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Wohnen / Tenside

Darstellung

Tenside

Gesamtverband Textilveredlung, Eschborn/Taunus


Schematische Darstellung der Abtrennung von Pigmentschmutz.

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Wohnen / Tenside

Beschreibung

Die Bezeichnung Tenside ist von dem Begriff Tension = Spannung abgeleitet. Die Grenzfläche ist stets die Phase zwischen mindestens zwei nicht miteinander mischbaren Substanzen. Bei Tensiden handelt sich um organische Verbindungen mit grenzflächenaktiver Reaktion. Charakteristisch für Tensidmoleküle ist der Aufbau aus einem fettlöslichen (lipophilen) sowie einem wasserlöslichen (hydrophilen) Teil, d.h. Tenside bauen die Oberflächenspannung des Wassers ab. Sie sind ein wichtiges Hilfsmittel der Textilveredlung und in nahezu allen Wasch-, Reinigungs- und Spülmitteln sowie in Weichmachern enthalten.
Zu unterscheiden sind:

Anionische Tenside: Diese Gruppe zählt zum Hauptbestandteil der waschaktiven Substanzen, sie sind hydrophil d.h. waschfreundlich, anionisch/negativ geladen, weniger härteempfindlich als Seife und überschreiten die vom Gesetzgeber (OECD-Testmethode) vorgeschriebene biologische Mindestabbaubarkeit. Weitergehende Testmethoden (Metabolite-Test) belegen bei einigen Tensiden die vollständige biologische Abbaubarkeit. Das bekannteste fettlösende Tensid dieser Gruppe ist die Seife.

NichtionischeTenside: Diese Tenside werden verstärkt für die für Chemiefasern empfohlenen Waschmittel eingesetzt. Sie erzielen bei geringer Schaumbildung auch bei niedrigen Waschtemperaturen gute Reinigungserfolge und verhindern die Waschvergrauung. Sie sind gut abbaubar.

Kationische Tenside: Wasserfeindliches, hydrophobes, aber fettfreundliches Tensid, das wie ein Film auf die Faser aufzieht, wobei die rauhe Faseroberfläche glatter wird; die Fasern arbeiten aneinander vorbei, die Ware erhält ihren weichen Griff. Diese neuerdings als Hauptkomponenten in Weichspülern enthaltenen sog. Esterquats sind biologisch leicht abbaubar. In Spül- und Reinigungsmitteln werden sie nicht eingesetzt.

Alkylpolyglucoside: Diese vollständig biologisch abbaubaren nichtionischen T. wirken leistungsverstärkend. Mit ihrem Einsatz lassen sich Spül- und Reinigungsmittel mit einem wesentlich geringeren Tensidgehalt herstellen.

Tenside werden aus biologischen Grundstoffen, wie Ölen, Fetten oder auf Basis der Petrochemie hergestellt. Zur Optimierung der Reinigungswirkung von T. werden eine Reihe von Hilfschemikalien eingesetzt. Die Wirkungsweise der Netzmittel (Tenside) läßt sich beim Waschvorgang in fünf Phasen darstellen und zeigt, wie sich das Netzmittel zwischen die Fettschicht von Fetten und Ölen schiebt. Beide Fette lösen sich von der Faser und können nach chemischer Umwandlung weggeschwemmt werden. Dieser Vorgang geschieht analog bei Pigmentschmutz.

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Wohnen / Waschmittelkunde Tenside

Darstellung

Waschmittelkunde Tenside

Gesamtverband Textilveredlung, Eschborn/Taunus


Darstellung der Abtrennung von Pigmentschmutz durch Einwirkung von Tensiden in fünf Phasen.

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