Beschreibung
Bez. für alle Arten von geknüpften, gewebten, gestickten und getufteten Teppichen, die als Wandschmuck eingesetzt werden. Zu unterscheiden sind jene Teppiche, die von vornherein als hängender Wandschmuck gedacht waren und einer unvergleichlich größeren Anzahl, die ursprünglich als Bodenteppich gefertigt waren, vom Muster und der Größe her jedoch als Wandteppiche verwendet werden. Dazu zählen vorwiegend Bilder-, Portrait- und Szenenteppiche sowie ganz besonders auch Gebetsteppiche, die nicht dazu ausersehen waren, mit Füßen betreten zu werden. Die Musterung war in vertikaler Richtung (Gobelins) oder horizontal (z.B. Aubusson Teppich) ausgelegt. U.a. sind folgende Wandteppich-Stile sind zu nennen:
• Chancellerie,
• Streublümchenteppich,
• Suite,
• Tenture,
• Verdürenteppich,
• Wappenteppich u.a..
Zurück
Beschreibung
Als modernes Gegenstück zu den geschichtsträchtigen Wandteppichen ist der Overlord-Wandteppich zu sehen, der auf 90 Metern Länge die Geschichte der Invasion der Alliierten 1944 in der Normandie zeigt. Das Werk ist in Portsmouth/England ausgestellt. Zwanzig Frauen stickten fünf Jahre lang an diesem Wandteppich.
Zurück
Beschreibung
Nach einem Karton von Raffael (ital. Maler und Baumeister, 1483-1520) gefertigte fünf Wandteppiche in Gobelintechnik, die sich in der Galerie des Dresdener Zwingers befinden. Zwei dieser stark religiös dargestellten Bildteppiche zeigen Das Opfer der Lystra und Der wunderbare Fischzug. Sie sind nach kürzlich erfolgter vollständiger Restaurierung wieder zugänglich.
Zurück
Beschreibung
Gestickter Wandteppich, der in achtundfünfzig Szenen die Schlacht bei Hastings und die Eroberung Englands durch die Normannen darstellt. Er erzählt vom Sieg Wilhelm des Eroberers im Jahr 1066 n. Chr. Der Teppich besteht aus mehreren zusammengenähten Leinenbahnen, ist 0,50 Meter hoch und 70,34 Meter lang. Die Stickereien wurden mit Wollfäden in acht verschiedenen Farbtönen ausgeführt, vermutlich von Nonnen. Gezeigt wurde der Bildteppich zum erstenmal am 14. Juli 1077 in der neu erbauten Kathedrale zu Bayeux. Heute hängt das Kunstwerk im Centre Guillaume Le Conquérant, Bayeux.. Wollstickerei.
Zurück
Beschreibung
Die sächsischen Herrscher des 10. Jhs. statteten ihre Pfalz und ihr Familienstift in Quedlinburg u.a. mit kostbaren Reliquien und Handschriften aus. Von der Stifterin und Äbtissin Agnes II. von Meißen erhielt man um das Jahr 1200 den berühmten Quedlinburger Knüpfteppich, von dem fünf Teile erhalten sind. Der Bildteppich gehört zu den bedeutendsten Kunstwerken des Mittelalters und ist das älteste erhaltene textile Kunstwerk in Europa. Der prachtvolle Teppich hatte das Maß 7,4 x 5,9 m und zeigt die Hochzeit des Merkur mit der Philologie.
Anm.:
Nach langer Abwesenheit ist der Domschatz wieder an seinem angestammten Platz im Quedlinburger Dom zu sehen.
Zurück
