge Färberei und Druckerei (ausführlich behandelt im Fachbereich Veredlung. Gefärbt werden Textilien in den unterschiedlichsten Verarbeitungszuständen, wobei die Stückfärbung für Möbelstoffe die bedeutendste und vielseitigste Veredlungsart darstellt.
Flachgewebe
Flachwaren bedürfen in der Regel nur weniger Ausrüstungsprozesse. Gewöhnlich wird die Ware gedämpft und auf dem Spannrahmen fixiert, damit die geforderte Warenbreite erreicht und die Ware stabilisiert wird. Bei Stoffen aus Chemiefasern wird die Ware entspannt, damit nach dem Verpolstern ein möglicher Warenschrumpf keine polstertechnischen Probleme aufwirft.
Polwaren
Die Einfärbung der Ware erfolgt garnfarbig oder im Stück. Je nach Qualität wird die Ware gerauht; der Pol wird geöffnet, damit der Farbstoff den Pol voll durchdringen kann. Nach der Stückfärbung erfolgt die Endausrüstung; die Ware wird weiter veredelt. So kann der Pol auf dem Polrotor geglättet werden, wodurch der Flor einen edlen Glanz erhält und ggf. die Florlage verändert wird. Auf der Prägemaschine werden Muster polseitig eingeprägt, gaufriert oder die Ware erhält einen zusätzlichen Knautscheffekt. Die Möglichkeiten der Ausrüstung sind damit jedoch nicht erschöpft; ihre Anwendung richtet sich nach dem Anforderungsprofil.
Möbel-Cord
Vor der Farbgebung muss der flottierende Schusspolfaden entsprechend der Mustergebung (Fancy-Cord) aufgeschnitten werden. Führungsplatinen werden unter die Garnflottierung geschoben, heben diese an und ermöglichen es einem Rundmesser, das zwischen den Platinen rotiert, die Ware aufzuschneiden. Für jede Polrippe gibt es eine Platine und ein Rundmesser. Nach dem Aufschneiden wird die Ware gründlich gewaschen und anschließend auf der Haspel oder dem Jigger gefärbt. In der Endausrüstung wird die charakteristische Florrippe in vielen Passagen aufgebürstet und erhält dadurch ihren edlen, schönen Glanz.
Die Möglichkeiten der Ausrüstung sind damit jedoch nicht erschöpft. Ihre Anwendung richtet sich nach dem Anforderungsprofil Möbelstoffkunde Anforderungsprofil.
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Entsprechend der aufwändigen und unterschiedlichen Herstelltechniken ist das Warenangebot äußerst vielseitig. Während meist großgemusterte Brokate, Damaste, Gobelins oder Velours in vielen Variationen als traditionelle und besonders edle, hochwertige und damit auch entsprechend teure Möbelstoffe angeboten werden, passen sich nach neuzeitlichen Verfahren hergestellte Materialien, wie z.B. Mikrofaser-Vliesstoffe, der heutigen sachlichen Möbelkultur an und gewährleisten damit eine meist ruhige, gleichmäßige Warenoptik mit all ihren Vorzügen und Gebrauchseigenschaften.
Zu den klassischen Möbelstoffen und marktgängigen Qualitäten zählen weiterhin Bouclé, Chenille, der ripsartige Epinglé (Noppe nicht aufgeschnitten), der längsgerippte Cord, Flachgewebe wie Gobelin, Hopsack, Lampas, Lancé, Matelassé ebenso wie Frisé, Mokett, Rips etc. Möbelstoffe.
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Mit speziellen, für den Ätzdruck geeigneten Farbstoffen (Weiß- oder Buntätze) gefärbter Samt, bei dem anschließend entsprechend der in der Druckschablone vorgegebenen Musterung durch Behandlung mit Chemikalien ein Durchbrucheffekt erzielt wird. In Verbindung mit gewebtem Kettsamt entsteht durch dieses Druckverfahren ein besonders hochwertiger, edler Samt.
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In Rutentechnik gewebter Möbelstoff mit nichtaufgeschnittenen Schlingen. Als Polkette werden Garne aus Haar, Wolle, Jute, Viskose Spinnfasern oder aus Chemiefasern (rein oder in Mischungen) eingesetzt. In der Herstelltechnik vergleichbar mit dem Bouclé-Teppich.
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Häufig mit Metallfäden im Schuss (Lahn oder leonische Gespinste) durchsetztes, schweres, in Jacquardtechnik gemustertes, edel wirkendes Flachgewebe aus verschiedenen Faserstoffen. Gelegentlich sogar Verwendung von Edelmetallen, wie Gold, Silber, Kupfer etc. Heute überwiegend Verwendung beschichteter Aluminiumbändchen.
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Verkleinerungsform von Brokat, d.h. eine nicht so aufwendig gefertigte und nicht so reich gemusterte Ware in Brokat-Technik. So werden anstelle der beim Brokat üblichen Metall- oder Lurex®-Fäden in Gold oder Silber eingefärbte Chemiefasern verwendet.
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Schaft- oder jacquardgemusterter, ein- oder mehrfarbiger Möbelbezugstoff mit veloursartiger Oberfläche. Als Chenillegarn wird bei diesen schussaktiven Artikeln vorwiegend Zwirnchenille verwendet, die meist aus Polyacryl oder Polyester besteht. Die Florfestigkeit von Möbel-Chenille ist geringer als bei gewebten oder gewirkten Veloursqualitäten.
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Sehr haltbarer, mit erhabenen Längsrippen versehener Möbelstoff, elastisch und unempfindlich gegen Verschmutzungen. Der Grundschuss wird in Leinwand- oder Köperbindung eingetragen. Im Wechsel folgt danach ein langflottierender Florschuss. Nach dem Webvorgang werden die hintereinander liegenden Florschüsse mit Messern in der Mitte aufgeschnitten. Cordqualitäten werden nach der Anzahl Rippen/10 cm eingeteilt.
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Meist längsrippiges Gewebe mit plastischen, schmalen, leinwandbindigen Rippen in Hohlschussbindung, oft auch mit einer Füllkette gearbeitet. Einsatz als Möbel- oder in leichter Ausführung als Dekostoff.
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Wie beim Möbel-Damast wird der Fond in Kettatlas und das Muster im schussbindigen Wechsel gewebt, nur hat der Damassé innerhalb des Musters längere Fadenflottierungen, was ihn gebrauchsempfindlicher macht. Im Schuss werden häufig Metallfäden in Form von Lahn oder leonischen Gespinsten (Lurex®) verwendet.
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War Damast früher ein rein technischer Begriff (mehrfädige Abstufung der Konturen), so versteht man heute unter Damast allgemein alle vereinfachten, mittel- bis feinfädigen, atlasbindigen und großgemusterten jacquardgewebten Stoffe aus Baumwolle, Leinen, Halbleinen, Chemieseide, Seide und Wolle. Der Musterkontrast zwischen Fond- und Figurflächen wird durch den Wechsel zwischen Kett- und Schussatlas-Bindung bewirkt, wodurch je nach Lichteinfall die reversiblen Muster plastisch hervortreten.
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Stufenweise schattierende Musterung, wobei das Colorit von Hell nach Dunkel wechselt, dann abrupt abbricht, um bei Hell wieder zu beginnen. Ggs. Ombré.
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Zwei gleichzeitig gewebte Stoffe, die bindungsmäßig miteinander verbunden sind (z.B. Cloqué und Matelassé). Ober- und Untergewebe können das gleiche Aussehen haben, jedoch können beide Gewebeseiten in ihrem Aussehen auch voneinander abweichen. Eigenschaften: größere Dichte, hohes Volumen, plastische Oberfläche. Auch Piqué zählt zu den Doppelgeweben.
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Beidseitig einsetzbare Doppelgewebe mit unterschiedlichen Warenseiten aus Natur- oder Chemiefasern. Der Effekt wird bindungstechnisch, durch die Warenwechseltechnik oder durch verschiedenfarbiges Einfärben/Bedrucken erreicht.
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Doppelgewebe mit einem feinen, leinwandbindigen Obergewebe und einem gröberen Untergewebe. Der Steppcharakter entsteht an den Stellen, wo das Obergewebe mit dem Untergewebe abbindet. Beim Echten Piqué wird
mit zwei Kett- und zwei Schusssystemen gearbeitet. Die straff gespannte Steppkette bewirkt eine ausgeprägte Reliefwirkung, wobei sich das Obergewebe blasenartig nach oben wölbt.
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In Rutentechnik gewebter, ripsartiger Möbelstoff mit meist nichtaufgeschnittenen Polschlingen, der auch als Möbel-Bouclé bezeichnet wird.
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Ein- oder mehrchoriger Velours mit gelegtem Pol in Kettrichtung. Die Lage des Pols kann entweder durch die Bindung oder in der Ausrüstung mit einem Polrotor oder Bügelzylinder erzielt werden. In der Regel werden glatte Schussgarne verwendet.
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Schwerer, baumwollener Rippencord, auch als Manchester bekannt. Das Grundgewebe bindet immer in Köperbindung, deshalb kann mit einer hohen Schussfadenzahl gewebt werden, wodurch sich eine dichtere Poldecke ergibt. Hart ausgerüstet, 26-40 Rippen/10 cm.
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Ein gobelinartiger, hochwertiger, auf der Jacquardmaschine gewebter, edel wirkender und strapazierfähiger Möbelstoff in klassischen Blumen-, Blatt oder Ornamentmustern auf einfarbigem Grund. Häufig mit Metallfäden (Lurex®) zusätzlich gemustert. Kennzeichen ist die Verbindung zweier separater Gewebelagen im Bindungswechsel, der an den Musterrändern erfolgt und sichtbar ist.
Man unterscheidet Kett- und Schussgobelin sowie den gemischtgemusterten Gobelin. Beim Kettgobelin werden Muster und Fond von Kettfäden gebildet. Die feine, dicht eingestellte Kette und grobe Schussfäden geben der Ware eine querripsartige Oberfläche. Bei dem weniger strapazierfähigen Schussgobelin werden Muster und Fond von Schussfäden gebildet. Die Kettfäden sind kaum sichtbar und dienen lediglich dazu, die Schussfadensysteme zu verbinden. Bei dem gemischtgemusterten Gobelin bilden Kett- und Schussfäden das Muster, der Fond entsteht durch Schussfäden. Auch diese Gobelinart ist durch längere Schussflottierungen weniger strapazierfähig.
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Mattenartig verflochtenes Flachgewebe, bei dem die Kettfäden zu zweit, dritt oder zu viert in glatter Reihenfolge verwebt werden, so dass sich zwischen Kette und Schuss kleine Vierecke bilden. Die Warenoberfläche zeigt ein panamaähnliches Bild. Die Ware ist ausgesprochen rustikal und sehr strapazierfähig.
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Schusssamt, bei dem der Grundschuss in dreibindigem Köper bindet. Gute Qualität mit hoher Schussdichte, wodurch eine bessere Florfestigkeit und damit eine größere Flordichte erzielt wird.
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Schwerer seidener bzw. halbseidener Möbel- bzw. Dekostoff in Damasttechnik in mit Jacquardgeweben vergleichbarer, reliefartiger Musterung. Heute auch aus Materialkompositionen gefertigt, wie z.B. Seide, Baumwolle, Viskose etc., wobei die Schussfäden flott (nicht eingebunden) auf der Unterseite der Ware liegen.
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Gemusterte Gewebe, deren Effekte durch zusätzliche Lanzierschüsse gebildet werden. Diese laufen, im Gegensatz zur Brochétechnik, über die gesamte Warenbreite hinweg und werden rückseitig angeheftet. Wenn die rückseitig flottierenden Fäden später abgeschnitten werden, spricht man vom Lancé decoupé, der auch als falscher Broché bezeichnet wird. Anzutreffen als Möbelstoffe in Stilmuster-Dessinierung, wie z.B. beim Biedermeier-Streifen.
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Elegante, seidige Möbel- und Dekorationsstoffe mit damasséähnlicher Musterung, wobei in bestimmten Abständen verschiedenfarbige Kettfäden musterartig mit dem einfarbigen Schussfaden verwebt sind. Man erhält eine kettgemusterte Ware, die gern im Stilbereich eingesetzt wird.
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Meist jacquardgemustertes Doppelgewebe mit einer reliefartigen, profilierten Musterung. Gewebt wird mit einer Figur- und Bindekette sowie mehreren Schusssystemen, die Figurflächen treten plastisch hervor und wirken wie gepolstert. Das Obergewebe besteht meist aus Natur- oder Chemieseide, Untergewebe Chemiefaser oder Baumwolle.
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Bezeichnung für Polsterstoffe mit samtigem bis wildlederähnlichem Aussehen, deren synthetischer Flor nicht eingewebt, sondern auf ein textiles Trägergewebe, z. B. aus Baumwolle oder Polyester, fixiert ist. Die Oberfläche, der Flock (Pol), wird aus Polyamidfilamenten in Stärken von 0,9 dtex (Mikrofasern) bis 3,3 dtex hergestellt. Die Polhöhe beträgt, je nach Faserstärke, ca. 0,6 mm bis ca. 2 mm. Durch Mikrofasern werden leichte, wildlederartige Effekte erreicht. Stärkere Flockmaterialien ergeben ein fülligeres und weicheres Warenbild. Durch oberseitiges Prägen oder Verwirbeln werden verschiedene strukturierte Oberflächen erreicht. Sie werden überwiegend farbig bedruckt angeboten. Unter Beachtung der jeweiligen Pflegeanleitungen haben beflockte Bezugstoffe gute Pflegeeigenschaften. Falsche Pflege kann zu Florablösungen führen! Empfindlich gegen Wasser, Alkohol und Lösemittel!
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Ein in Rutentechnik hergestellter Möbelstoff, bei dem die Florbildung durch den Wechsel von Zug- und Schneidrute erfolgt, d.h. der Pol zeigt im Wechsel Schlinge und Velours. Ggs. Epinglé.
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Auch Moquette, Sammelbegriff für ein- und mehrfarbig gemusterte schwere Velours-Qualitäten, die nach dem Rutenverfahren gefertigt sind. Mokett-Gewebe bestehen im Pol aus Baumwolle, Wolle, Mohair oder Chemiefasern, sie werden auch als Ruten-, Doppel- oder Schaftmokett bezeichnet. Durch die Ausrüstung erhält der Pol in der Regel eine leichte Schräglage (Strichrichtung).
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Gewebe in Ripsbindung mit ausgeprägten, breiten Querrippen mit dichter Ketteinstellung bei geringerer Schussdichte. Bei Verwendung unterschiedlich starkem oder gefachtem (doubliertem) Garn erhält man eine plastische Rippe.
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Doppelgewebe mit einem feinen, leinwandbindigen Obergewebe und einem gröberen Untergewebe. Der Steppcharakter ensteht an den Stellen, wo das Obergewebe mit dem Untergewebe abbindet. Zu unterscheiden sind:
Echter Piqué mit zwei Kett- und zwei Schusssystemen. Die straff gespannte Steppkette bewirkt eine ausgeprägte Reliefwirkung, wobei sich das Obergewebe blasenartig nach oben wölbt.
Falscher Piqué (Halbpiqué) wird mit nur einem Kett- und Schussfadensystem gewebt. Ein konturenartiges Warenbild erzielt man durch die Piquébindung, der Effekt ist jedoch nicht so ausdrucksvoll wie beim echten Piqué. Je nach Konstruktion Streifen-, Waffel-Piqué u.a. (s. Ctelé).
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Möbelvelours mit einer Florhöhe von mehr als 3 mm werden auch als Plüsch bezeichnet. Ihre Herstellung erfolgt auf Doppelwerk- oder Greifer-Webmaschinen. Charakteristisches Merkmal ist der aufrechtstehende, weiche Pol, der durch zusätzliche Ausrüstung noch betont wird. Für legere Verarbeitung ist Plüsch weniger geeignet, er neigt dabei zur Faltenbildung, bei der die Polschicht aufbrechen kann.
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Gewebe in abgeleiteter Leinwandbindung, der sogen. Ripsbindung, die durch Vervielfachen von Schussfäden (Querripsbindung) oder Kettfäden (Längsripsbindung) entsteht. Der überwiegend angebotene Kettrips hat ausgeprägte dicke und dünne ein- oder beidseitige Querrippen, der Schussrips zeichnet sich durch Längsrippen aus. Vom falschen Rips wird gesprochen, wenn sich bei einem in Leinwandbindung gefertigten Gewebe unter Verwendung dicker Schussfäden Querrippen abzeichnen. Zu den ripsartigen Stoffen zählen u.a. auch Epinglé und Ottomane, der auch als Breitrips bezeichnet wird.
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Einchoriger Velours, dessen Musterung durch verschiedene Lagen der Polschenkel in Kettrichtung Lichtreflexe erzeugt, wodurch optisch zwei verschiedene Farbtöne erscheinen. Bezeichnet wird dies auch als der Hell-Dunkel-Effekt. Die willkürliche Lageveränderung des Pols wird erreicht, indem nicht der Pol, sondern der seitlich zur Polnoppe stehende Grundkettfaden durch die Jacquardmaschine gesteuert wird.
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Mehrchoriger Velours, dessen mustergemäß polfreie Stellen durch eine sogen. Spiegelkette abgedeckt werden. Chore.
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Ein- oder mehrchoriger Velours, dessen Polschenkel fast im rechten Winkel zum Grundgewebe stehen.
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Velours ist der heute übliche Begriff für Samte, d.h. für Polgewebe mit einer Florhöhe von etwa 2-3 mm und Sammelbezeichnung für alle Möbelstoffe, die in Kettsamt-Technik, in der Regel im Doppelweb-Verfahren gefertigt werden. Hier werden zwei spiegelbildlich gegenüberliegende Gewebebahnen durch den Polkettfaden miteinander verbunden und nach dem Schusseintrag auf der Webmaschine aufgeschnitten.
Zu unterscheiden sind Velours durch die verwendeten Faserrohstoffe, Polhöhen, Poldichte und die Polfläche. Es gibt zahlreiche Begriffsverbindungen mit Velours als Einzelbezeichnung; sie werden in alphabetischer Ordnung in den nachfolgenden Definitionen besprochen.
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Uni-Velours mit gelegtem Pol, wobei im Schuss ein Garn mit Flammen verwendet wird (dick/dünn). Die Lage wird durch die Bindung erzeugt.
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In Brochétechnik gemusterter Samt. Als echter Broché und wegen der aufwendigen Herstellungstechnik als sehr wertvolles Material werden Gewebe bezeichnet, deren stickereiartig wirkende Muster mittels kleiner zusätzlicher Broschierschützen eingewebt werden. Die auf der Warenrückseite von Muster zu Muster flottierenden Fäden werden später abgeschnitten (brochiert). Lancé.
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Samtart mit einer oder mehreren Florketten, bei der wie beim Ciselé die Muster nur teilweise aufgeschnitten werden.
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Reich gemusterter, schwerer Jacquard-Velours, der im Grund mittels Gold- und Silberschüssen zusätzliche Mustereffekte erhält.
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Samte und Plüsche, deren Kette bereits vor dem Verweben bedruckt wird.
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Bei diesem Samtgewebe entsteht die Musterung durch Wechsel von geschnittenem und unaufgeschnittenem Flor, wobei der geschnittene Flor höher ist als der unaufgeschnittene. Bei dieser Kombination ergeben sich reizvolle Mustereffekte.
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Imitation eines Jacquard-Samtes mit mustermäßig gelegter Flordecke.
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Aufgeschnittener Kettsamt.
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Samtgewebe, meist aus Naturseide, dessen Flor entsteht, indem eine atlasartig bindende Kette von Hand in Schussrichtung mustermäßig aufgeschnitten wird, wodurch die entstehenden Noppen nur einen Florschenkel erhalten. (Andere Bez. Velours sabre).
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Hochwertiger, großrapportig gemusterter Velours für Möbelstoffe mit Jacquardflach- und Floreffekt. Das Muster kann sowohl durch Flor im Muster bei florlosem Grund als auch umgekehrt erreicht werden, wobei der Flor im Fond erscheint. Die florlosen Stellen sind in Atlasbindung gewebt, wobei zusätzliche Effektgarne aus Seide, heute auch Viskose eingesetzt werden. Bekannt auch als Genueser Samt.
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Veraltete Bezeichnung für Kettsamte mit Leinenpol bei einem Grundgewebe aus Baumwolle. Auch als Leinensamt bezeichnet.
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Allgemeine Bezeichnung für Samte und Plüsche mit Wollflor.
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Gewebe mit hohem Seidenflor, die Florhöhe bewegt sich zwischen Samt und Plüsch.
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Bezeichnung für Wollplüsch mit Mohairflor.
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Nicht aufgeschnittener Halbsamt, auch Kräuselsamt oder Velours bouclé genannt.
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Sehr leichter, jedoch dichter Kettsamt mit Prägemustern.
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Schusssamt, der aus Kette und Schuss sowie einem zusätzlichen Florschuss besteht. Das Grundgewebe bindet Leinwand oder Köper. Der Flor ergibt sich auf der rechten Seite durch die in Kettrichtung aufgeschnittenen Flottierungen. Liegen die Abbindungspunkte der Atlasbindung verstreut, so ergibt sich beim späteren Aufschneiden der flottierenden Schussfäden eine glatte, strukturlose Warenoberfläche. Bei linear ausgerichteten Bindungspunkten ergibt sich nach dem Aufschneiden der Florschüsse eine Gassenbildung und man erhält den Cord. Velvet wird noch immer nach einem besonders hochwertigen Verfahren als Lindener Samt bezeichnet, obwohl der Begründer dieses Markennamens nicht mehr existiert.
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In Rascheltechnik (Doppelraschel) hergestellte Velours haben bei hoher Musterflexibilität hervorragende Gebrauchseigenschaften. Die Verankerung der Polfäden im Warengrund als Masche gilt als untrennbar. Raschelvelours weisen hohe Scheuerfestigkeitswerte auf und die Nahtfestigkeit ist je nach Warenkonstruktion sehr hoch. Sie werden vorwiegend dort eingesetzt, wo die Polstertechnik eine bestimmbar elastische Gestaltung verlangt. Im Objektbereich ist der Anteil der Wirkvelours (z.B. im Automobilbau) dominierend, da diese gegenüber der Webware bindungstechnische Vorzüge besitzen. Sie können dimensionsstabil oder mit gezielt definierten Dehnungswerten in Länge und Breite hergestellt werden, was für die Verpolsterung von großem Vorteil ist.
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Das Angebot an Stoff- und Lederkollektionen ist äußerst umfangreich und vielfältig. Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des geeigneten Stoffes ist neben dem individuellen Geschmack die Frage der voraussichtlichen Strapazierbelastung. Grundsätzlich setzt man für straffe Polsterungen strapazierfähigere Stoffe ein als für legere Ausführungen. Unterteilt werden Möbelstoffe in folgende Hauptgruppen mit je spezifischen Eigenschaften: Flachgewebe, Polgewebe, Gewirke, Mikrofaser-Vliesstoffe (man-made leather) und Kunstleder (mit Träger).
Die Bezugstoffe bestimmen durch Struktur und Musterung in erheblichem Maße das optische Erscheinungsbild eines Polstermöbels:
• Uni- und Kleinmusterungen wirken unverbindlich
• Karos wirken sachlich und dezent
• Bei Streifen muss die optische Wirkung berücksichtigt werden (z.B. lassen waagerechte Streifen das Möbel breiter scheinen, durch senkrechte Streifen wirkt es höher)
• Florale Muster sollten aufrechtverlaufend angeordnet sein und können eine heitere Stimmung vermitteln
• Geometrisch aufgebaute, figürliche Muster sollten von oben nach unten verarbeitet sein und wirken belebend
Eine wertvolle Hilfestellung für die richtige Entscheidung geben von namhaften Markenherstellern entwickelte dreidimensionale Computerprogramme, mit denen unter Berücksichtigung der individuellen Raumsituation Modelle, Bezugstoffe und Farben auf dem Bildschirm simuliert werden können.
Viele Hersteller von Polstermöbeln statten ihre Modelle heute mit abnehmbaren, legeren Polsterüberwürfen, sogen. Hussen, aus. Der besondere Vorteil besteht darin, dass sie leicht zu reinigen und austauschbar sind.
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Beschreibung
Möbelstoffe benötigen, wie alle Textilien des täglichen Gebrauchs, eine regelmäßige Pflege, weil auch sie einer ständigen Kontakt- und Staubverschmutzung unterworfen sind. Zu unterscheiden sind vier Reinigungsmethoden: Unterhaltsreinigung, Fleckentfernung, Zwischenreinigung und Grundreinigung. Selbst unter genauester Beachtung der Empfehlungen, der Gebrauchs- und Reinigungsanleitungen empfiehlt es sich im Sinne der Werterhaltung eines Polstermöbels, die Grundreinigung stets durch einen Fachbetrieb durchführen zu lassen.
Möbelstoffe aus Chemiefasern können mit Schaum- oder Nassreinigern behandelt werden. Mit Rücksicht auf die Unterpolsterung sollte mit Feuchtigkeit dosiert umgegangen werden. Abnehmbare Bezüge aus Chemiefasern können bei 30 Grad C von Hand gewaschen werden, ohne ihre Gebrauchstüchtigkeit einzubüßen. Bei Spiegelmoketts sollte ein Nassbehandlung nur dann erfolgen, wenn es ausdrücklich auf dem Pflegeetikett empfohlen wird.
Bei Veloursstoffen können sich mit der Zeit durch Druck, Wärme und Feuchtigkeit Druckstellen bilden, die wie Flecken aussehen. Es handelt sich jedoch um sogenannte Gebrauchslüster, die für Velours charakteristisch sind. Lange Lebensdauer, bleibende Schönheit und eine leichte Pflege zeichnen Möbelstoffe aus Mohair im Pol aus. Sie benötigen kaum mehr Pflege, als dass man sie vom Staub befreit, wobei man sanft mit einer Saugdüse ohne scharfe Kanten oder mit einer Bürste stets in Richtung der Pollage saugt.
Fleckentfernung
Flecken in textilen Bezügen lassen sich am leichtesten unmittelbar nach Entstehen beseitigen. Vor der Fleckenentfernung ist die Farbechtheit und Oberflächenveränderung des Polsterbezuges an verdeckter Stelle durch Reiben mit einem weißen, weichen, sauberen Tuch, das mit dem entsprechenden Reinigungs- bzw. Fleckentfernungsmittel getränkt ist, zu prüfen. Diese Prüfung muss auch bei naturfarbenen Bezügen durchgeführt werden. Erst nach der Trocknung ist zu beurteilen, wie die Fleckentfernung vorgenommen wird. Bei empfindlichen Bezügen aus Baumwolle, Leinen, Seide und Viskose empfiehlt es sich, ein Reinigungsunternehmen hinzuzuziehen.
Feuchte Flecken mit einem saugfähigen Tuch oder Papier zunächst abtupfen. Die Rückstände werden mit verdünntem Teppich- oder Polstershampoo nachbehandelt. Flecken werden vom Rand zur Mitte hin aufgenommen und das Restshampoo anschließend mit einem feuchtem Tuch ausgerieben. Reinigungsmittel nie direkt auf den Bezugstoff bringen.
Polsterreiniger
Im Markt werden Polsterreinigungsmittel als Spray-, Flüssig- und Pulverprodukte angeboten. Sie können, je nach Angebotsform, Tenside, Polymere, FCKW-freie Treibmittel und Zellulose als Trägerstoff enthalten. Die Reiniger werden in das Polster eingearbeitet, sodass sich der Schmutz auf den Trägerstoffen festsetzen kann, nachdem die Tenside den Schmutz vom Polster abgelöst haben. Die Lösungsmittel und Wasser verdunsten, anschließend wird der Schmutz abgesaugt. Empfehlenswert sind spezielle Trockenschaumreinigungsmittel, die den Möbelstoff nur schwach anfeuchten, wodurch Ränder vermieden werden. Im einzelnen werden angeboten:
• Sprays (sie wirken in Form tensidhaltiger Reiniger mit FCKW-freien Treibmitteln oder mit Sprühpumpen ohne Treibgas).
• Pulver (der zellulosehaltige Trägerstoff nimmt den Schmutz auf, während Lösungsmittel und Wasser nach dem Einarbeiten verdunsten).
• Flüssigprodukte (die Reinigungsflüssigkeit wird manuell oder maschinell aufgetragen und sofort mit dem Schmutz bzw. den Rückständen nach dem Trocknen aufgesaugt).
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Beschreibung
Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des geeigneten Stoffes ist die Frage der voraussichtlichen Strapazierbelastung. Prinzipiell unterscheidet man Möbelstoffe nach zwei Gruppen mit spezifischen Eigenschaften:
• Flachgewebe
Hierzu zählen alle Gewebe ohne Pol mit einer mehr oder weniger glatten Oberfläche, welche allerdings durch die Verwendung von Effektgarnen oder -zwirnen belebt werden kann. Flachgewebe entstehen nach dem klassischen System der rechtwinkligen Fadenverkreuzung von Kette und Schuss (zweidimensionale Gewebe). Entsprechend der gewählten Bindung (Leinwand-, Köper-, Atlasbindung sowie deren Ableitungen) bilden beide Fadensysteme die Oberfläche dieses Gewebes, das hpts. auf Schaft- oder Jacquard-Webmaschinen gefertigt wird.
• Velours oder Polgewebe
Velours ist der heute übliche Begriff für Samte, d.h. für Polgewebe mit einer Florhöhe zwischen 1-3 mm und Sammelbezeichnung für alle Dekorations- und Möbelstoffe, die in Kettsamt-Technik - früher mit Hilfe von Ruten - heute in der Regel im Doppelweb-Verfahren gefertigt werden. Hier werden zwei spiegelbildlich gegenüberliegende Gewebebahnen durch den Polkettfaden miteinander verbunden und nach dem Schußeintrag auf der Webmaschine aufgeschnitten. Zu unterscheiden sind Velours durch die verwendeten Faserrohstoffe, Polhöhen, Poldichte und die Polfläche. Bei dem gewebten Velours kann der Flor in W- oder in V-Bindung eingebunden (Velours frisé) oder durch Aufschneiden der Polschlinge (Velours épinglé) gefertigt sein.
Velours- oder Polgewebe können im allgemeinen stärker beansprucht werden als Flachgewebe, sind allerdings in der Regel auch teurer. Um den verschiedensten Anforderungsprofilen gerecht zu werden, werden Möbelstoffe unterschiedlichster Leistungsprofile angeboten. Geprüft werden sie nach DIN V 61 010 - Möbelstoffe, Anforderungen und Prüfungen. Möbelstoffkunde, Lederkunde, Mikrofaser Vliesstoffe.
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Beschreibung
Seit dem Jahre 1974 müssen Polstermöbelstoffe mit genauen Informationen über die Zusammensetzung der Rohfaseranteile gekennzeichnet sein. Geprüft wird nach RAL, DIN oder anderen institutsspezifischen Kriterien, wobei die Tendenz besteht, Möbelstoffe mit einem Produkt-Label zu versehen, und zwar besonders bei hochwertigen Erzeugnissen. Es sind bestimmte Mindestanforderungen zu erfüllen.
Güte- und Prüfbestimmungen
Flachgewebte Möbelstoffe
Polhaltige Möbelstoffe (Möbelvelours)
Komposition: NS: 100% Polyacryl; GS: 62% Viskose, 38% Polyester
yycb (nicht heiß bügeln)
Abk.:
Es wird darauf geachtet, dass die zum Einsatz kommenden Garne bestimmte Anforderungen hinsichtlich Feinheit, Schnittlänge, Spinnverfahren, Garndrehung und Garnmischung erfüllen. Gleichzeitig werden Mindestforderungen an Bindung, Schussdichte sowie an das Warengewicht gestellt. Die Möbelstoffe müssen eine dem Verwendungszweck entsprechende Schiebefestigkeit aufweisen. Gewebereißfestigkeit, Scheuerfestigkeit, Pillbildung, Berstverhalten, Waschschrumpf, Licht- und Farbechtheit, Trockenreinigungs- und Waschechtheit sind weitere Prüfkriterien.
Neben den bereits beschriebenen Prüfverfahren im Flachgewebe-Bereich werden bei Velours hohe Anforderungen an das Polmaterial gestellt. Geprüft werden u.a. Art der Einbindung (V- oder W-Noppe) sowie Florhöhe, Florlage und Noppendichte. Denn nicht nur die Qualität des verwendeten Polgarnes bestimmt die Veloursqualität, sondern ganz wesentlich die Noppendichte je qcm. Zusätzlich werden die für den Objektbereich eingesetzten Möbelstoffe intensiven Gebrauchswertprüfungen unterzogen. Darüber hinaus sind die zusätzlichen Verarbeitungsempfehlungen des Wollsiegel-Verbandes / The Woolmark Company und die der Internationalen Mohair-Association (IMA) sowie die Empfehlungen der Chemiefaserstoff-Lieferanten zu erwähnen. Diese Empfehlungen gelten als verbindlich, wenn die eingetragenen Warenzeichen (eWz), wie z.B. das Wollsiegel (Woolmark) , das Mohair-Emblem (in Form des Gold- oder Silberetiketts) oder Markenfasernamen, wie Dralon®, Trevira®, Diolen® etc., in der Artikelwerbung herausgestellt werden. Möbelstoffkunde.
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ZurückWohnen / Streifen Möbelstoff
Flachgewebter Möbelstoffe Warenangebot:
Gewicht: 770 g/lfm
Warenbreite 140 cm
Pflegehinweise:
yyba (nicht chloren)
yyef (nicht tumblern)
yyai (nicht waschbar)
GS = Grundschicht
NS = Nutzschicht.
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