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Wohnen / Viskose

Beschreibung

Chemiefaser: Lt. TKG Bez. für die nach dem Viskoseverfahren hergestellte Zellulosefaser.

Aus natürlichen Polymeren (Zellulose) im Nassspinnverfahren gewonnene Chemiefasern der ersten Generation. Sie werden seit Ende des 19. Jhs. industriell hergestellt und waren die ersten und lange Zeit auch die einzigen Chemiefasern. Ihre Herstellung erfolgt durch Umwandlung der Zellulose (Regeneration) in eine spinnfähige Flüssigkeit nach verschiedenen Verfahren, jedoch stets unter Verwendung von Zellulose in Form hochwertiger, gebleichter Zellstoffe. Zu nennen sind das Acetat-, das Kupferoxid-Ammoniak- sowie das Viskoseverfahren, wobei letzteres die größte Bedeutung besitzt. Man unterscheidet Filament und Spinnfasern (Stapelfasern). Je nach Art der Spinnlösung, der Ausspinnung, der Nachbehandlung sowie verschiedenartigen Modifizierungen in Anpassung an den späteren Einsatz der Fasern befinden sich zahllose Produkte und neue Generationen mit je spezifischen Fasereigenschaften im Markt.

• Acetat,
• Lyocell,
• Lenzing ProViscose,
• Polynosic,
• Triacetat etc.

Viskosefasern sind vielfältig einsetzbar. Sie sind weich, seidig glänzend, sehr saugfähig bei geringerer Nassfestigkeit als Baumwolle, daher sind Artikel aus Viskosefasern unter Berücksichtigung der Pflegekennzeichnung vorsichtig zu waschen. Auch die empfohlene Bügeltemperatur darf nicht überschritten werden. Viscose ist gut anfärbbar, stark säureempfindlich und leicht entflammbar.

Ausspinnung: Nassspinnverfahren.
Hersteller: Acordis Akzo Nobel AG, Wuppertal (Enka® Viskose als Filament) sowie Acordis Kelheim GmbH, Kelheim (Danufil® als Spinnfaser), Lenzing AG, Österreich
Einsatz: Möbel- und Dekosstoffe Steppdeckenbezüge, Matratzendrelle, Bänder, Tischdecken etc.
Eigenschaften: Weicher Griff, sehr gute Feuchtigkeitsaufnahme, geringere Nassfestigkeit als Baumwolle, sehr gute Anfärbbarkeit, stark säureempfindlich und leicht entflammbar.
Pflegecode: 40240.
Kurzzeichen: CV nach DIN 60 001 Teil 4.

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Wohnen / Viskoseverfahren

Beschreibung

Verfahren zur Herstellung von Zellulose-Regeneratfasern. Zellstoff wird mit Natronlauge getränkt. Diese dringt in das Innere des Zellstoffes ein und bewirkt zunächst ein Aufquellen und durch Zusatz von Schwefelkohlenstoff Übergang der gequollenen Zellulose zu Zellulose-Xanthogenat, welches durch verdünnte Natriumlauge in eine zähflüssige, spinnfähige Lösung überführt wird. Diese Spinnmasse wird nach weiteren Verfahren im Nassspinnverfahren zu Viskose-Spinnfäden ausgesponnen. Diese endlosen Fäden besitzen eine gute Färbbarkeit und große Wasseraufnahmefähigkeit bei geringem Quellvermögen.

Im Gegensatz zu den synthetischen Chemiefasern ist Viskose nicht sehr dimensionsstabil und auch nicht waschfest. Die Eigenschaften lassen sich jedoch durch strukturändernde Maßnahmen in weitem Maß variieren. Modal, Viskose, Zellstoff.

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