Beschreibung
Bewertungsmaßstab eines Möbelstoffes hinsichtlich seines Verschleißverhaltens (Scheuerwert). Die Abriebfestigkeit wird definiert durch ihre Beständigkeit gegenüber dem Anscheuern eines Prüflings. Dekorationsstoffe, Möbelstoffkunde.
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Als Möbelstoffe werden alle textilen Bezug- und Polsterstoffe bezeichnet, die nach unterschiedlichen Verfahren aus einer Vielzahl von Faserstoffen hergestellt werden. Prinzipiell unterteilt man Möbelstoffe in folgende Hauptgruppen:
• Flachgewebe
• Polgewebe
• Gewirke
• Flockstoffe
• Mikrofaser-Vliesstoffe (man-made leather)
Hergestellt aus unterschiedlichen Rohstoffen, Garnen und Gewebearten werden Möbelstoffe in vielen Konstruktionen angeboten. Als die gebräuchlichsten sind folgende Warenarten zu nennen: Möbel-Bouclé, Möbel-Brokate (Brokatelle), Möbel-Chenille, Möbel-Cord (Schußpolgewebe), Möbel-Damassé, Möbel-Damast, Möbel-Epinglé, Möbel-Frisé, Möbel-Gobelin (Kett-, Schuss- und gemischt gemusterter Gobelin), Möbel-Jacquard, Möbel-Lancé, Möbel-Rips, Möbel-Samt, Möbel-Velours, Steppgewebe etc. , Möbelstoffkunde.
Eine zunehmend große Bedeutung hat darüber hinaus Leder als Bezugmaterial für Polstermöbel. Ausführlich behandelt im Fachgebiet Lederkunde sowie Kunstleder (mit Träger), das vorwiegend in der Automobilindustrie und im Pflegebereich zum Einsatz kommt.
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Das Angebot an Stoff- und Lederkollektionen ist äußerst umfangreich und vielfältig. Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des geeigneten Stoffes ist neben dem individuellen Geschmack die Frage der voraussichtlichen Strapazierbelastung. Grundsätzlich setzt man für straffe Polsterungen strapazierfähigere Stoffe ein als für legere Ausführungen. Unterteilt werden Möbelstoffe in folgende Hauptgruppen mit je spezifischen Eigenschaften: Flachgewebe, Polgewebe, Gewirke, Mikrofaser-Vliesstoffe (man-made leather) und Kunstleder (mit Träger).
Die Bezugstoffe bestimmen durch Struktur und Musterung in erheblichem Maße das optische Erscheinungsbild eines Polstermöbels:
• Uni- und Kleinmusterungen wirken unverbindlich
• Karos wirken sachlich und dezent
• Bei Streifen muss die optische Wirkung berücksichtigt werden (z.B. lassen waagerechte Streifen das Möbel breiter scheinen, durch senkrechte Streifen wirkt es höher)
• Florale Muster sollten aufrechtverlaufend angeordnet sein und können eine heitere Stimmung vermitteln
• Geometrisch aufgebaute, figürliche Muster sollten von oben nach unten verarbeitet sein und wirken belebend
Eine wertvolle Hilfestellung für die richtige Entscheidung geben von namhaften Markenherstellern entwickelte dreidimensionale Computerprogramme, mit denen unter Berücksichtigung der individuellen Raumsituation Modelle, Bezugstoffe und Farben auf dem Bildschirm simuliert werden können.
Viele Hersteller von Polstermöbeln statten ihre Modelle heute mit abnehmbaren, legeren Polsterüberwürfen, sogen. Hussen, aus. Der besondere Vorteil besteht darin, dass sie leicht zu reinigen und austauschbar sind.
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Möbelstoffe benötigen, wie alle Textilien des täglichen Gebrauchs, eine regelmäßige Pflege, weil auch sie einer ständigen Kontakt- und Staubverschmutzung unterworfen sind. Zu unterscheiden sind vier Reinigungsmethoden: Unterhaltsreinigung, Fleckentfernung, Zwischenreinigung und Grundreinigung. Selbst unter genauester Beachtung der Empfehlungen, der Gebrauchs- und Reinigungsanleitungen empfiehlt es sich im Sinne der Werterhaltung eines Polstermöbels, die Grundreinigung stets durch einen Fachbetrieb durchführen zu lassen.
Möbelstoffe aus Chemiefasern können mit Schaum- oder Nassreinigern behandelt werden. Mit Rücksicht auf die Unterpolsterung sollte mit Feuchtigkeit dosiert umgegangen werden. Abnehmbare Bezüge aus Chemiefasern können bei 30 Grad C von Hand gewaschen werden, ohne ihre Gebrauchstüchtigkeit einzubüßen. Bei Spiegelmoketts sollte ein Nassbehandlung nur dann erfolgen, wenn es ausdrücklich auf dem Pflegeetikett empfohlen wird.
Bei Veloursstoffen können sich mit der Zeit durch Druck, Wärme und Feuchtigkeit Druckstellen bilden, die wie Flecken aussehen. Es handelt sich jedoch um sogenannte Gebrauchslüster, die für Velours charakteristisch sind. Lange Lebensdauer, bleibende Schönheit und eine leichte Pflege zeichnen Möbelstoffe aus Mohair im Pol aus. Sie benötigen kaum mehr Pflege, als dass man sie vom Staub befreit, wobei man sanft mit einer Saugdüse ohne scharfe Kanten oder mit einer Bürste stets in Richtung der Pollage saugt.
Fleckentfernung
Flecken in textilen Bezügen lassen sich am leichtesten unmittelbar nach Entstehen beseitigen. Vor der Fleckenentfernung ist die Farbechtheit und Oberflächenveränderung des Polsterbezuges an verdeckter Stelle durch Reiben mit einem weißen, weichen, sauberen Tuch, das mit dem entsprechenden Reinigungs- bzw. Fleckentfernungsmittel getränkt ist, zu prüfen. Diese Prüfung muss auch bei naturfarbenen Bezügen durchgeführt werden. Erst nach der Trocknung ist zu beurteilen, wie die Fleckentfernung vorgenommen wird. Bei empfindlichen Bezügen aus Baumwolle, Leinen, Seide und Viskose empfiehlt es sich, ein Reinigungsunternehmen hinzuzuziehen.
Feuchte Flecken mit einem saugfähigen Tuch oder Papier zunächst abtupfen. Die Rückstände werden mit verdünntem Teppich- oder Polstershampoo nachbehandelt. Flecken werden vom Rand zur Mitte hin aufgenommen und das Restshampoo anschließend mit einem feuchtem Tuch ausgerieben. Reinigungsmittel nie direkt auf den Bezugstoff bringen.
Polsterreiniger
Im Markt werden Polsterreinigungsmittel als Spray-, Flüssig- und Pulverprodukte angeboten. Sie können, je nach Angebotsform, Tenside, Polymere, FCKW-freie Treibmittel und Zellulose als Trägerstoff enthalten. Die Reiniger werden in das Polster eingearbeitet, sodass sich der Schmutz auf den Trägerstoffen festsetzen kann, nachdem die Tenside den Schmutz vom Polster abgelöst haben. Die Lösungsmittel und Wasser verdunsten, anschließend wird der Schmutz abgesaugt. Empfehlenswert sind spezielle Trockenschaumreinigungsmittel, die den Möbelstoff nur schwach anfeuchten, wodurch Ränder vermieden werden. Im einzelnen werden angeboten:
• Sprays (sie wirken in Form tensidhaltiger Reiniger mit FCKW-freien Treibmitteln oder mit Sprühpumpen ohne Treibgas).
• Pulver (der zellulosehaltige Trägerstoff nimmt den Schmutz auf, während Lösungsmittel und Wasser nach dem Einarbeiten verdunsten).
• Flüssigprodukte (die Reinigungsflüssigkeit wird manuell oder maschinell aufgetragen und sofort mit dem Schmutz bzw. den Rückständen nach dem Trocknen aufgesaugt).
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Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des geeigneten Stoffes ist die Frage der voraussichtlichen Strapazierbelastung. Prinzipiell unterscheidet man Möbelstoffe nach zwei Gruppen mit spezifischen Eigenschaften:
• Flachgewebe
Hierzu zählen alle Gewebe ohne Pol mit einer mehr oder weniger glatten Oberfläche, welche allerdings durch die Verwendung von Effektgarnen oder -zwirnen belebt werden kann. Flachgewebe entstehen nach dem klassischen System der rechtwinkligen Fadenverkreuzung von Kette und Schuss (zweidimensionale Gewebe). Entsprechend der gewählten Bindung (Leinwand-, Köper-, Atlasbindung sowie deren Ableitungen) bilden beide Fadensysteme die Oberfläche dieses Gewebes, das hpts. auf Schaft- oder Jacquard-Webmaschinen gefertigt wird.
• Velours oder Polgewebe
Velours ist der heute übliche Begriff für Samte, d.h. für Polgewebe mit einer Florhöhe zwischen 1-3 mm und Sammelbezeichnung für alle Dekorations- und Möbelstoffe, die in Kettsamt-Technik - früher mit Hilfe von Ruten - heute in der Regel im Doppelweb-Verfahren gefertigt werden. Hier werden zwei spiegelbildlich gegenüberliegende Gewebebahnen durch den Polkettfaden miteinander verbunden und nach dem Schußeintrag auf der Webmaschine aufgeschnitten. Zu unterscheiden sind Velours durch die verwendeten Faserrohstoffe, Polhöhen, Poldichte und die Polfläche. Bei dem gewebten Velours kann der Flor in W- oder in V-Bindung eingebunden (Velours frisé) oder durch Aufschneiden der Polschlinge (Velours épinglé) gefertigt sein.
Velours- oder Polgewebe können im allgemeinen stärker beansprucht werden als Flachgewebe, sind allerdings in der Regel auch teurer. Um den verschiedensten Anforderungsprofilen gerecht zu werden, werden Möbelstoffe unterschiedlichster Leistungsprofile angeboten. Geprüft werden sie nach DIN V 61 010 - Möbelstoffe, Anforderungen und Prüfungen. Möbelstoffkunde, Lederkunde, Mikrofaser Vliesstoffe.
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Seit dem Jahre 1974 müssen Polstermöbelstoffe mit genauen Informationen über die Zusammensetzung der Rohfaseranteile gekennzeichnet sein. Geprüft wird nach RAL, DIN oder anderen institutsspezifischen Kriterien, wobei die Tendenz besteht, Möbelstoffe mit einem Produkt-Label zu versehen, und zwar besonders bei hochwertigen Erzeugnissen. Es sind bestimmte Mindestanforderungen zu erfüllen.
Güte- und Prüfbestimmungen
Flachgewebte Möbelstoffe
Polhaltige Möbelstoffe (Möbelvelours)
Es wird darauf geachtet, dass die zum Einsatz kommenden Garne bestimmte Anforderungen hinsichtlich Feinheit, Schnittlänge, Spinnverfahren, Garndrehung und Garnmischung erfüllen. Gleichzeitig werden Mindestforderungen an Bindung, Schussdichte sowie an das Warengewicht gestellt. Die Möbelstoffe müssen eine dem Verwendungszweck entsprechende Schiebefestigkeit aufweisen. Gewebereißfestigkeit, Scheuerfestigkeit, Pillbildung, Berstverhalten, Waschschrumpf, Licht- und Farbechtheit, Trockenreinigungs- und Waschechtheit sind weitere Prüfkriterien.
Neben den bereits beschriebenen Prüfverfahren im Flachgewebe-Bereich werden bei Velours hohe Anforderungen an das Polmaterial gestellt. Geprüft werden u.a. Art der Einbindung (V- oder W-Noppe) sowie Florhöhe, Florlage und Noppendichte. Denn nicht nur die Qualität des verwendeten Polgarnes bestimmt die Veloursqualität, sondern ganz wesentlich die Noppendichte je qcm. Zusätzlich werden die für den Objektbereich eingesetzten Möbelstoffe intensiven Gebrauchswertprüfungen unterzogen. Darüber hinaus sind die zusätzlichen Verarbeitungsempfehlungen des Wollsiegel-Verbandes / The Woolmark Company und die der Internationalen Mohair-Association (IMA) sowie die Empfehlungen der Chemiefaserstoff-Lieferanten zu erwähnen. Diese Empfehlungen gelten als verbindlich, wenn die eingetragenen Warenzeichen (eWz), wie z.B. das Wollsiegel (Woolmark) , das Mohair-Emblem (in Form des Gold- oder Silberetiketts) oder Markenfasernamen, wie Dralon®, Trevira®, Diolen® etc., in der Artikelwerbung herausgestellt werden. Möbelstoffkunde.
Stoffe für Wohn(t)räume finden Sie bei: www.jab.de
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