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Wohnen / Spinnereikunde Einführung

Beschreibung

Verfahren zur Bildung eines fortlaufenden Faser- oder Filamentgarnes aus Naturfasern oder Chemiefasern durch unterschiedliche Methoden. Unterschieden wird zwischen der Herstellung durch mechanische Spinnverfahren, der sogen. Sekundärspinnerei und der Herstellung auf chemisch-physikalischem Wege, der sogen. Primärspinnerei.

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Wohnen / Spinnereikunde Faserlängen

Tabelle

Spinnereikunde Faserlängen

SN-Verlag, Hamburg


Spinnfasern und deren Spinnverfahren unter Berücksichtigung der Faserlänge.

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Wohnen / Spinnereikunde Primärspinnverfahren

Beschreibung

Primärspinnerei
Chemiefasern werden nach folgenden drei grundsätzlich unterschiedlichen Verfahren zu Filamenten ausgesponnen:

• Schmelzspinnen
Verfahren für Synthesefasern, deren Ausgangsstoffe bei hohen Temperaturen unter Luftausschluss geschmolzen werden (vorwiegend Polyamide, Polyester und Polypropylen). Die so gewonnene Spinnmasse wird durch Spinndüsen gepresst und zu Filamenten verformt, die sich nach Austritt aus der Düse durch Abkühlung an der Luft verfestigen. Die wesentlichen textilen Eigenschaften erhält der Faden durch das anschließende Verstrecken des Filaments.
Polyamidfaser, Polyamidfaser, Polypropylenfaser

• Nassspinnen
Bei diesem Verfahren wird der in Spinnlösung überführte Rohstoff durch Düsen in ein Fällbad gepresst, in dem sich die Filamente verfestigen. Nach dem Verstrecken wird das Spinngut nass aufgespult. Nass gesponnen werden Viskose- und Triacetat-Fasern, bestimmte Acrylfasern einschließlich Modacryl. Durch die Entwicklung spezieller Fasertypen mit hoher Temperaturbeständigkeit und Schwerentflammbarkeit gewinnt dieses Verfahren zunehmend an Bedeutung.

• Trockenspinnen
Bei diesem Verfahren wird die Spinnlösung über eine Spinndüse in einen beheizten Spinnschacht gedrückt. Das Verfestigen der Filamente geschieht durch Verdampfen des Lösungsmittels. Angewandt bei Acetat und verschiedenen Acrylfasern (Polyacrylfaser).

Spinnverfahren
Die Verfahren zur Herstellung eines Garnes richten sich zunächst nach der Faserart. Voraussetzung für die Spinnbarkeit der Fasern ist deren Faserlänge. Überblick gibt die nebenstehende Tabelle (Spinnereikunde Faserlängen).

• Bourettespinnerei,
• Feinspinnerei,
• Flachsspinnerei,
• Grobgarnspinnerei,
• Hanfspinnerei,
• Jutespinnerei,
• Kammgarnspinnerei,
• Schappespinnerei,
• Streichgarnspinnerei,
• Zweizylinder- oder
• Vigognespinnerei.

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Wohnen / Spinnereikunde Verfahren

Beschreibung

Mechanisches Spinnverfahren
Das mechan. Spinnverfahren beruht darauf, dass die im Faserrohstoff ungeordnet vorliegenden Textilfasern parallelisiert und gestreckt, dann miteinander verdrillt und verfestigt werden. Die Auswahl der geeigneten Spinnverfahren für das Verspinnen von Fasergarnen richtet sich nach:

• Faserart
Natur- oder Chemiefasern bzw. deren Mischungen, für den Chemiefaseranteil kann auf das bei Baumwolle notwendige Putzen und das Waschen bei Wolle verzichtet werden .

• Faserstruktur
Faserlänge Stapel, Faserfeinheit, Bogigkeit Kräuselung etc.

• Späterer Verwendung
Webgarn für Dekostoffe, Gardinen, Inlettstoffe; Polgarn für Teppiche oder Samte etc.

Der Spinnvorgang umfasst vielfältige Vorarbeiten, wie Reinigung des Rohstoffes, Ordnen der Fasern, Verstrecken zum Vorgarn und das eigentliche Verspinnen durch Endverzug, Drallgebung und Aufwindung auf geeignete Garnträger (Spulen oder Copse).

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