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Wohnen / Polsterkunde

Beschreibung

Das Polsterhandwerk stützt sich auf eine Handwerkstradition von hohem technischem Niveau. Wechselnde Formen und die Entwicklung neuartiger Werkstoffe erfordern jedoch eine permanente Anpassung an Polstertechnik und Material. Die klassische Art des handwerklichen Aufbaus mit Holzgestell, Einzelfedern und losen Füllstoffen reduziert sich immer mehr auf Aufarbeitung oder Restaurierung und wurde durch die Vorfertigung leichter Gestelle, passender Federelemente und industriell hergestellter Füllstoffe den Anforderungen für die Herstellung hochwertiger Industrieprodukte angepasst. Die Polstermöbelindustrie arbeitet heute nicht nur nach ästhetischen und funktionalen Aspekten, sie berücksichtigt auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse auch wichtige ergonomische Grundsätze. Polsterwaren für den privaten und besonders auch für den Objektbereich sind durch ein extrem hohes Anforderungsprofil gekennzeichnet. Neben der Ästhetik spielen die Funktionen eine größere Rolle und sind ein entscheidendes Kaufkriterium, worauf die Industrie mit einer großen Palette vielseitig einzusetzender Funktionsmöbel mit vielfältig veränderbaren Details reagiert, wie z. B. verstellbare Sitz- und Liegepositionen, ausziehbare und höhenverstellbare Sitze und Rücken etc.

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Wohnen / Polsterkunde Anforderungsprofil

Beschreibung

Polstermöbel sind in der Regel Mittel- und Blickpunkt des modernen Innenraumes. Es liegt daher nahe, dass die Optik eine entscheidende Rolle spielt. Darüber hinaus sollte jedoch gerade bei Polstermöbeln neben dem Design und dem jeweiligen Modetrend auf die tatsächlich bestehenden Bedürfnisse, also auf den Gebrauchsnutzen geachtet werden. Wichtige Kriterien für ein gutes Sitzmöbel sind unter Berücksichtigung der Ergonomie zunächst die richtigen Proportionen, wie Sitzhöhe, Sitztiefe, Rückenhöhe, Neigungswinkel und Sitzgefälle; darüber hinaus die richtige Konstruktion, Polsterung, Sitztechnik und der Bezugstoff. Schließlich spielen auch die sonstigen Gebrauchs- und Pflegeeigenschaften bei der Beurteilung des Anforderungsprofils eine mitentscheidende Rolle. Von zunehmender Bedeutung ist die Funktionalität, die auch kleinere Räume berücksichtigt. Auch im Hinblick auf die wünschenswerte Langlebigkeit sollten hochwertige Polstermöbel sowohl augenblickliche Bedürfnisse befriedigen wie auch jene, die sich im Laufe der Jahre verändern können. Weitere Kriterien sind Wohnhygiene, Umweltverträglichkeit, umweltgerechte Herstellung und Recyclingfähigkeit.

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Wohnen / Polsterkunde Definition

Beschreibung

Polsterwaren sind alle gepolsterten Sitz- und Liegemöbel, alle Kissen für Polstermöbel sowie die gepolsterten Teile von Möbeln nach RAL 439 A 2. Zu unterscheiden sind die Produktgruppen nach Art der Polsterung, Art der Verwendung, der Polsterhöhe sowie Art der Federung.

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Wohnen / Polsterkunde Definition Art der Federung

Beschreibung

Art der Federung
Die Art der Federung hat einen bedingten Einfluss auf den Sitzkomfort und sollte auf den jeweiligen Polsteraufbau abgestimmt sein. Man unterscheidet:

• Geschnürte Federung
Ein geordnetes System von Taillenfedern erhält durch ein System von Schnürungen die gewünschte Höhe, Spannung und Stellung, wodurch das Polster eine individuelle Federwirkung bekommt und den vielfältigen Sitz- und Liegeansprüchen gerecht werden kann. Diese Federungsart gehört zu den elementaren Polstertechniken. Sie ist sehr aufwendig und wird heute eher selten angewendet.

• Polster mit Federkernen
In der Herstellung ist dieses System aus Zylinder- oder Bonellfederkernen schon durch den geringeren Zeitaufwand wesentlich kostengünstiger als eine geschnürte Federung mit annähernd gleicher Federwirkung. Die Kombination von Polster mit Federkernen und einer zusätzlichen Unterfederung (meist aus Wellen- oder Schlangenfedern bestehend) wird als Doppelfederung bezeichnet.

• Schaumstoffpolsterung
Bei dieser modernen Polstertechnik im Sandwichaufbau werden im Polsterkern keine Metallfedern verwendet, daher wird sie auch als ungefederte Polsterung bezeichnet. Über die Unterfederung aus Wellenfedern wird eine doppelschichtige, in Raumgewicht und Stauchhärte unterschiedliche Schaumstoffkombination geklebt, wodurch eine stufenweise Polsterwirkung erzielt wird.

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Wohnen / Polsterkunde Definition Art der Polsterhöhe

Beschreibung

Art der Polsterhöhe

Der Polsteraufbau wird unterschieden nach der Polsterhöhe in Flach- und Hochpolsterung.

• Flachpolsterung
Diese Art der Polsterung kommt ausschließlich bei Stühlen vor. Man unterscheidet:

• feste Polstergründe (Sperrholz- und Holzfaserplatten)
• textile Polstergurte (Jute, gewebte Gummigewebe etc.)
• Wellen- oder Schlangenfedern
• Polstergrund aus Federkörben

• Weiterhin ist zu differenzieren zwischen:

• fest montiertem Flachpolster
• Flachpolster mit Einlegerahmen
• Flachpolster mit Auflegerahmen

Der Aufbau kann mit Schaumstoff, losen Füllstoffen oder als erhöhtes Flachpolster mit Formkanten erfolgen.

• Hochpolsterung
Polstertechnik für Sessel, Sofas etc. Dieser Polsteraufbau wird unterschieden in ungefederte Polsterung, z.B.unter Verwendung von Schaumstoffen, sowie die Federhochpolsterung. Hochpolster können als Fest- oder Kissenpolster ausgeführt werden.

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Wohnen / Polsterkunde Definition Art der Polsterung

Beschreibung

Art der Polsterung

• Vollpolstermöbel
Polstermöbel mit im Sitz, im Rücken und den Seitenteilen überpolstertem Gestell oder tragendem Unterbau.

• Polstermöbel mit sichtbarem Gestell
Das oberflächenbehandelte Gestell ist nicht bzw. nur teilweise überpolstert.

• Polsterstühle
Stühle mit überpolstertem Sitz und sichtbarem Gestell. Sitzmöbel mit Armlehne werden als Sessel bezeichnet.

• Möbel mit Polsterungen
Möbel mit Flächenpolsterung (z. B. Betthäupter, Schranktüren etc.).

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Wohnen / Polsterkunde Definition Art der Verwendung

Beschreibung

Art der Verwendung

• Polster-Sitzmöbel
Möbel mit gepolsterten Flächen, die in Abmessung und Form der Körperhaltung beim Sitzen angepasst sind.

• Polster-Liegemöbel
Möbel mit gepolsterten Flächen, die in Abmessung und Form der Körperhaltung beim Liegen angepasst sind.

• Gepolsterte Teile von Möbeln
Dazu zählen Armlehnen, Außenflächen, Betthäupter, Liegeflächen, Rückenflächen, Rückenkissen, Sitzflächen, Sitzkissen, Sockel, Türen etc.

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Wohnen / Polsterkunde Franse mit Kordel

Darstellung

Polsterkunde Franse mit Kordel

Tegethoff , Susanne, Lage


Abschlußarbeit an einem Polstersessel mit Stengelfranse und vorgebundener hochwertiger Qualitätsfranse.

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Wohnen / Polsterkunde Gestellsessel

Darstellung

Polsterkunde Gestellsessel

Frommholz Polstermöbel GmbH, Spenge


Gestellsessel mit Rollfüßen.

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Wohnen / Polsterkunde Herstellung Verarbeitung

Darstellung

Polsterkunde Herstellung Verarbeitung

International Mohair Association, Wuppertal


Professionalität in der Konstruktion des Möbels bei einer hochwertigen Unterpolsterung bringt den Polstermöbelstoff voll zur Geltung.

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Wohnen / Polsterkunde Ideenskizze

Darstellung

Polsterkunde Ideenskizze

Frommholz Polstermöbel GmbH, Spenge


Ideenskizze des Möbelbauers.

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Wohnen / Polsterkunde Materialeinsatz Abschlußpolster

Beschreibung

Zum Ausgleich letzter Unebenheiten des Abdeckpolsters bzw. der Feinabdeckung und zur gleichzeitigen Schonung der Unterseite des Möbelstoffes dient ein Abschlusspolster in Form einer Vlies- oder Mattenabdeckung.

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Wohnen / Polsterkunde Materialeinsatz Ausstattungsmaterial

Beschreibung

Posamenten
Fransen, Borten, Besätze, Gimpen, Galons, Kordeln, Quasten, Rosetten, Zierknöpfe und allerlei weiteres Flecht- und Schlungwerk werden überwiegend bei Stilmöbeln für Zier- und Besatzzwecke oder zum Verdecken von Nähten verwendet. Wie alte Reliefs mit reichem Borten-, Fransen- und Quastenschmuck an Kleidern und Möbeln zeigen, kam das Posamentiergewerbe schon im alten Ägypten zu hoher Blüte. Auch heute greift man bewusst auf Ornamente, wie z.B. Laufender Hund, Mäander, Eierstab etc. zurück, die bereits im klassischen Altertum zur Verzierung von Bändern, Borten und Besätzen dienten. Dennoch sind diese Artikel auch stark der Mode unterworfen, was eine ständige Weiterentwicklung des Designs erfordert, wie es z.B. an den Entwürfen namhafter Designer, wie Garouste, Bonetti oder Golin, erkennbar ist.

In der Posamenterie gibt es die folgenden Grundformen:

• Band
Glattes oder gemustertes Schmalgewebe mit festen Kanten. Hierzu zählen Lisier-, Moiré-, Naht- und Paspelband, Ripsband, Samtband, Schrägband, Taftband, Tresse. etc

• Borte
Aus verschiedensten Spinnstoffen auf Bandwebautomaten, Klöppel- oder Häkelgalonmaschinen hergestelltes, figürlich und/oder farblich gemustertes Schmalband, das aus Gimpen, Kordonnets oder Zwirnen mit mehr oder weniger großen Durchbrechungen hergestellt wird.

• Franse
Allen Fransen gemeinsam ist der Fransenkopf und der Fransenbart. Durch Veränderung des Fransenbartes lassen sich viele Formen ausbilden: z.B. Knüpf-, Kordonnet-, Kugel-, Netz-, Pompon-, Schnitt- bzw Boucléfranse, Stengelfranse (gedreht) etc.

• Keder
Zum Verdecken und Verzieren sichtbarer Nähte sowie zur Kantenverstärkung wird zwischen die zu verbindenden Bezugteile eine dünne Wulst, z.B. eine mit dem Bezugstoff umhüllte Kedereinlage oder ein Kontrastmaterial genäht. Keder stellen ein markantes Dekorationselement dar. Die Herstellung erfordert einen Spezialfuß an der Nähmaschine (Kederfüße, Kordelfüße).

• Kordel
In ihrer Art ist die Kordel verwandt mit der Schnur. Sie wird geflochten und besteht aus gegeneinander geführten Fadengruppen, welche rund, oval, quadratisch oder trapezförmig sein können.

• Schabracke
Glatt fallender unterer Abschluss eines Polstermöbels, meist verstärkt und gefüttert, mit etwa 2 cm Abstand zum Fußboden.

• Schnur
Als Schnur wird ein Fadenverband bezeichnet, der aus einzelnen Litzen besteht, die beim Zusammendrehen eine Zusatzdrehung erhalten, was man auch als Schnüren bezeichnet.

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Wohnen / Polsterkunde Materialeinsatz Füllmaterial

Beschreibung

Füllstoffe stellen einen wichtigen Teil des Polstermöbelaufbaus dar, weil sie wesentlichen Anteil an der Elastizität des Polsters haben. Die Güte des Füllmaterials richtet sich nach der Füllkraft, d.h. dem Verhältnis von Volumen zu Gewicht sowie der Sprungkraft, d.h. der Fähigkeit, sich nach der Belastung wieder auszudehnen und Körperfeuchtigkeit durchlässig zu machen. Der Preis ist ein weiteres Kriterium. Man unterscheidet:<P> &bull; Haaren<BR> (Abfallhaare, Mischhaare, Pferdemähnenhaare, Pferdeschweifhaare, Rinderhaare, Rosshaare, Schweinshaare, Ziegenhaare und Mischhaare) <BR> Einsatz für hochwertige Form- und Kissenpolster sowie Pikierungen. Haare besitzen gegenüber pflanzlichen Füllstoffen eine bessere Elastizität und Füllkraft.<P> &bull; Wolle (Schurwollfaservlies) <BR> Abdeckpolster für hochwertige Polsterungen<P> &bull; Federn und Daunen<BR> (Enten-, Gänse- u. Hühnerfedern, Schleiß und Daunen)<BR> Einsatz für hochwertige Kissenpolsterungen und vor allem lose Kissen verwendet man Mischungen aus Federn und Daunen von Gänsen und Enten (70% Daunenanteil bei 30% Federn). Sie sind leicht und besitzen ein hohes Füllvolumen. Um ein Wandern zu vermeiden, werden Federfüllungen in sogen. Kammern eingeteilt. Reine Daunen eignen sich nicht als Füllung. Bei preiswerteren Qualitäten mischt man Hühnerfedern hinzu. Heute werden Naturfedern bevorzugt mit Schaumstoffstäbchen gemischt.<P> &bull; Pflanzliche Füllstoffe<BR> Gräser, Blatt-, Frucht und Stengelfasern (z.B. Afrik/Palmfaser, Alpengras, Kapok, Kokos, Seegras, Sisal, Stroh, Werg). Von den pflanzlichen Füllstoffen haben heute nur noch Afrik und veredelte Kokosfasern Bedeutung, die für preiswertere Formpolster und Pikierungen eingesetzt werden.<P> &bull; Synthetische Füllstoffe (Schaumstoffe)<BR> In der modernen Polstertechnik sind im letzten Jahrzehnt klassische Materialien, wie Afrik, Rosshaar, Kapok und das sehr teure Latex (Schaumgummi) etc. durch eine Fülle unterschiedlicher Schäume ersetzt worden, die als Block- oder Formschäume angeboten werden und hinsichtlich ihrer Eigenschaften dem Schaumgummi zumindest ebenbürtig sind. Zum Einsatz kommen vorwiegend Polyether-Weichschaumstoffe sowie die durch eine entsprechende chemische Zusammensetzung des Polyethers hergestellten speziellen Polyether-Weichschaumstoffe, die als Kaltschaum bezeichnet werden. Qualitätsmerkmal für alle synthetischen Schaumstoffe sind das Raumgewicht (RG) und die Stauchhärte. Je höher das RG bei gleichbleibendem Volumen ist, desto besser sind die Gebrauchseigenschaften, d.h. hohe Elastizität bei geringer Materialermüdung.<P> Als Füllmaterial für Polsterkissen verwendet man heute vorwiegend aus hochwertigem Polyether-Weichschaumstoff geschnittene Stäbchen oder Polyester-Faserbällchen. Diese daunenartigen Materialien sind äußerst formbeständig und verfügen darüber hinaus über ausgezeichnete Hygiene- und Pflegevorteile. Gute Ergebnisse lassen sich auch durch Mischungen mit Naturfedern und/oder Faservliesen erzielen.<P> Unter toxikologischen Gesichtspunkten sind nach dem heutigen Stand der Erkenntnis PUR-Schaumstoffe physiologisch unbedenklich. In der Bundesrepublik Deutschland hergestellte Schaumstofftypen sind frei von FCKW. Nach dem derzeitigen Abfallgesetz gibt es keine besonderen Anforderungen an die Entsorgung, die sowohl auf Hausmülldeponien als auch in modernen Hausmüll-Verbrennungsanlagen möglich ist.<P> &bull; Industriell gefertigte Füllstoffe<BR> (Gummihaar, Gummikokos, Polstermatten, Watten)<BR> Aus Gummihaar (= Vlies aus gekräuseltem Schweinehaar) und Gummikokos (= Vlies aus gekräuselten Kokosfasern) werden vorwiegend Formteile für Sitz- und Rückenlehnpolsterungen hergestellt. Polstermatten (= auf Jutegewebe aufgenähte tierische und pflanzliche Fasern) und Wattevliese dienen als Abdeckungen auf Federkernpolstern.

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Wohnen / Polsterkunde Materialeinsatz Möbelstoffe

Beschreibung

Das Angebot an Stoff- und Lederkollektionen ist äußerst umfangreich und vielfältig. Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des geeigneten Stoffes ist neben dem individuellen Geschmack die Frage der voraussichtlichen Strapazierbelastung. Grundsätzlich setzt man für straffe Polsterungen strapazierfähigere Stoffe ein als für legere Ausführungen. Unterteilt werden Möbelstoffe in folgende Hauptgruppen mit je spezifischen Eigenschaften: Flachgewebe, Polgewebe, Gewirke, Mikrofaser-Vliesstoffe (man-made leather) und Kunstleder (mit Träger).

Die Bezugstoffe bestimmen durch Struktur und Musterung in erheblichem Maße das optische Erscheinungsbild eines Polstermöbels:

• Uni- und Kleinmusterungen wirken unverbindlich
• Karos wirken sachlich und dezent
• Bei Streifen muss die optische Wirkung berücksichtigt werden (z.B. lassen waagerechte Streifen das Möbel breiter scheinen, durch senkrechte Streifen wirkt es höher)
• Florale Muster sollten aufrechtverlaufend angeordnet sein und können eine heitere Stimmung vermitteln
• Geometrisch aufgebaute, figürliche Muster sollten von oben nach unten verarbeitet sein und wirken belebend

Eine wertvolle Hilfestellung für die richtige Entscheidung geben von namhaften Markenherstellern entwickelte dreidimensionale Computerprogramme, mit denen unter Berücksichtigung der individuellen Raumsituation Modelle, Bezugstoffe und Farben auf dem Bildschirm simuliert werden können.

Viele Hersteller von Polstermöbeln statten ihre Modelle heute mit abnehmbaren, legeren Polsterüberwürfen, sogen. Hussen, aus. Der besondere Vorteil besteht darin, dass sie leicht zu reinigen und austauschbar sind.

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Wohnen / Polsterkunde Materialeinsatz Polsterfedern

Beschreibung

Polsterfedern und Federungssysteme (Unterfederung)

Zum Aufbau einer Polsterfläche stehen, je nach gewünschtem Untergrund, verschiedene Federarten und Federungssysteme zur Auswahl. Je nach Beanspruchung sind sie in der Lage, Zug- und Druckkräfte aufzunehmen. Polsterfedern bestehen aus gehärteten Federstahldrähten in unterschiedlichen Stärken, die zum Schutz vor Korrosion meist durch Lackieren, Verkupfern oder Verzinken geschützt werden. Sie kommen als Sitz- und Lehnfedern zum Einsatz.

Aus einem geordneten System meist feuerverzinkter Einzelfedern, die durch ein Geflecht miteinander verbunden sind und sich einzeln und unabhängig voneinander bewegen können, entstehen Federsysteme (z.B. Bonell-, Zylinder-, Taschen- und GR-Federkerne), die entsprechend der Maße und Formen eines Polstermöbels industriell hergestellt werden. Umgeben wird der Federkern von einem Feinpolster aus Wolle, Baumwolle, Seide oder Schaumstoffmaterial. Der Aufbau ist vielschichtig und unterschiedlich.

Federkörbe sind kleinere Federsysteme, die speziell für Stühle eingesetzt werden. Hierbei werden kleine Kegelfedern auf Bandstahlbänder montiert und durch Klammern miteinander verbunden. Dichte der Federanordnung, Federform und Drahtstärke wirken sich auf die Elastizität der Federung aus. Zu unterscheiden sind:

Flachfedern
• Federbänder
• Wellen- oder Schlangenfedern (NOSAG-Federn)
• Spiral- oder Zugfedern

Sprungfedern
• Taillenfedern
• Kegelfedern
• Zylinderfedern

Federkerne
• Bonellfederkerne
• GR-Federkerne
• Taschenfederkerne
• Zylinderfederkerne

Federkörbe

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Wohnen / Polsterkunde Materialeinsatz Polstergestelle

Beschreibung

Sie sind Baugerüst und Voraussetzung für ein gutes Polstermöbel und bestimmen durch Form, Werkstoff und Aufbau die Gebrauchstüchtigkeit und Qualität. Polstergestelle müssen eine Mindestbelastung bis zu 350 kp (zusätzlich einer Reserve von 50%) für das Körpergewicht von zwei bis drei Personen über Jahre hinaus aushalten. Die Einteilung der Polstergestelle erfolgt nach der Funktion, wobei nach Art und Aufbau des Polstermöbels unterschiedliche Werkstoffe eingesetzt werden: Holz, Metall, Kunststoff sowie Rattan- und Flechtwerk.

Blindholzgestelle
Diese Gestellart wird bei der Vollpolstergarnitur verdeckt. Zum Einsatz kommen unter Berücksichtigung der statischen und dynamischen Anforderungen für die tragenden Teile vorwiegend Buche als Konstruktionsholz oder Holzwerkstoffe. Für nichttragende Teile setzt man Kiefern- oder Fichtenholz ein. Eine Oberflächenvergütung erfolgt nur an modellbedingten sichtbaren Holzteilen, wie z.B. Füßen oder Blenden (Chatosen ).

Sichtholzgestelle
Bei diesem Gestelltyp bleiben wesentliche Holzteile sichtbar. Dafür werden in der Polstermöbelindustrie ausgesuchte Vollhölzer ohne Splinte und Äste eingesetzt, vor allem Buche oder Eiche. Aber auch Edelhölzer, wie Birke, Esche, Kirsche und Nussbaum, kommen zum Einsatz. Die Oberflächen werden aus optischen Gründen und zum Schutz gegen Verschmutzung, Feuchtigkeitseinwirkungen sowie Beschädigungen hoch vergütet.

Metallgestelle
Wie bei den Holzgestellen unterscheidet man hier zwischen Gestellen, die vollkommen überpolstert werden und solchen mit sichtbaren Gestellteilen. Im allgemeinen sind Metallgestelle leichter als Holzgestelle und durch die besondere Konstruktion kann auf den Aufbau einer Federung verzichtet werden. Das Flachpolster wird fest mit dem Gestell montiert, wobei auch ein erhöhtes Flachpolster zur Anwendung kommen kann. Während Metallgestelle früher vorwiegend im Objektmöbelbereich eingesetzt wurden, finden Gestelle aus galvanisch behandeltem Metall oder rostfreiem Edelstahl zunehmend vor allem im Bereich der Designer-Möbel eine breite Akzeptanz.

Kunststoffgestelle
Besonders für große Stückzahlen (Serienmöbel) werden geformte Gestellteile bzw. ganze Gestelle aus Hartschaum (z.B. PUR-Hartschaum) gefertigt.

Rattan- und Flechtwerkgestelle
Diese Gestelle haben im Sitzmöbelbereich an Bedeutung gewonnen. Bei viel weniger Gewicht ist Rattan ebenso haltbar, massiv und belastbar wie Holz. Die zusätzliche Biegefähigkeit macht es zu einem einzigartigen Material. Charakeristische Merkmale von Rattan sind Unebenheiten und Luftrisse. Rattanmöbel sind pflegeleicht (mit feuchtem Tuch abwischen). Wie für die meisten Naturmaterialien ist ein normal feuchtes Raumklima günstig, außerdem sind sie vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.

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Wohnen / Polsterkunde Materialeinsatz Polstergurte

Beschreibung

Gurtbänder dienen als Polsterträger für Sitz- und Rücklehnpolsterung und bestehen aus unterschiedlichen Materialien mit unterschiedlicher Elastizität. Zum Aufbau der Unterpolsterung bei der klassischen Polsterung sowie bei Federkern-, Flach-, und Schaumpolsterung werden unelastische Textilgurte, meist aus Hanf oder Jute, eingesetzt. Die farbigen Längsstreifen (blau, schwarz, weiß und rot) dienen zur Unterscheidung der Qualität und Belastungsfähigkeit (Gewicht je Meter, wobei eine mittlere Qualität 65 g/m wiegt).

Für den Aufbau elastischer Rücken- und Sitzpolsterungen verwendet man zumeist gewebte Gummi- oder Vollgummigurte in Bandbreiten zwischen 30-150 mm und unterschiedlicher Dehnbarkeit (wenig dehnbare für den Sitzbereich, sehr dehnbare Gummigurte für den Rückenbereich.

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Wohnen / Polsterkunde Materialeinsatz Polsterwebstoffe

Beschreibung

Die wichtigsten Polsterwebstoffe, die unter dem Bezugstoff für den Aufbau der einzelnen Polsterschichten bzw. zum Überspannen offener Flächen benötigt werden, sind Drell, Fassonleinen, Federleinen, Schechterleinen etc.

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Wohnen / Polsterkunde Pflegeempfehlungen Leder

Beschreibung

Um Leder weich und geschmeidig zu halten, genügt von Zeit zu Zeit eine pflegliche und schonende Behandlung mit einem speziell für das jeweilige Leder hergestellten Lederpflegemittel. Aggressive Mittel (Fleckentferner, Terpentin, Poliermittel, Schuhcreme etc.) sind in jedem Falle zu vermeiden. Die Beseitigung von angetrocknetem Schmutz kann mit einem Neutralwaschmittel (Lederseife) oder einem Spezialschaumreiniger vorsichtig erfolgen. Dabei ist darauf zu achten, das Leder nicht zu durchfeuchten. Bei hartnäckigen Flecken empfiehlt es sich immer, den Fachmann zu Rate zu ziehen, denn Flecken in Leder und Lederwaren verändern deren chemische Struktur. Vor einer Reinigung sollte man das Farbverhalten des Möbelleders an verdeckter Stelle mit einem weichen, weißen Tuch prüfen: wird das Tuch angefärbt, ist das vorgesehene Reinigungsmittel ungeeignet. Bei trockener Heizungsluft sollte für ausreichende Luftfeuchtigkeit gesorgt werden. Grundsätzlich zu unterscheiden ist die Pflege zwischen den Oberbegriffen Glatt- oder Rauhleder.

Nappaleder naturbelassen
Naturbelassene Leder benötigen grundsätzlich mehr Pflege als pigmentierte Leder. Deshalb sollte man Polstermöbel mit naturbelassenem Nappalederbezug häufig mit einem weichen Tuch abstauben und zweimal jährlich mit Spezialpflegemitteln (Ledermilch) behandeln. Feuchtigkeit schützt Leder davor, auszutrocknen und hart zu werden. Angetrockneten Schmutz mit neutraler Seife in handwarmem Wasser mit einem weichen Tuch vorsichtig ablösen und mit reichlich destilliertem Wasser nachbehandeln, damit keine Seifenrückstände im Leder verbleiben. Anschließend mit einem weichen Wolltuch trockenreiben. Vor Sonne oder direkter Lichteinstrahlung unbedingt schützen.

Pigmentierte Nappaleder
Durch die aufgetragene Farbschicht sind bei diesem Leder die Poren geschlossen, Flüssigkeiten können kaum eindringen und bleiben auf der Oberfläche stehen. Dadurch sind diese Leder unempfindlicher und pflegefreundlicher als naturbelassene Nappaleder.

Rauhleder
Hierzu gehören die Velours- und Nubukleder. Sie können ab und zu mit dem Staubsauger abgesaugt werden. Speckige Stellen sind mit Gummibürste oder Schaumstoffschwamm zu behandeln. Angetrockneten Schmutz mit der Bürste abheben und nachträglich absaugen. Falls erforderlich, mit einer neutralen Waschmittellösung und destilliertem Wasser großflächig, aber nicht zu feucht reinigen. Anschließend ist Velours wieder leicht aufzubürsten (in Strichlage legen).

Generell darf Leder nicht mit Lösungsmitteln (Fleckentferner, Terpentin, Benzin), Schuhcreme oder Bohnerwachs behandelt werden. Glattes Leder sollte mit einem Tuch, Velours- und Nubukleder können mit einer Bürste gepflegt werden.

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Wohnen / Polsterkunde Pflegeempfehlungen Mikrofaser

Beschreibung

Mikrofaser-Vliesstoffe mit Velours- oder Nubukcharakter behalten ihre seidige Oberfläche, sofern bei der Pflege folgende Hinweise beachtet werden: Regelmäßige Pflege mit dem Staubsauger. Flecken werden mit Klebestreifen (Tesafilm) beseitigt. Hierbei wird der Klebestreifen auf den Fleck gedrückt und wieder abgezogen. Danach sollte die Oberfläche aufgebürstet werden (keine Metallbürste verwenden). Die aus Chemiefasern hergestellte Ware ist unempfindlich gegenüber nassgebundenen Verschmutzungen. Eine lokale Fleckbehandlung ist in der Regel ohne Probleme möglich. Es ist jedoch darauf zu achten, dass die mechanische Beanspruchung möglichst gering gehalten wird, um eine Aufrauhung der Oberfläche zu vermeiden. Für die Nassreinigung sind pH-neutrale Waschmittel zu verwenden. Bei Brandflecken sollte man die Warenoberfläche (wie bei Natur-Nubuk) leicht anschmirgeln und abbürsten. Die Behandlung mit Lösungsmitteln wird nicht empfohlen, um Farbschädigungen zu vermeiden. Grundsätzlich sind die Pflegeempfehlungen der Hersteller zu beachten.

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Wohnen / Polsterkunde Pflegeempfehlungen Möbelstoffe

Beschreibung

Möbelstoffe benötigen, wie alle Textilien des täglichen Gebrauchs, eine regelmäßige Pflege, weil auch sie einer ständigen Kontakt- und Staubverschmutzung unterworfen sind. Zu unterscheiden sind vier Reinigungsmethoden: Unterhaltsreinigung, Fleckentfernung, Zwischenreinigung und Grundreinigung. Selbst unter genauester Beachtung der Empfehlungen, der Gebrauchs- und Reinigungsanleitungen empfiehlt es sich im Sinne der Werterhaltung eines Polstermöbels, die Grundreinigung stets durch einen Fachbetrieb durchführen zu lassen.

Möbelstoffe aus Chemiefasern können mit Schaum- oder Nassreinigern behandelt werden. Mit Rücksicht auf die Unterpolsterung sollte mit Feuchtigkeit dosiert umgegangen werden. Abnehmbare Bezüge aus Chemiefasern können bei 30 Grad C von Hand gewaschen werden, ohne ihre Gebrauchstüchtigkeit einzubüßen. Bei Spiegelmoketts sollte ein Nassbehandlung nur dann erfolgen, wenn es ausdrücklich auf dem Pflegeetikett empfohlen wird.

Bei Veloursstoffen können sich mit der Zeit durch Druck, Wärme und Feuchtigkeit Druckstellen bilden, die wie Flecken aussehen. Es handelt sich jedoch um sogenannte Gebrauchslüster, die für Velours charakteristisch sind. Lange Lebensdauer, bleibende Schönheit und eine leichte Pflege zeichnen Möbelstoffe aus Mohair im Pol aus. Sie benötigen kaum mehr Pflege, als dass man sie vom Staub befreit, wobei man sanft mit einer Saugdüse ohne scharfe Kanten oder mit einer Bürste stets in Richtung der Pollage saugt.

Fleckentfernung
Flecken in textilen Bezügen lassen sich am leichtesten unmittelbar nach Entstehen beseitigen. Vor der Fleckenentfernung ist die Farbechtheit und Oberflächenveränderung des Polsterbezuges an verdeckter Stelle durch Reiben mit einem weißen, weichen, sauberen Tuch, das mit dem entsprechenden Reinigungs- bzw. Fleckentfernungsmittel getränkt ist, zu prüfen. Diese Prüfung muss auch bei naturfarbenen Bezügen durchgeführt werden. Erst nach der Trocknung ist zu beurteilen, wie die Fleckentfernung vorgenommen wird. Bei empfindlichen Bezügen aus Baumwolle, Leinen, Seide und Viskose empfiehlt es sich, ein Reinigungsunternehmen hinzuzuziehen.

Feuchte Flecken mit einem saugfähigen Tuch oder Papier zunächst abtupfen. Die Rückstände werden mit verdünntem Teppich- oder Polstershampoo nachbehandelt. Flecken werden vom Rand zur Mitte hin aufgenommen und das Restshampoo anschließend mit einem feuchtem Tuch ausgerieben. Reinigungsmittel nie direkt auf den Bezugstoff bringen.

Polsterreiniger
Im Markt werden Polsterreinigungsmittel als Spray-, Flüssig- und Pulverprodukte angeboten. Sie können, je nach Angebotsform, Tenside, Polymere, FCKW-freie Treibmittel und Zellulose als Trägerstoff enthalten. Die Reiniger werden in das Polster eingearbeitet, sodass sich der Schmutz auf den Trägerstoffen festsetzen kann, nachdem die Tenside den Schmutz vom Polster abgelöst haben. Die Lösungsmittel und Wasser verdunsten, anschließend wird der Schmutz abgesaugt. Empfehlenswert sind spezielle Trockenschaumreinigungsmittel, die den Möbelstoff nur schwach anfeuchten, wodurch Ränder vermieden werden. Im einzelnen werden angeboten:

• Sprays (sie wirken in Form tensidhaltiger Reiniger mit FCKW-freien Treibmitteln oder mit Sprühpumpen ohne Treibgas).

• Pulver (der zellulosehaltige Trägerstoff nimmt den Schmutz auf, während Lösungsmittel und Wasser nach dem Einarbeiten verdunsten).

• Flüssigprodukte (die Reinigungsflüssigkeit wird manuell oder maschinell aufgetragen und sofort mit dem Schmutz bzw. den Rückständen nach dem Trocknen aufgesaugt).

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Wohnen / Polsterkunde Polsterarbeiten

Beschreibung

Flachpolsterung
Diese Polstermethode wird als Sitzpolster bei Stühlen, Bänken, Hockern sowie als Rückenlehnpolsterung bei Stühlen angewendet. Man unterscheidet Flachpolster nach dem Polstergrund, der Verbindung mit dem Gestell und dem Polsteraufbau.

Hochpolsterung
Für Sessel, Sofas und Couches ist dieser Polsteraufbau anzutreffen, der durch eine Federung oder durch Schaumstoff erzielt wird. Aus der Art des Aufbaus ergibt sich ein größeres Volumen des Polstermöbels. Eine Variante innerhalb dieses Fertigungsbereiches ist der Einsatz eines zusätzlichen Sitzkissens, wodurch die durchgehende Hochfederung entfällt. Beim Hochpolstern wird unterschieden zwischen den Fertigungsbereichen Sitz und Sitzboden, Hochpolster auf Rahmen, Armlehne, Rückenlehne.

Restaurierung
Die Wiederaufarbeitung antiker Polstermöbel, die meist in Hochpolsterung und mit hohem Sitzkomfort ausgestattet sind, ist nur handwerklich und aufwendig zu betreiben und setzt nicht nur großes Fachwissen voraus, wichtig ist die Verwendung des für die Zeit typischen Materials und natürlich die Kenntnis der jeweils üblichen Polstertechniken.

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Wohnen / Polsterkunde Rohentwurf

Darstellung

Polsterkunde Rohentwurf

Tegethoff , Susanne, Lage


Rohentwurf eines Polstersessels.

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Wohnen / Polsterkunde Schnittmodell

Darstellung

Polsterkunde Schnittmodell

Frommholz Polstermöbel GmbH, Spenge


Position (1) zeigt das aus Hartholz bestehende Blindholzgestell mit einer hochwertigen Gestellverleimung (2) und zusätzlicher Dübelverbindung. Der Gestellaufbau garantiert eine statische Punktbelastung von ca. 350 kp.

In (3) ist die Rückenfederung mit Elastikgurten (oder Schlangenfedern) zu erkennen.

Zum Schutz der Polsterung wird das Grundpolster (4) mit Vlies und Watte abgedeckt.

Die Armauflagen (5) werden aus mehrschichtigen Schaumstoffen mit hohen Raumgewichten gepolstert.

Die beidseitigen Armlehnenkerne (6) bestehen aus Verbundschaum.

Die Kanten der Lehnen sind in Form eines verstärkten Bourlays mit Façon (7) ausgebildet.

Die Sitzfederung besteht aus einem komfortablen Federkern mit spezieller Drahtverstärkung in den Randzonen (8).

Exakt aufeinander abgestimmte Maße der Sitztiefe, Höhe, des Sitzgefälles und der Rückenneigung gewährleisten den ergonomisch optimalen Sitzkomfort.

Bolzen (9) sorgen für festen und sicheren Sitz der Füße.

Bei Verwendung von Veloursstoffen in W-Bindung sollte die Verarbeitung (10) in Richtung des Flors von oben nach unten sowie von hinten nach vorn erfolgen.

Position (11) zeigt die Backen .

Position (12) läßt die mehrschichtig aus verschiedenen Schaumstärken und Härten bestehende Grundpolsterung erkennen.

Eingebaute Nierenstützen (13) in Verbindung mit dem Sitz bieten den angestrebten anatomisch richtigen Sitzkomfort.

Der Sesselabschluß (14) wird meistens mit Fransen gefertigt (nicht eingezeichnet).

Die aus Schlangenfedern bestehende Unterfederung des Sessels (15) mit Klapperleinen und Wattefilz oder Sisalmatten abgedeckt.

(Quelle: Frommholz Polstermöbel GmbH, Spenge).

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Wohnen / Polsterkunde Sonstiges Beschaffenheitskriterien

Beschreibung

Nach den Güte- und Prüfbestimmungen RAL-RG 430/3 für Polstermöbel sind folgende Beschaffensheitskriterien festgelegt:

Straffe Verpolsterung
Durch vorgespannte Polsterungen straffe, flächige, faltenfreie Bezüge.

Legere/Lockere Verpolsterung
Durch vorspannlose Polsterung legere, nicht faltenfreie Bezüge.

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Wohnen / Polsterkunde Sonstiges Brennverhalten

Beschreibung

In Großbritannien und Irland bestehen einheitliche Vorschriften, die das Brennverhalten von Möbelstoffen und anderen Gebrauchsgegenständen im Objekt- und im privaten Bereich regeln. Danach muss jedes Teil herstellerseitig flammfest ausgerüstet sein. In der Bundesrepublik Deutschland beschränken sich die Vorschriften auf den Objektbereich im Sinne der feuerpolizeilichen Auflagen.

• Flammhemmende Fasern
Polyesterfasern Trevira CS (C = Comfort, S = Sicherheit) gewährleisten wirkungsvollen Schutz gegen Brand. Sie sind dauerhaft flammhemmend, da das Flammschutzmittel bereits in das Molekül fest eingebaut ist. Generell sind Stoffe aus flammhemmenden Polyesterfasern besonders haltbar, pflegeleicht und hautfreundlich. Bei Möbelstoffen werden besonders die gute Scheuerfestigkeit sowie die Lichtechtheit positiv bewertet.

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Wohnen / Polsterkunde Sonstiges Konsumpreislagen

Beschreibung

Dabei handelt es sich um Polstermöbel in solider Fertigung, die auch einem breiteren Abnehmerkreis in marktgerechten Konsumpreislagen angeboten werden. Bezugstoffe sind häufig Möbelvelours, Flachgewebe oder Wirkvelours.

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Wohnen / Polsterkunde Sonstiges Materialprüfung

Beschreibung

Bedingt durch das Produkthaftungsrecht (Gefährdungshaftung) und die Übernahme der ISO- und EN-Normen durch die Bundesrepublik sind auch die Normen für Möbel neu erschienen bzw. überarbeitet worden. Prüfinstitute beschäftigen sich u.a mit dem Prüfen von Möbeln, Oberflächen und Holzwerkstoffen nach Norm. So werden u.a. geprüft:

• Stühle für den Wohnbereich nach DIN 68 878, T1
• Klappbetten nach DIN 68 873
• Etagenbetten nach DIN EN 747
• Kinderbetten nach DIN 66 078
• Polstermöbel (dynamische Belastbarkeit) etc.

Auskunft u.a. über

Deutsche Gütegemeinschaft Möbel e.V., 90431 Nürnberg.
• Nordwestdeutsches Institut für Möbel- und Materialprüfung, 32760 Detmold.

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Wohnen / Polsterkunde Sonstiges Platzbedarf

Darstellung

Polsterkunde Sonstiges Platzbedarf

Tegethoff , Susanne, Lage


Platzbedarf für normalgroßen, voluminösen Sessel:

• Abmessung:
• Breite:0,7-0,9 cm
• Tiefe: 0,7-095 cm
• Sitzhöhe: 0,3-045 cm
• Sitztbreite: 0,5-0,85 cm
• Stellfläche: 0,50-1,0 qm, zuzüglich Bewegungsraum vor dem Sessel.
• Gesamtfläche: 1,2-1,45 qm.

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Wohnen / Polsterkunde Sonstiges Platzbedarf

Beschreibung

Platzbedarf bzw. Maßspannen für normalgroße, voluminöse Polstermöbel, wobei neben der Stellfläche der Bewegungsspielraum vor dem Sitzmöbel wichtig ist:

• Einsitzer:
Stellfläche: 0,50-1,0 qm, zuzüglich Bewegungsraum vor dem Sessel.
Gesamtfläche: zwischen 0,85-1,4 qm.

• Zweisitzer:
Stellfläche: 0,85-1,75 qm, zuzüglich Bewegungsraum.
Gesamtfläche: zwischen 1,5-2,6 qm.

•Dreisitzer:
Stellfläche: 1,2-2,5 qm, zuzüglich Bewegungsraum.
Gesamtfläche: bis zu 4 qm.

Bei Polstermöbeln stehen Sitzhöhe und Sitztiefe in einem bestimmten Maßverhältnis zueinander. Ein höherer Sitz ist selten so tief wie ein flacher - und dennoch bequem. Polstermöbel mit höherem Sitz sparen effektiv Platz.

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Wohnen / Polsterkunde Sonstiges Qualitätsanforderungen

Beschreibung

Mit dem goldenen M Gütezeichen RAL Deutsche Möbel werden jene Hersteller ausgezeichnet, die sich zur Einhaltung der strengen Richtlinien der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel e.V. (DGM) verpflichtet haben und damit für gleichbleibende Qualität garantieren. Die Bedingungen basieren auf den DIN- und RAL-Bestimmungen. Qualität der Materialien, deren Verarbeitung, Konstruktion und Gebrauchstauglichkeit sind in den Gütebedingungen für Polstermöbel nach RAL-RG 430/3 festgelegt und entsprechen den speziellen Forderungen für gebrauchsübliche Beanspruchung und Behandlung. Gütezeichen

Geprüft werden alle tragenden Teile, Beschläge, Gestell, Unterpolsterung, Federung, Armlehnen etc. Darüber hinaus werden in das Gütezertifikat die Prüfungen für Bezugstoff und Leder mit einbezogen. Diese Prüfungen erfolgen an staatlich anerkannten Prüfinstituten und berücksichtigen für die zu prüfenden Textilien das Textilkennzeichnungsgesetz.

Mit diesem Label ausgezeichnete Möbel müssen zahlreichen Anforderungen entsprechen. Zu den zu prüfenden Werten gehören u.a.:

• Azo-Farbstoffe
• Biozide
• Emissionen von Restlösemitteln (flüchtige Verbindungen)
• Formaldehyd-Emissionen
• Geruchs-Emissionen
• Schwermetalle

Materialprüfung
Bedingt durch das Produkthaftungsrecht (Gefährdungshaftung) und die Übernahme der ISO- und EN-Normen durch die Bundesrepublik sind auch die Normen für Möbel neu erschienen bzw. überarbeitet worden. Prüfinstitute beschäftigen sich u.a mit dem Prüfen von Möbeln, Oberflächen und Holzwerkstoffen nach Norm. So werden u.a. geprüft:

• Stühle für den Wohnbereich nach DIN 68 878, T1
• Klappbetten nach DIN 68 873
• Etagenbetten nach DIN EN 747
• Kinderbetten nach DIN 66 078
• Polstermöbel (dynamische Belastbarkeit) etc.

(Auskunft über Norwestdeutsches Institut für Möbel- und Materialprüfung, Detmold)

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Wohnen / Polsterkunde Sonstiges Sitzkomfort

Beschreibung

Ein optimaler Sitzkomfort (Sitzbequemlichkeit) wird erreicht, wenn sich Muskeln und Sehnen zur Vermeidung von Haltungsschäden entspannen können, d.h. die Wirbelsäule muss beim Sitzen entlastet sein. Die Sitztiefe und in Abhängigkeit davon die Sitzhöhe sowie der Grad der Rückenneigung sind neben dem Sitzprofil, das sich an der Anatomie des Menschen orientiert, ebenso wichtig wie die Wahl eines nicht zu weichen, jedoch auch nicht zu harten Polsters.

Ein gutes Sitzmöbel wird daher so konstruiert, dass Sitzbreite, Sitzgefälle, Sitzhöhe, Sitztiefe, Sitzwinkel, Rückenneigung und Nierenstütze dem Körperbau des Menschen weitgehend angepasst sind. Alle diese Faktoren unterstützen das anatomische und körpergerechte Sitzprofil. Da die Sitzprofile jedoch voneinander abweichen und nicht standardisiert werden können, empfiehlt sich eine intensive Sitzprobe vor dem Kauf.

• Sitzbreite
Unter Berücksichtigung notwendiger Haltungsänderungen während des Sitzens sollte diese zwischen 52 und 57 cm betragen.

• Sitzgefälle
Bezeichnung für den Grad der Schräglage eines Sitzes, gerechnet von der Sitzvorderkante bis zur Sitztiefe hinten, unter Berücksichtigung der bereits vorhandenen Differenz des Gestells. Siehe Sitzwinkel.

• Sitzhöhe
Bei klassischen Polstermöbeln beträgt die Sitzhöhe zwischen 43-45 cm; sie steht allerdings in Abhängigkeit zur Sitztiefe eines Polstermöbels.

• Sitztiefe
Die Sitztiefe steht in Abhängigkeit zur Sitzhöhe; sie beträgt bei klassischen Polstermöbeln 52-55 cm.

• Sitzwinkel
Das Winkelmaß zwischen Sitzfläche und Rückenlehne eines Sessels sollte zwischen 108 Grad bis 115 Grad betragen.

• Sitzprobe
Eine längere Sitzprobe sollte vor jedem Kauf eines Sitzmöbels gemacht werden, weil sich erst nach einer gewissen Zeit herausstellt, ob der Sitzkomfort den individuellen Bedürfnissen und Wünschen des Käufers entspricht. Checkliste.

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Wohnen / Polsterkunde Sonstiges Sitzkomfort

Darstellung

Polsterkunde Sonstiges Sitzkomfort

Tegethoff , Susanne, Lage


Bestimmend für den Sitzkomfort sind:

Rückenneigung,
Sitztiefe,
Sitzhöhe,
Sitzwinkel und
Nierenstützen.

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Wohnen / Polsterkunde Sonstiges TKG

Beschreibung

Das Textilkennzeichnungsgesetz ist auch für die Polstermöbelindustrie verbindlich. Die eingesetzten Stoffe müssen Angaben über den Fasereinsatz und das Mischungsverhältnis in % enthalten und im Gütezertifikat ausgewiesen sein.

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Wohnen / Polsterkunde Sonstiges Verbände

Beschreibung

• Hauptverband der Deutschen Möbelindustrie e.V., 53604 Bad Honnef.
• Verband der Deutschen Polstermöbel-Industrie e.V., 32051 Herford.

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Wohnen / Polsterkunde Warenangebot Objektbereich

Beschreibung

Durch den enormen Aufschwung des Objektbereiches in den achtziger Jahren konzentrierten sich große Hersteller unter Berücksichtigung der ergonomischen Erkenntnisse und hoher technologischer Anforderungen, die in entsprechenden DIN-Normen festgelegt sind, auf die Entwicklung guter Designlösungen für Büros, Theaterbestuhlung, Eisenbahn-Polsterung, PKW-Polsterung, Flugzeug-Kabinenausstattung (Sitze) u.a. Bei offiziellen Ausschreibungen sind zusätzlich hohe Qualitätsansprüche an die Polsterwaren gestellt: In der Regel müssen entsprechende Warenprüfbefunde das Angebot hinsichtlich der Scheuerwerte, des Brennverhaltens, des Verhaltens gegenüber elektrostatischer Aufladung etc. ergänzen.

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Wohnen / Polsterkunde Warenangebot Privater Bereich

Beschreibung

Neben den klassischen und dem jeweiligen Modetrend folgenden Polstermöbeln und der Vielfalt an Funktionspolstermöbeln gibt es große stilistische Gegensätze; von traditionellen Stilmöbeln, wie z.B. Barock, Louis-seize (frz. Kunststil z.Zt. Ludwigs XVI., ausklingendes 18. Jh.), Altenglisch (Chippendale, Adam, Hepplewhite), Biedermeier, Art Déco und Jugendstil bis hin zu skurrilen Skulpturen der Postmoderne (z.B. De Lucchi, Hollein, Portoghesi etc.).

Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Reeditionen (Wiederauflagen) von Klassikern, besonders aus der Bauhaus-Zeit und Entwurfsüberarbeitungen namhafter Designer (z.B. Charles Eames, Le Corbusier, Ch. R. Mackintosh).

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Wohnen / Polsterkunde Werkzeichnung

Darstellung

Polsterkunde Werkzeichnung

Frommholz Polstermöbel GmbH, Spenge


Werkzeichnung.

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www.handgefertigte-teppiche.de www.bare-exhibition.de?l=de