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Wohnen / Baumwolle Einführung

Beschreibung

Mit ca. 46% des Weltfaserverbrauchs ist die B. mit Abstand die wichtigste Faserpflanze der Erde. Geschichtlich gelten die Länder Indien und Peru als Heimat. So wurde am Indus ein Gewebefragment aus der Zeit ca. 3000 v. Chr. gefunden. Noch im 14. Jh. galt in Deutschland (Haus Fugger) die B. als Luxusfaser, weil die Trennung der Faser vom Samen manuell erfolgen mußte. Erst mit den Erfindungen der mechanischen Spinnmaschine (1764), der Webmaschine (1785) sowie der Entkörnungs- bzw. der Egreniermaschine (1792) konnte der weltweite Siegeszug beginnen. Der großflächige Anbau begann in den amerikanischen Südstaaten. Weitere wichtige Anbauländer sind heute u.a. die GUS-Staaten, China, Indien, Mittel- und Südamerika, Afrika (Ägypten, Sudan) und die Türkei. Das Produktionsvolumen betrug 1987 ca. 18 Mio. Tonnen.

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Wohnen / Baumwolle Internationales Baumwollzeichen

Darstellung Beschreibung

Baumwolle Internationales Baumwollzeichen

Bremer Baumwollbörse


Internationales Baumwollzeichen

Das "Internationale Baumwollzeichen" ist das Markenzeichen für Produkte aus reiner Baumwolle. Das Logo stellt eine weiße Baumwollknospe in digitalisierter Form dar.

Seit November 2005 ist die Bremer Baumwollbörse Inhaberin der Markenrechte innerhalb der Europäischen Union und vergibt die Lizenz für das "Internationale Baumwollzeichen" an Firmen, die Produkte aus 100% Baumwolle führen (ohne Berücksichtigung von Futterstoffen, Einlagen und Zubehör), wobei Toleranzen von fünf Prozent für Dekorations- und Effektzwecke und drei Prozent für Fremdfasern zulässig sind.

Das Baumwollzeichen ist europaweit geschützt bei der Kennzeichnung von u.a. rohen Gespinstfasern, Isoliermaterial, Garnen und Fäden für textile Zwecke, Webstoffen und Textilwaren, Bett- und Tischdecken, Bekleidungsstücken und Teppichen (Nizza-Klassifikation: 17, 18, 22-25, 27, 36, 39) und findet gegenwärtig Verwendung auf Etiketten, in Anzeigen und Katalogen sowie Internetshops.

Eine Liste der europäischen Lizenznehmer sowie Informationen zur Lizenzvergabe finden Sie auf der Internetseite der Bremer Baumwollbörse: www.baumwollboerse.de .

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Wohnen / Baumwolle Kennzeichnung

Beschreibung

Die Definition für Baumwolle ist lt. TKG Fasern aus den Samen der Baumwolle (Gossypium). Kurzzeichen CO nach DIN 60 001 Teil 4.

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Wohnen / Baumwolle Pflegeempfehlungen

Beschreibung

Baumwollartikel besitzen folgende Pflegeeigenschaften:

yyah weiß (kochfest)
yyag bunt
yybb chlorbar (in der BRD nicht üblich)
yycd bügelfähig bis 200 Grad Celsius (mit einem feuchten Bügeltuch)
yyde nicht lösungsmittelempfindlich
yyec zum Trocknen im Tumbler geeignet

Diese Hinweise gelten für alle aus 100% Baumwolle gefertigten Artikel. Bei Mischgeweben gelten die vorher im Labor geprüften und auf dem Etikett angegebenen geänderten Symbole.

Siehe Tabelle Pflegesymbole für Textilien.

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Wohnen / Baumwolle Technologie Anbau und Gewinnung

Beschreibung

Laut TKG wird Baumwolle bezeichnet als Fasern aus den Samen der Baumwollpflanze (Gossypium). Sie ist ein meist strauchartiges Malvengewächs, das je nach Klima eine Höhe bis zu 2,50 Meter erreicht, in den Tropen und Subtropen baumförmig bis zu einer Höhe von 6 Metern. Zum Gedeihen benötigt sie viel Wärme und Feuchtigkeit, ihr Wachstum beträgt ca. 5 Monate. Die Blüte ist weiß, gelblich bis rosa. Aus dem im Blütenkelch sitzenden Fruchtknoten bildet sich die eiförmige Samenkapsel von der Größe einer Walnuß, vereinzelt auch größer. Bei der Reife springt die Kapsel auf und die Samenhaare, die an ca. 30 Samenkörnern hängen, quellen als Bündel heraus. An einem Samenkorn sitzen bis zu 7000 Samenhaare von 10-55 mm Länge. Die Baumwolle wird von Hand oder maschinell gepflückt und zum Nachreifen gelagert. Die Entkörnung erfolgt maschinell. Unverspinnbare Kurzfasern, sogenannte Linters, die aus fast reiner Zellulose (98,5 bis 99%) bestehen, sind u.a. ein wertvoller, leicht aufzuschließender Rohstoff zur Herstellung von zellulosischen Chemiefasern.

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Wohnen / Baumwolle Technologie Baumwollpflanze

Darstellung

Baumwolle Technologie Baumwollpflanze

Ernst Heyer Verlag, Essen


Die Baumwollpflanze. Zu sehen sind:

a) Blüte der Baumwollpflanze,
b) geschlossene Fruchtkapsel,
c) halbgeöffnete Fruchtkapsel,
d) herausquellende Samenfasern



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Wohnen / Baumwolle Technologie Faseraufbau

Beschreibung

Chemisch besteht Baumwolle zu 90% aus Zellulose, 6-8% Wasser, den Rest bilden Hemizellulosen, Pektine, Eiweiß und Wachs. Die Fasern sind einzellige, bandartig flache Gebilde mit meist kräftiger Zellwand und unregelmäßigen Windungen. Der Querschnitt ist länglich-oval bzw. nieren- oder bohnenförmig mit wulstartig erhöhten Rändern. Im Inneren der Faser befindet sich ein als Lumen bezeichneter Hohlraum.

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Wohnen / Baumwolle Technologie Fasereigenschaften

Beschreibung

Feuchtigkeitsaufnahme bis zu 32% des Eigengewichts, ohne sich naß anzufühlen.
Reißfestigkeit sehr gut, noch besser im feuchten Zustand,
Scheuerwiderstand gut, Verbesserung der Haltbarkeit.
Wärmerückhaltevermögen gering, da Wärme gut abgeleitet wird. Eine Verbesserung wird durch voluminöse Artikel erzielt, z. B. durch Rauh- bzw. Maschenware etc.
Geringer Glanz, er kann durch Mercerisation erhöht werden.
Knitteranfälligkeit kann durch Einlagerung von Kunstharzen vermindert werden. Derart ausgerüstete Gewebe sind zwar pflegeleicht, doch sind geänderte Pflegesymbole zu beachten, die das Kochen und Schleudern nicht mehr empfehlen.


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Wohnen / Baumwolle Technologie Faserlänge Stapellänge

Tabelle

Baumwolle Technologie Faserlänge Stapellänge

SN-Verlag, Hamburg


Die Faserlänge wird in vier Klassen unterschieden; sie hat wesentlichen Einfluß auf Spinnverfahren und Festigkeit der Garne.

Die Tabelle bezeichnet die Faserlänge verschiedener Baumwollsorten.

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Wohnen / Baumwolle Technologie Fasermerkmale

Beschreibung

Die Baumwollqualität wird von folgenden Merkmalen bestimmt:

xx1Faserlänge (zu berücksichtigen beim Spinnverfahren)
xx1Faserfeinheit (sie liegt zwischen 1,2-4,5 dtex bzw. zwischen 12 - 45 ).
xx1Gleichmäßigkeit (spez. für die Reinheit der Faser wichtig).
xx1Festigkeit (variiert zwischen den Baumwollsorten).
xx1Farbe (Bez. für weiße Baumwolle: Sea Island, für cremefarbene Baumwolle: Mako).
xx1Glanz (Im allgemeinen matt. Wertvolle Baumwollsorten haben einen seidigen Glanz).

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Wohnen / Baumwolle Technologie Samenfasern

Darstellung

Baumwolle Technologie Samenfasern

SN-Verlag, Hamburg


Deutlich sind die herausquellenden Samenfasern zu erkennen.

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Wohnen / Baumwolle Verarbeitung Faserauflösung

Darstellung

Baumwolle Verarbeitung Faserauflösung

SN-Verlag, Hamburg


In der Spinnerei findet die Faserauflösung in fünf Arbeitsstufen statt:

1 = Fasergut (Flocke)
2 = Auflösen
3 = Ordnen
4 = Verziehen
5 = Drehen (Garn)

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Wohnen / Baumwolle Verarbeitung Fasermischungen

Beschreibung

Bevorzugte Mischungspartner für Baumwolle sind Polyester (PES)-, Polyamid (PA)-, und Viskose (CV)-Fasern (auch Modal). Durch die Möglichkeit der Fasermischung verbessert man die Gebrauchswerteigenschaften, Strapazierfähigkeit, Pflegeleichtigkeit etc. Gemischt wird aber auch, um Stoffe durch Effektgarne, Mehrkomponentenfärbung etc. im Muster zu verändern. Üblich sind Standard-Mischungsverhältnisse 50/50%, 65/35%, 67/33% sowie 70/30%. Fasermischungen erfolgen oftmals auch aus preislichen Gründen.

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Wohnen / Baumwolle Verarbeitung Verspinnung

Beschreibung

Der Standard-Produktionsablauf erfolgt im Dreizylinderspinnverfahren durch:

Öffnen und Auflösen der Flocke. (1)
Reinigen der Faser auf dem Ballenbrecher mit gleichzeitigem Erstellen eines Faserwickels. (2)
Vorlage des Wickels an der Karde, wo die Flocke aufgelöst, geordnet und zu einem Vlies ausgebildet wird. (3)
Das gebildete Faservlies wird sodann der Strecke vorgelegt, wo bei gleichzeitigem Verzug eine Doublierung und Vergleichmäßigung des Vlieses stattfindet. (4)
Bei der Ausspinnung ganz feiner Garne wird noch ein Kämmprozeß zwischengeschaltet, um Kurzfasern auszukämmen.
Vorletzte Passage ist die Vorspinnerei auf dem Flyer.
Schließlich wird das Vorgarn auf der Ringspinnmaschine mit Hilfe des Hochverzugsstreckwerks zum Fertiggarn mit der gewünschten Drehung, Festigkeit und Garnnummer ausgesponnen. (5)

Eine Variante zum klassischen Baumwoll-Spinnverfahren stellt u.a. das OE-Rotorspinnverfahren dar (OE = open end), bei dem der Faden dadurch gebildet wird, daß an das offene Ende des fertigen Fadenstücks weitere Fasern angesponnen werden.

Minderwertige Baumwollarten, Baumwollabgänge aus Spinnereien und Abfälle textiler Flächengebilde (Baumwollumpen) werden in der Zweizylinderspinnerei, der sogen. Baumwollabfallspinnerei, verarbeitet. Anwendung zur Herstellung rauer Streichgarne, weichgedrehter Schußgarne (z.B. Barchentgarne) und Grobgarne.

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Wohnen / Baumwolle Warenangebot Einsatzbereiche

Beschreibung

Die Produktpalette der aus der mit Abstand wichtigsten Textilfaser Baumwolle hergestellten Artikel ist nahezu unbegrenzt. Im Bereich der Haus- und Heimtextilien, der Objekt- und technischen Artikel sowie der Accessoires sind zu nennen:

Haustextilien
Bettwäsche, Frottierwäsche, Hygienewäsche (Krankenhauswäsche) Küchen- und Badetücher, Tischwäsche etc.

Heimtextilien
Abgepaßte Teppiche (Tufting-Badteppiche), Deko-Samte, Dekorations- und Gardinenstoffe, Möbelbezugstoffe sowie Posamenten, Spitzen etc.

Technische Artikel
Nähgarn, Nähseide, Markisenstoffe, Planen etc.

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Wohnen / Bettwäsche Materialeinsatz Baumwolle

Beschreibung

Klassisches Material für Bettwäsche, sie ist atmungsaktiv, saugfähig, sehr fest und läßt sich bereits bei einer durchschnittlichen Faserlänge von 25-34 mm fein ausspinnen. Für feinere Qualitäten wird das Garn im Dreizylinder-Spinnverfahren ausgesponnen, für voluminöse Bettwäsche (z.B. Biber) kommt das gröbere Zweizylinderverfahren zum Einsatz.

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Wohnen / Decken Plaids Wolle

Beschreibung

Decken aus Wolle sind an ihrem Aussehen zu erkennen. Eingesetzt werden Wolle und Schurwolle. Bedingt durch die Bauschigkeit des Materials sammelt sich in den Hohlräumen zwischen Haaren viel Luft. Hierdurch wird die vom Körper erzeugte Wärme gespeichert. Eine hohe Kräuselung bei Wolle ist sehr dauerhaft und gewährleistet auch bei äußeren Einflüssen von Wärme und Feuchtigkeit absolute Knitterarmut der Decke. Weitere Eigenschaften: strapazierfähig, schwerentflammbar, pflegeleicht. Wolle, Schurwolle.

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Wohnen / Faserstoffe Samenfaser Baumwolle (CO)

Beschreibung

Mit ca. 46% des Weltfaserverbrauchs ist die B. mit Abstand die wichtigste Faserpflanze der Erde. Geschichtlich gelten die Länder Indien und Peru als Heimat. So wurde am Indus ein Gewebefragment aus der Zeit ca. 3000 v. Chr. gefunden. Noch im 14. Jh. galt in Deutschland (Haus Fugger) die Baumwolle als Luxusfaser, weil die Trennung der Faser vom Samen manuell erfolgen musste. Erst mit den Erfindungen der me-chanischen Spinnmaschine (1764), der Webmaschine (1785) sowie der Entkörnungs- bzw. der Egreniermaschine (1792) konnte der weltweite Siegeszug beginnen. Der großflächige Anbau begann in den amerikanischen Südstaaten. Weitere wichtige Anbauländer sind heute u.a. die GUS-Staaten, China, Indien, Mittel- und Südamerika, Afrika (Ägypten, Sudan) und die Türkei. Das Produktionsvolumen betrug 1987 ca. 18 Mio. Tonnen.

Laut TKG wird Baumwolle bezeichnet als Fasern aus den Samen der Baumwollpflanze (Gossypium). Sie ist ein meist strauchartiges Malvengewächs, das je nach Klima eine Höhe bis zu 2,50 Meter erreicht, in den Tropen und Subtropen baumförmig bis zu einer Höhe von 6 Metern. Zum Gedeihen benötigt sie viel Wärme und Feuchtigkeit, ihr Wachstum beträgt ca. 5 Monate. Die Blüte ist weiß, gelblich bis rosa. Aus dem im Blütenkelch sitzenden Fruchtknoten bildet sich die eiförmige Samenkapsel von der Größe einer Walnuss, vereinzelt auch größer. Bei der Reife springt die Kapsel auf und die Samenhaare, die an ca. 30 Samenkörnern hängen, quellen als Bündel heraus. An einem Samenkorn sitzen bis zu 7000 Samenhaare von 10-55 mm Länge. Die Baumwolle wird von Hand oder maschinell gepflückt und zum Nachreifen gelagert. Die Entkörnung erfolgt maschinell. Unverspinnbare Kurzfasern, sogenannte Linters, die aus fast reiner Zellulose (98,5 bis 99%) bestehen, sind u.a. ein wertvoller, leicht aufzuschließender Rohstoff zur Herstellung von zellulosischen Chemiefasern.

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Wohnen / Faserstoffe Samenfaser Baumwolle Einsatzbereiche

Beschreibung

Die Produktpalette der aus der mit Abstand wichtigsten Textilfaser Baumwolle hergestellten Artikel ist nahezu unbegrenzt. Im Bereich der Haus- und Heimtextilien, der Objekt- und technischen Artikel sowie der Accessoires sind zu nennen:

Haustextilien: Bettwäsche, Frottierwäsche, Hygienewäsche (Krankenhauswäsche) Küchen- und Badetücher, Tischwäsche etc.

Heimtextilien: Abgepasste Teppiche (Tufting-Badteppiche), Deko-Samte, Dekorationsstoffe, Gardinen, Möbelbezugsstoffe sowie Posamenten, Spitzen etc.

Technische Artikel: Nähgarn, Nähseide, Markisenstoffe, Planen etc.

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Wohnen / Faserstoffe Samenfaser Baumwolle Faseraufbau

Beschreibung

Chemisch besteht Baumwolle zu 90% aus Zellulose, 6-8% Wasser, den Rest bilden Hemizellulosen, Pektine, Eiweiß und Wachs. Die Fasern sind einzellige, bandartig flache Gebilde mit meist kräftiger Zellwand und unregelmäßigen Windungen. Der Querschnitt ist länglich-oval bzw. nieren- oder bohnenörmig mit wulstartig erhöhten Rändern. Im Inneren der Faser befindet sich ein als Lumen bezeichneter Hohlraum.

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Wohnen / Faserstoffe Samenfaser Baumwolle Fasereigenschaften

Beschreibung

• Feuchtigkeitsaufnahme bis zu 32% des Eigengewichts, ohne sich nass anzufühlen.
• Reißfestigkeit sehr gut, noch besser im feuchten Zustand,
• Scheuerwiderstand gut, Verbesserung der Haltbarkeit.
• Wärmerückhaltevermögen gering, da Wärme gut abgeleitet wird. Eine Verbesserung wird durch voluminöse Artikel erzielt, z. B. durch Rauh- bzw. Maschenware etc.
• Geringer Glanz, er kann durch Mercerisation erhöht werden.
• Knitteranfälligkeit kann durch Einlagerung von Kunstharzen vermindert werden. Derart ausgerüstete Gewebe sind zwar pflegeleicht, doch sind geänderte Pflegesymbole zu beachten, die das Kochen und Schleudern nicht mehr empfehlen.

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Wohnen / Faserstoffe Samenfaser Baumwolle Faserlänge

Beschreibung

Die Faserlänge wird in vier Klassen unterschieden; sie hat wesentlichen Einfluss auf Spinnverfahren und Festigkeit der Garne. Zu unterscheiden sind:

• Kurzstapel (bis 25 mm)
• Mittelstapel ( 25 - 29 mm)
• Langstapel (30-38 mm)
• Extralang (über 38 mm).

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Wohnen / Faserstoffe Samenfaser Baumwolle Fasermerkmale

Beschreibung

Die Baumwollqualität wird von folgenden Merkmalen bestimmt:

• Faserlänge (zu berücksichtigen beim Spinnverfahren)
• Faserfeinheit (sie liegt zwischen 1,2-4,5 dtex bzw. zwischen 12 - 45 )
• Gleichmäßigkeit (spez. für die Reinheit der Faser wichtig)
• Festigkeit (variiert zwischen den Baumwollsorten)
• Farbe (Bez. für weiße Baumwolle: Sea Island, für cremefarbene Baumwolle: Mako)
• Glanz (Im allgemeinen matt. Wertvolle Baumwollsorten haben einen seidigen Glanz)


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Wohnen / Faserstoffe Samenfaser Baumwolle Fasermischungen

Beschreibung

Bevorzugte Mischungspartner für Baumwolle sind Polyester (PES)-, Polyamid (PA)-, und Viskose (CV)-Fasern (auch Modal). Durch die Möglichkeit der Fasermischung verbessert man die Gebrauchswerteigenschaften, Strapazierfähigkeit, Pflegeleichtigkeit etc. Gemischt wird aber auch, um Stoffe durch Effektgarne, Mehrkomponentenfärbung etc. im Muster zu verändern. Üblich sind Standard-Mischungsverhältnisse 50/50%, 65/35%, 67/33% sowie 70/30%. Fasermischungen erfolgen oftmals auch aus preislichen Gründen.

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Wohnen / Faserstoffe Samenfaser Baumwolle Pflegeempfehlungen

Beschreibung

Baumwollartikel haben folgende Pflege- und Reinigungseigenschaften. Die entsprechende Auszeichnung erfolgt durch Pflegesymbole:

yyah weiß (kochfest)
yyaf bunt
yyba chlorbar (in der BRD nicht üblich)
yycd bügelfähig bis 200 Grad C (mit feuchtem Bügeltuch)
yydb nicht lösungsmittelempfindlich
yyea zum Trocknen im Tumbler geeignet

Pflegecode: 81 351

Baumwollzeichen
Das international geschützte Baumwollzeichen kann nur für Textilien verwendet werden, die aus 100% Baumwolle gefertigt sind. Diese Hinweise gelten für alle aus 100% Baumwolle gefertigten Artikel. Bei Mischgeweben gelten die vorher im Labor geprüften und auf dem Etikett angegebenen geänderten Symbole.

Pflegebehandlung (Symbole).

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Wohnen / Faserstoffe Samenfaser Baumwolle Verspinnung

Beschreibung

Der Standard-Produktionsablauf erfolgt im Dreizylinderspinnverfahren durch:

• Öffnen und Auflösen der Flocke.
• Reinigen der Faser auf dem Ballenbrecher mit gleichzeitigem Erstellen eines Faserwickels.
• Vorlage des Wickels an der Karde, wo die Flocke aufgelöst, geordnet und zu einem Vlies ausgebildet wird.
• Das gebildete Faservlies wird sodann der Strecke vorgelegt, wo bei gleichzeitigem Verzug eine Doublierung und Vergleichmäßigung des Vlieses stattfindet.
• Bei der Ausspinnung ganz feiner Garne wird noch ein Kämmprozess zwischengeschaltet, um Kurzfasern auszukämmen.
• Vorletzte Passage ist die Vorspinnerei auf dem Flyer. • Schließlich wird das Vorgarn auf der Ringspinnmaschine mit Hilfe des Hochverzugsstreckwerks zum Fertiggarn mit der gewünschten Drehung, Festigkeit und Garnnummer ausgesponnen.

Eine Variante zum klassischen Baumwoll-Spinnverfahren stellt u.a. das OE-Rotor-spinnverfahren dar (OE = open end), bei dem der Faden dadurch gebildet wird, dass an das offene Ende des fertigen Fadenstücks weitere Fasern angesponnen werden.

Minderwertige Baumwollarten, Baumwollabgänge aus Spinnereien und Abfälle textiler Flächen-gebilde (Baumwolllumpen) werden in der Zweizylinderspinnerei, der sogen. Baumwollabfallspinnerei, verarbeitet. Anwendung zur Herstellung rauer Streichgarne, weichgedrehter Schussgarne (z.B. Barchentgarne) und Grobgarne.

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Wohnen / Faserstoffe Tierische Fasern Schafwolle

Beschreibung

Faserstoffe Tierische Fasern Schafwolle



Wolle ist ein Eiweißprodukt (Proteinfaser), das im Inneren der Faser Fibrillen bildet, welche gebündelt die Spin-delzellen bilden. Sie werden umgeben von sich überlappenden Schuppen, die eine große Bedeutung für die Ver-filzbarkeit der Wolle haben. Maßgebend für die Beurteilung der Qualität ist neben der Gleichmäßigkeit die Fein-heit des Wollhaares. Aus dem Faseraufbau, wie Kräuselung, Länge, Dicke und Glanz, ergeben sich die späteren Gebrauchseigenschaften. Wolle verfügt über eine gute Wärmeisolation, hohe Feuchtigkeitsaufnahme (bis zu 30% des Eigengewichts), ist hautsympathisch, besitzt ausreichende Festigkeit (weniger scheuerfest), gute Dehnungswerte, ausgezeichnete Elastizität, ist formbar und reagiert unterschiedlich auf die Einwirkung von heißem Wasser bzw. Dampf. Bei kurzzeitiger Einwirkung schrumpft Wolle stark und kann bei längerer Ein-wirkung von Wärme, Wasser und Mechanik gestreckt werden. Zur Verhinderung des Einlaufens wird diese Reaktion in der Ausrüstung genutzt. Durch ihren natürlichen Feuchtigkeitsgehalt wird die elektrostatische Aufla-dung der Wolle erschwert. Sie ist schwerentflammbar und verfügt über gute Knittererholungswerte. Durch zu-sätzliche Veredlungsmaßnahmen können der Wolle folgende Zusatzeigenschaften verliehen werden: geringe Filzfähigkeit, geschlossene Warenoberfläche (durch Walken werden die Fasern miteinander verfilzt), wasserab-weisend (u.a. durch Imprägnierung), flammhemmende Ausrüstung durch zusätzliche Behandlung mit Metall-salzen, kann geglättet werden (durch Dekatierung) und ist dauerhaft fixierbar mit Hilfe von Dampf und Druck.

Die Wollfaser besteht aus vielen gewachsenen Zellen (links Vergrößerung der Faser, rechts Faserquerschnitt). Der Faserstamm ist außen von dachziegelartig übereinandergelegten Schuppen bedeckt. Im Inneren befinden sich spindelförmige Zellen. Die einzelnen Schuppenzellen des Faserstammes sind von einem feinen Häutchen, der sogen. Epicuticula umgeben.

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Wohnen / Faserstoffe Wolle (WO)

Beschreibung

Der Nachweis des Vorhandenseins von Wolle kann schon für die Zeit um etwa 5000 v. Chr. erbracht werden. Damals wurden in China Wollfilze verwendet und auch, wie Funde belegen, in Babylonien (Euphrat) und Ägypten hat man Wolle eingesetzt. Die Entwicklung der Schafzucht im 14. Jh. n. Chr. ist auf die Züchtung des spanischen Merinoschafes zurückzuführen, auch in England entwickelte sich zu der Zeit eine bedeutende Schafzucht, die dann im 19. Jh. durch die Ausführung von Zuchttieren nach Australien, Südafrika, Südamerika und Neuseeland im großen Stil einsetzte.

Der allgemeine Sprachgebrauch setzt den Begriff Wolle mit Schafwolle gleich. Nach der textilen Terminologie darf die Bezeichnung Wolle jedoch auch zur Benennung eines Gemischs aus Fasern von der Schafschur und mit oder ohne zusätzliche Bezeichnung Wolle oder Haar für die Haare nachstehender Tiere verwendet werden: Alpaka, Lama, Kamel, Kaschmir, Mohair, Angora (-Kanin), Vikunja, Yak, Guanako, Biber, Fischotter.

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Wohnen / Füllmaterial Naturfasern Baumwolle

Beschreibung

Bw. ermöglicht bei den bekannten Eigenschaften (u.a. hohe Feuchtigkeitsaufnahme) eine leichte Zudecke mit idealem Schlafklima. Besonders für die warme Jahreszeit geeignet.

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Wohnen / Füllmaterial Naturfasern Schurwolle

Beschreibung

Die klimatischen Eigenschaften der Wolle, die bis zu 30% ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen kann, ermöglichen es, die Transpirationsfeuchtigkeit bis zu sieben Mal schneller als vergleichbare andere textile Faserstoffe an die Außenluft abzugeben. Dadurch vermag sie auch andere Substanzen, wie Säuren, Basen etc., zu binden und zu neutralisieren. Die natürliche Kräuselung und ihre Bauschigkeit ermöglichen es der Faser, bei hohem Feinheitsgrad viel Luft zu speichern und gut zu isolieren. Die Körperwärme wird konstant gehalten, das trockenwarme Schlafklima ist bei rheumatischen Beschwerden besonders günstig.

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Wohnen / Füllmaterial Naturfasern Schurwolle

Darstellung

Füllmaterial Naturfasern Schurwolle

The Woolmark Company, Düsseldorf


Bauschiges und federleichtes Füllmaterial ist weich und anschmiegsam; dargestellt am Beispiel gewaschener Schurwolle.

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Wohnen / Gerberwolle

Beschreibung

Die als Nebenprodukt bei der Ledergewinnung in Gerbereien durch Behandlung mit Chemikalien aus der Tierhaut herausgelöste Wolle. Sie ist spröde und brüchig und hat die wertvollen Eigenschaften der Wolle verloren.

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Wohnen / Hereke (Wolle)

Beschreibung

Hereke (Wolle)

SN-Verlag, Hamburg


Richtige Aussprache: Betonung auf der ersten Silbe
Ursprungsland Region: Türkei, Ort und Landkreis Hereke in Westannatolien, unweit Instanbul


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Wohnen / Kurk Wolle

Beschreibung

Auch Kork genannt; gemeint ist die sehr feine, weiche und zarte Wolle, die aus dem Unterhaar junger Tiere ausgekämmt wird. Das Material wird zu entsprechend feinen Knüpfgarnen ausgesponnen und nur für besonders wertvolle Teppiche verwendet. Orientteppiche.

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Wohnen / Möbelstoffkunde Materialeinsatz Naturfasern Baumwolle

Beschreibung

Diese Faser wird wegen ihrer Festigkeit sowohl für dichte, feste Flachgewebe geschätzt wie auch z.B. für Möbelcord oder als Flormaterial bei extrem kurzgeschorenen Möbelsamten mit angenehm weichem Griff. Als Druckfond für Möbelstoffdrucke werden Gewebe aus Baumwolle, rein oder in Mischung mit anderen Fasern, sowie in unterschiedlichen Bindungen, wie z.B. Leinwand- (auch Taft- oder Tuchbindung), Köper- (engl. Serge oder Twill) oder Atlasbindung (Kettatlas, Schussatlas, Satin) bzw. diverse Bindungsableitungen eingesetzt. Verarbeitet werden diese Drucke, die heute verstärkt auch in hochwertigen Dessinierungen angeboten werden, bevorzugt für legere Polstermöbel mit geringer Beanspruchung. Die knitterarme Ausrüstung durch Kunstharzbehandlung wird empfohlen.

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Wohnen / Möbelstoffkunde Materialeinsatz Naturfasern Wolle

Beschreibung

Lt. TKG Bez für Fasern vom Fell des Schafes (Ovis aries) sowie für Mischungen der Schafschur mit Haaren von Alpaka, Angora-Kanin, Kamel, Kaschmir, Lama, Mohair, Vikunja, Yak, Guanako, Biber und Fischotter. Sie dürfen mit Zusatz des Tiernamens als Wolle oder Haar bezeichnet werden. Wolle ist ein Eiweißprodukt (Proteinfaser), das im Inneren der Faser Fibrillen aufweist, welche gebündelt die Spindelzellen bilden. Sie werden umgeben von sich überlappenden Schuppen, die eine große Bedeutung für die Verfilzbarkeit der Wolle haben. Maßgebend für die Beurteilung der Qualität ist neben der Gleichmäßigkeit die Feinheit des Wollhaares. Aus dem Faseraufbau, wie Kräuselung, Länge, Dicke und Glanz, ergeben sich die späteren Gebrauchseigenschaften. Die Wolle verfügt über eine gute Wärmeisolation, hohe Feuchtigkeitsaufnahme (bis zu 30% des Eigengewichts), sie ist hautsympathisch, besitzt ausreichende Festigkeit (weniger scheuerfest), hat gute Dehnungswerte, ausgezeichnete Elastizität, sie ist formbar und reagiert unterschiedlich auf die Einwirkung von heißem Wasser bzw. Dampf. Bei kurzzeitiger Einwirkung schrumpft Wolle stark und kann bei längerer Einwirkung von Wärme, Wasser und Mechanik gestreckt werden. Zur Verhinderung des Einlaufens wird diese Reaktion in der Ausrüstung genutzt. Durch ihren natürlichen Feuchtigkeitsgehalt wird die elektrostatische Aufladung der Wolle erschwert. Wolle hat ein hohes Wiedererholvermögen, wenn sie niedergedrückt wird, richtet sie sich schnell wieder auf. Sie ist schwerentflammbar und hat ein geringes Anschmutzverhalten. Als schlechter Wärmeleiter bewahrt sie Körperwärme und ist wegen ihrer hygroskopischen Eigenschaften klimaregulierend. Wolle ist anfällig für tierische Schädlinge, kann aber durch entsprechende Ausrüstung dagegen geschützt werden. Einsatz bevorzugt als Polmaterial für Möbel-Velours, im Flachgewebebereich besonders für hochwertige Bezugstoffe.

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Wohnen / Naturfasern Samen und Fruchtwandfasern Baumwolle (CO)

Beschreibung

Mit ca. 46% des Weltfaserverbrauchs ist die B. mit Abstand die wichtigste Faserpflanze der Erde. Geschichtlich gelten die Länder Indien und Peru als Heimat. So wurde am Indus ein Gewebefragment aus der Zeit ca. 3000 v. Chr. gefunden. Noch im 14. Jh. galt in Deutschland (Haus Fugger) die B. als Luxusfaser, weil die Trennung der Faser vom Samen manuell erfolgen musste. Erst mit den Erfindungen der mechanischen Spinnmaschine (1764), der Webmaschine (1785) sowie der Entkörnungs- bzw. der Egreniermaschine (1792) konnte der weltweite Siegeszug beginnen. Der großflächige Anbau begann in den amerikanischen Südstaaten. Weitere wichtige Anbauländer sind heute u.a. die GUS-Staaten, China, Indien, Mittel- und Südamerika, Afrika (Ägypten, Sudan) und die Türkei. Das Produktionsvolumen betrug 1987 ca. 18 Mio. Tonnen.

Laut TKG wird Baumwolle bezeichnet als Fasern aus den Samen der Baumwollpflanze (Gossypium). Sie ist ein meist strauchartiges Malvengewächs, das je nach Klima eine Höhe bis zu 2,50 Meter erreicht, in den Tropen und Subtropen baumförmig bis zu einer Höhe von 6 Metern. Zum Gedeihen benötigt sie viel Wärme und Feuchtigkeit, ihr Wachstum beträgt ca. 5 Monate. Die Blüte ist weiß, gelblich bis rosa. Aus dem im Blütenkelch sitzenden Fruchtknoten bildet sich die eiförmige Samenkapsel von der Größe einer Walnuss, vereinzelt auch größer. Bei der Reife springt die Kapsel auf und die Samenhaare, die an ca. 30 Samenkörnern hängen, quellen als Bündel heraus. An einem Samenkorn sitzen bis zu 7000 Samenhaare von 10-55 mm Länge. Die Baumwolle wird von Hand oder maschinell gepflückt und zum Nachreifen gelagert. Die Entkörnung erfolgt maschinell. Unverspinnbare Kurzfasern, sogenannte Linters, die aus fast reiner Zellulose (98,5 bis 99%) bestehen, sind u.a. ein wertvoller, leicht aufzuschließender Rohstoff zur Herstellung von zellulosischen Chemiefasern. Chemisch besteht Baumwolle zu 90% aus Zellulose, 6-8% Wasser, den Rest bilden Hemizellulosen, Pektine, Eiweiß und Wachs. Die Fasern sind einzellige, bandartig flache Gebilde mit meist kräftiger Zellwand und unregelmäßigen Windungen. Der Querschnitt ist länglich-oval bzw. nieren- oder bohnenörmig mit wulstartig erhöhten Rändern. Im Inneren der Faser befindet sich ein als Lumen bezeichneter Hohlraum.

Die Produktpalette der aus der mit Abstand wichtigsten Textilfaser Baumwolle hergestellten Artikel ist nahezu unbegrenzt. Im Bereich der Haus- und Heimtextilien, der Objekt- und technischen Artikel sowie der Accessoires sind zu nennen:

Haustextilien
Bettwäsche, Frottierwäsche, Hygienewäsche (Krankenhauswäsche) Küchen- und Badetücher, Tischwäsche etc.

Heimtextilien
Abgepasste Teppiche (Tufting-Badteppiche), Deko-Samte, Dekorationsstoffe, Gardinen, Möbelbezugsstoffe sowie Posamenten, Spitzen etc.

Technische Artikel
Nähgarn, Nähseide, Markisenstoffe, Planen etc.

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Wohnen / Naturfasern Tierische Fasern Wolle (WO)

Beschreibung

Zur Gruppe der Naturfasern gehören des weiteren die aus dem Haarkleid von Tieren oder von den Kokons der Seidenspinner gewonnenen Fasern gemäß nachfolgender Einordnung:

Der Nachweis des Vorhandenseins von Wolle kann schon für die Zeit um etwa 5000 v. Chr. erbracht werden. Damals wurden in China Wollfilze verwendet und auch, wie Funde belegen, in Babylonien (Euphrat) und Ägypten hat man Wolle eingesetzt. Die Entwicklung der Schafzucht im 14. Jh. n. Chr. ist auf die Züchtung des spanischen Merinoschafes zurückzuführen, auch in England entwickelte sich zu der Zeit eine bedeutende Schafzucht, die dann im 19. Jh. durch die Ausführung von Zuchttieren nach Australien, Südafrika, Südamerika und Neuseeland im großen Stil einsetzte.

Der allgemeine Sprachgebrauch setzt den Begriff Wolle mit Schafwolle gleich. Nach der textilen Terminologie darf die Bezeichnung Wolle jedoch auch zur Benennung eines Gemischs aus Fasern von der Schafschur und mit oder ohne zusätzliche Bezeichnung Wolle oder Haar für die Haare nachstehender Tiere verwendet werden: Alpaka, Lama, Kamel, Kaschmir, Mohair, Angora (-Kanin), Vikunja, Yak, Guanako, Biber, Fischotter.

Schafwolle (WO)
Wolle ist ein Eiweißprodukt (Proteinfaser), das im Inneren der Faser Fibrillen bildet, welche gebündelt die Spindelzellen bilden. Sie werden umgeben von sich überlappenden Schuppen, die eine große Bedeutung für die Verfilzbarkeit der Wolle haben. Maßgebend für die Beurteilung der Qualität ist neben der Gleichmäßigkeit die Feinheit des Wollhaares. Aus dem Faseraufbau, wie Kräuselung, Länge, Dicke und Glanz, ergeben sich die späteren Gebrauchseigenschaften. Wolle verfügt über eine gute Wärmeisolation, hohe Feuchtigkeitsaufnahme (bis zu 30% des Eigengewichts), ist hautsympathisch, besitzt ausreichende Festigkeit (weniger scheuerfest), gute Dehnungswerte, ausgezeichnete Elastizität, ist formbar und reagiert unterschiedlich auf die Einwirkung von heißem Wasser bzw. Dampf. Bei kurzzeitiger Einwirkung schrumpft Wolle stark und kann bei längerer Einwirkung von Wärme, Wasser und Mechanik gestreckt werden. Zur Verhinderung des Einlaufens wird diese Reaktion in der Ausrüstung genutzt. Durch ihren natürlichen Feuchtigkeitsgehalt wird die elektrostatische Aufladung der Wolle erschwert. Sie ist schwerentflammbar und verfügt über gute Knittererholungswerte. Durch zusätzliche Veredlungsmaßnahmen können der Wolle folgende Zusatzeigenschaften verliehen werden: geringe Filzfähigkeit, geschlossene Warenoberfläche (durch Walken werden die Fasern miteinander verfilzt), wasserabweisend (u.a. durch Imprägnierung), flammhemmende Ausrüstung durch zusätzliche Behandlung mit Metallsalzen, kann geglättet werden (durch Dekatierung) und ist dauerhaft fixierbar mit Hilfe von Dampf und Druck.

Einsatz
Im Bereich der Raumausstattung wird Wolle (rein oder in Mischung mit anderen Spinnfasern) u.a. für Möbelbezugsstoffe, Wandbekleidung, Decken, die Winterseite von Matratzen, für Läufer, Teppiche und Teppichböden eingesetzt. Durch die Schwerentflammbarkeit und die ausgezeichneten Wiedererholungswerte ist Wolle auch für den Objektbereich sehr zu empfehlen.

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Wohnen / Reine Schurwolle

Beschreibung

Bez. für alle durch die Schur vom Schaf gewonnenen Wollen im Sinne des Textilkennzeichnungsgesetzes (TKG). Danach wird der Begriff nur verwendet, wenn die Faser niemals in einem Fertigungserzeugnis enthalten war und weder einem anderen als dem zur Herstellung des Erzeugnisses erforderlichen Spinn- oder Filzprozess unterlegen hat noch einer faserschädigenden Behandlung oder Benutzung ausgesetzt war. Kurzzeichen WV nach DIN 60 001 Teil 4.
Schaf, Wools of New Zealand.

Vom lebenden Schaf geschoren und erstmalig verarbeitet, ist Schurwolle somit die hochwertigste Wolle. Nach der Schur sind zu unterscheiden:

• Lammwolle (erste Schur nach 6 Monaten),
• Jährlingswolle (Schur nach 12 Monaten),
• Einschurwolle (Schur erfolgt einmal im Jahr).

Die verschiedenen Schafrassen lassen sich in drei Hauptgruppen unterteilen, deren Wolle je nach Qualität zu unterschiedlichen Produkten verarbeitet wird:

Merinoschafe
Diese Rasse liefert die meiste Wolle, als Spitzenwert von einem Schaf bis zu 10 kg pro Jahr. Merino-Wolle besitzt eine besonders starke Kräuselung und Elastizität. Sie gehört zu den feineren Wollen und wird vorwiegend im Bekleidungsbereich eingesetzt.

Kreuzzuchtschafe (Crossbreds)
Hierunter sind die Rassen zusammengefasst, die aus der Kreuzung von Merinos und englischen Schafrassen hervorgegangen sind. Diese Wolle besitzt eine größere Faserlänge und höhere Festigkeit und wird vorwiegend zu Teppichen, Teppichböden und Möbelbezugstoffen verarbeitet.

Englische Rassen
Zu dieser Gruppe gehören die meisten lokalen Schafrassen, sie sind auf der ganzen Welt heimisch. Aus ihrer Wolle entstehen oft ganz landestypische Produkte, wie z.B. die berühmte Schottische Wolle für Matratzen vom Border Leicester-Schaf oder die Original Shetland-Pullover.

Neuseeländische Rassen
Dank der Vielfalt der heimischen Schafrassen, von denen jede einzelne ein ganz besonderes Wollvlies produziert, findet man in Neuseeland (Wools of New Zealand) die weltweit beste Wolle für hochwertige Teppiche und Teppichböden.

Die wichtigsten neuseeländischen Schafrassen sind: New Zealand Romney, Perendale, Coopworth, Drysdale und Border Leicester.

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Wohnen / Reißwolle

Beschreibung

Aus Wollstoffabfällen und getragenen Wolltextilien gewonnene Reißspinnstoffe. Die Qualität wird nach der Art des gerissenen Materials bestimmt. R. wird zu 100% oder in Mischungen versponnen. Die Verarbeitung muss dem besonders kurzen Fasermaterial angepasst werden. Für die einzelnen Sorten bestehen u.a. folgende Bezeichnungen: Alpaka (aus Halbwollgeweben), Mungo (minderwertigere Qualität aus gewalkten Wollgeweben), Zephir (bessere Qualitäten). Ferner sind zu nennen: Shoddy, Thybet und Golfers (Prato-Wollen). Einsatz für preiswertere Bekleidungsstoffe, Decken, Packdecken, Katastrophenschutz etc.

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Wohnen / Schafwolle

Beschreibung

Schafwolle ist das Haarkleid des Schafes und wird durch Schur von gesunden, lebenden Schafen gewonnen. Die so gewonnene Wolle stellt ein zusammenhängendes Vlies dar. Nach dem Textilkennzeichnungsgesetz darf ohne Zusatz nur Schafwolle als Wolle bezeichnet werden. Unterschieden wird Schafwolle nach Herkunft und Rassen.

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Wohnen / Schlaf und Bett Ausstattung Füllmaterial Baumwolle

Beschreibung

Bw. ermöglicht bei den bekannten Eigenschaften (u.a. hohe Feuchtigkeitsaufnahme) eine leichte Zudecke mit idealem Schlafklima. Besonders für die warme Jahreszeit geeignet.

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Wohnen / Schlaf und Bett Ausstattung Füllmaterial Schurwolle

Beschreibung

Die klimatischen Eigenschaften der Wolle, die bis zu 30% ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen kann, ermöglichen es, die Transpirationsfeuchtigkeit bis zu sieben Mal schneller als vergleichbare andere textile Faserstoffe an die Außenluft abzugeben. Dadurch vermag sie auch andere Substanzen, wie Säuren, Basen etc., zu binden und zu neutralisieren. Die natürliche Kräuselung und ihre Bauschigkeit ermöglichen es der Faser, bei hohem Feinheitsgrad viel Luft zu speichern und gut zu isolieren. Die Körperwärme wird konstant gehalten, das trockenwarme Schlafklima ist bei rheumatischen Beschwerden besonders günstig.

Schlafbällchen
Als Füllmaterial aus reiner Schurwolle für Steppbetten und Kopfkissen haben sie bei einem Durchmesser von 5-7 mm eine erhöhte Bauschkraft und klumpen nicht. Als Isolana-Schlafbällchen (Wollsiegel-Verband / The Woolmark Company) im Handel.

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Wohnen / Schurwolle

Beschreibung

Bez. für alle durch die Schur vom Schaf gewonnenen Wollen im Sinne des Textilkennzeichnungsgesetzes (TKG). Danach wird der Begriff nur verwendet, wenn die Faser niemals in einem Fertigungserzeugnis enthalten war und weder einem anderen als dem zur Herstellung des Erzeugnisses erforderlichen Spinn- oder Filzprozess unterlegen hat noch einer faserschädigenden Behandlung oder Benutzung ausgesetzt war. Kurzzeichen WV nach DIN 60 001 Teil 4. Schaf.

Vom lebenden Schaf geschoren und erstmalig verarbeitet, ist Schurwolle somit die hochwertigste Wolle. Nach der Schur sind zu unterscheiden:

• Lammwolle (erste Schur nach 6 Monaten)
• Jährlingswolle (Schur nach 12 Monaten)
• Einschurwolle (Schur erfolgt einmal im Jahr)

Die verschiedenen Schafrassen lassen sich in drei Hauptgruppen unterteilen, deren Wolle je nach Qualität zu unterschiedlichen Produkten verarbeitet wird:

Merinoschafe
Diese Rasse liefert die meiste Wolle, als Spitzenwert von einem Schaf bis zu 10 kg pro Jahr. Merino-Wolle besitzt eine besonders starke Kräuselung und Elastizität. Sie gehört zu den feineren Wollen und wird vorwiegend im Bekleidungsbereich eingesetzt.

Kreuzzuchtschafe (Crossbreds)
Hierunter sind die Rassen zusammengefasst, die aus der Kreuzung von Merinos und englischen Schafrassen hervorgegangen sind. Diese Wolle besitzt eine größere Faserlänge und höhere Festigkeit und wird vorwiegend zu Teppichen, Teppichböden und Möbelbezugstoffen verarbeitet.

Englische Rassen
Zu dieser Gruppe gehören die meisten lokalen Schafrassen, sie sind auf der ganzen Welt heimisch. Aus ihrer Wolle entstehen oft ganz landestypische Produkte, wie z.B. die berühmte Schottische Wolle für Matratzen vom Border Leicester-Schaf oder die Original Shetland-Pullover.

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Wohnen / Schurwolle Teppichfaser

Beschreibung

Reine Schurwolle ist die Bez. für die vom lebenden Schaf gewonnene und erstmals verarbeitete Wolle, die für komfortable und anspruchsvolle Qualitäten im Wohn- und Objektbereich verwendet wird. Schurwolle ist hervorragend färbbar, da die Faser die Farbe bis tief in den Kern hinein aufnimmt. Dadurch haben diese Teppiche warme und ausdrucksvolle Farben, ein hervorragendes Wiedererholvermögen, sind schwerentflammbar und klimatisierend. Wollsiegel-Anforderungen sind wie folgt: Reine Schurwolle im Pol, Gesamtgewicht mind. 915 g/qm, das abgeschorene Polgewicht muss mind. 600 g/qm, bei flachgewebten, beidseitig verwendbaren Teppichen muss der Schurwolleinsatz 1830 g/qm betragen. Der Restfettgehalt beträgt max. 1,5%. Mottenschutz.

Teppichböden, die das Markenzeichen von Wools of New Zealand (Wools of New Zealand Teppichboden) tragen, bestehen zu mindestens 60 % aus reiner neuseeländischer Schurwolle. Insgesamt beträgt der Anteil Reiner Schurwolle jedoch 80 Prozent. Abgepasste Teppiche der Marke Wools of New Zealand (Wools of New Zealand abgepasste Teppiche) bestehen zu 100 Prozent aus Reiner Schurwolle, hiervon mindestens 80 Prozent von neuseeländischen Schafen.
Reine Schurwolle.

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Wohnen / Schweißwolle

Beschreibung

Unmittelbar vom lebenden Schaf stammende, ungewaschene Wolle, die noch den Wollschweiß, Schmutz und vegetabilische Verunreinigungen etc. enthält, wodurch sie unbegrenzt lagerfähig und bei Transport auch gegen die Einwirkung von Seewasser geschützt ist. DIN 60 415. Wolle.

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Wohnen / Steinwolle

Beschreibung

Mineralfasern aus Naturgestein. Nach dem Schmelzprozess wird die Spinnmasse durch Platindüsen gepresst. Gewonnen wird eine watteartige Masse, die vorwiegend als Isolierstoff oder Dämm-Material eingesetzt wird.

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Wohnen / Sterblingswolle

Beschreibung

Die von kranken Tieren gewonnene Wolle kann gem. TKG nicht als Schurwolle bezeichnet werden. Aussehen, Elastizität, Kräuselung und ein nicht konstanter Faserdurchmesser (die Ware wird als untreu bezeichnet) sind mit Reiner Schurwolle nicht zu vergleichen. Wolle.

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Wohnen / Wolle Eigenschaften

Beschreibung

Die Wolle verfügt über eine gute Wärmeisolation, hohe Feuchtigkeitsaufnahme (bis zu 30% des Eigengewichts), sie ist hautsympathisch, besitzt ausreichende Festigkeit (weniger scheuerfest), hat gute Dehnungswerte, ausgezeichnete Elastizität, sie ist formbar und reagiert unterschiedlich auf die Einwirkung von heißem Wasser bzw. Dampf. Bei kurzzeitiger Einwirkung schrumpft Wolle stark und kann bei längerer Einwirkung von Wärme, Wasser und Mechanik gestreckt werden. Zur Verhinderung des Einlaufens wird diese Reaktion in der Ausrüstung genutzt. Durch ihren natürlichen Feuchtigkeitsgehalt wird die elektrostatische Aufladung der Wolle erschwert. Sie ist schwerentflammbar und verfügt über gute Knittererholungswerte.

Zusatzeigenschaften
Durch zusätzliche Veredlungsmaßnahmen können der Wolle folgende Zusatzeigenschaften verliehen werden: geringe Filzfähigkeit (dadurch waschmaschinengeeignet), geschlossene Warenoberfläche (durch Walken werden die Fasern miteinander verfilzt), wasserabweisend (u.a. durch Imprägnierung), flammhemmende Ausrüstung durch zusätzliche Behandlung mit Metallsalzen, sie kann geglättet werden (durch Dekatierung) und ist dauerhaft fixierbar mit Hilfe von Dampf und Druck.

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Wohnen / Wolle Einführung

Beschreibung

Der Nachweis des Vorhandenseins von Wolle kann schon für die Zeit 5000 v. Chr. erbracht werden. Damals wurden in China Wollfilze verwendet und auch, wie Funde belegen, in Babylonien (Euphrat) und Ägypten hat man Wolle eingesetzt. Die Entwicklung der Schafzucht im 14. Jh. n. Chr. ist auf die Züchtung des spanischen Merinoschafes zurückzuführen, auch in England entwickelte sich zu der Zeit eine bedeutende Schafzucht, die dann im 19. Jh. durch die Ausführung von Zuchttieren nach Australien, Südafrika, Südamerika und Neuseeland im großen Stil einsetzte.

Definition
Die Wolle ist ein Eiweißprodukt (Proteinfaser), das im Inneren der Faser Fibrillen bildet, welche gebündelt die Spindelzellen bilden. Sie werden umgeben von sich überlappenden Schuppen, die eine große Bedeutung für die Verfilzbarkeit der Wolle haben. Maßgebend für die Beurteilung der Qualität ist neben der Gleichmäßigkeit die Feinheit des Wollhaares. Aus dem Faseraufbau, wie Kräuselung, Länge, Dicke und Glanz, ergeben sich die späteren Gebrauchseigenschaften. Eigenschaften, Schaf.

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Wohnen / Wolle Faserquerschnitt

Darstellung

Wolle Faserquerschnitt

The Woolmark Company, Düsseldorf


Bei dieser Querschnittszeichnung ist der Faserstamm außen von dachziegelartig übereinandergelegten Schuppen bedeckt. Im Innern befinden sich spindelförmige Zellen. Die einzelnen Schuppenzellen des Faserstammes sind von einem feinen Häutchen, der sogen. Epicuticula umgeben.

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Wohnen / Wolle Gewinnung Provenienzen

Beschreibung

• Nationale oder inländische Wollen (aus heimischer Schafzucht),
• internationale Wollen (meist Zuchtwollen aus den Ländern Australien, Neuseeland, Südafrika, Südamerika, Russland und China.

1997 betrug die Welt-Schurwollerzeugung 2.04 Mio. t.

Provenienzen.

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Wohnen / Wolle Gewinnung Schur

Beschreibung

Die Schur erfolgt in der Regel am lebenden Schaf und wird wie folgt eingeteilt:

Erstschur
Die Schur erfolgt 6-9 Monate nach der Geburt des Schafes (Lammwolle).

Vollschur
Die Schur erfolgt einmal jährlich. Die gewonnene Wolle wird auch als Jährlings- oder Einschurwolle bezeichnet. Diese langabgewachsene Wolle wird als die qualitativ beste bezeichnet.

Halb- oder Zweitschur
Bei Stallhaltung oder aus klimatischen Gründen wird zweimal im Jahr geschoren.

Früh- oder Dreiviertelschur
Die Schur erfolgt alle 8-9 Monate.

Bei geschlachteten Tieren erfolgt die Gewinnung der Wolle durch Schwöden oder Schwitzen (Haut- oder Fellwolle) oder mitunter durch Äschern (minderwertigere Gerberwolle).

Von verendeten oder notgeschlachteten Tieren gewinnt man durch Schur die sog. Sterblingswolle.

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Wohnen / Wolle Gewinnung Sortierung

Beschreibung

Die Sortierung erfolgt nach folgenden Kriterien:

• Verwendungsmöglichkeit
• Faserlänge (40-150 mm und länger)
• Vliesteil (Das Kernstück des Vlieses bezeichnet besonders Flanken-, Nacken-, Schulter- und Rückenpartien)
• Verunreinigungen
• Geschlecht und Alter der Tiere
• Feinheit (Durchmesser, Angabe in )
• Kräuselung (Bogigkeit)
• Provenienz
• Gewinnungsart

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Wohnen / Wolle Kräuselung

Darstellung

Wolle Kräuselung

The Woolmark Company, Düsseldorf


Bogigkeit und Kräuselungsformen des Haares.

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Wohnen / Wolle Pflegeempfehlungen

Beschreibung

Pflegecode: 10240 bzw. 20240 (Handwäsche bzw. Maschinenwaschbar sofern die Wolle filzfrei veredelt ist).

Im übrigen gelten die Empfehlungen der Hersteller für die jeweiligen Produkte.

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Wohnen / Wolle Provenienzen Wollkategorien

Beschreibung

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Kategorien:

• Merinowollen
• feine Kreuzzuchtwollen
• grobe Kreuzzuchtwollen
Crossbred.

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Wohnen / Wolle Schuppenbildung

Darstellung

Wolle Schuppenbildung

The Woolmark Company, Düsseldorf


Der komplizierte Aufbau der Wollfaser macht in der Querschnittsbetrachtung deutlich, daß Elastizität und Feuchtigkeitsaufnahme, Hygroskopie, Hydrophile und Filzvermögen durch die Struktur der Wollfaser bestimmt werden.

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Wohnen / Wolle Sonstiges Brennprobe

Beschreibung

Verfahren zum Erkennen und Unterscheiden von Faserstoffen. Prüfung des Brennverhaltens von Textilien erfolgt nach DIN 54 330/33. Wolle brennt langsam, es entsteht ein Geruch nach verbrannten Haaren oder verbranntem Horn. Brennprobe.

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Wohnen / Wolle Sonstiges Gütezeichen

Beschreibung

Wollsiegel (Woolmark) bzw. Combi Wollsiegel (Woolmark Blend), sofern eine entsprechende Lizenz des Wollsiegel Verbandes (The Woolmark Company) vorhanden ist.

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Wohnen / Wolle Sonstiges Textilkennzeichnung

Beschreibung

TKG:
Wolle als Bez für Fasern vom Fell des Schafes (Ovis aries) sowie für Mischungen der Schafschur mit Haaren der genannten Tiere:

• Alpaka,
• Angora-Kanin,
• Kamel,
• Kaschmir,
• Lama,
• Mohair,
• Vikunja sowie Yak, Guanako, Biber und Fischotter. Sie dürfen mit Zusatz des Tiernamens als Wolle oder Haar bezeichnet werden. (Bsp: Mohair-Wolle).

Kurzzeichen:
WO nach DIN 60 001 Teil 4.

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Wohnen / Wolle Sortierung Wollfeinheit

Beschreibung

Die Feinheit der Wolle wird weltweit unter Zugrundelegung des Durchmessers in Mikron angegeben.



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Wohnen / Wolle Typenbezeichnungen

Tabelle

Wolle Typenbezeichnungen

The Woolmark Company, Düsseldorf


Überblick über handelsübliche Wollbezeichnungen nach Typen und Wollsorte.

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Wohnen / Wolle Verarbeitung

Beschreibung

Wäscherei und Kämmerei
Der Wollsortierung folgt die Vorbereitung der Wolle für den späteren Spinnprozeß. Die Faser wird gewaschen, wobei sie bis zu 40% des Schurgewichts verlieren kann. Durch das Karbonisieren werden pflanzliche Verunreinigungen beseitigt. Nach dem Trocknen wird durch Wolfen (Auflösen und Mischen) aufgelockert, unterschiedliche Wollpartien werden ggf. nachgefettet (geschmälzt), um die Faser wieder geschmeidig zu machen. Die gleichmäßige Durchmischung und gute Aufarbeitung sind die Voraussetzung für einen guten Qualitätsausfall. In der Krempel-Abteilung (Krempel) wird die Wolle aufgelöst, geordnet und als Woll-Spinnvlies abgenommen. In der Strecke erfolgt das Verfeinern der Faserlängsverbände durch Auseinanderziehen der einzelnen Fasern und deren Vergleichmäßigung. Beim anschließenden Doublieren (oder Doppeln) werden zwei oder mehr Faserbänder wieder zusammengeführt. Es folgen ein Kämmprozeß (Kurzfasern werden ausgeschieden) und eine Strecke. Ergebnis ist der Kammzug als Vorlage für die Spinnerei.

Verspinnung
Versponnen wird die Wolle rein oder in Mischung mit anderen Spinnfasern nach den Verfahren der • Kammgarnspinnerei, • Streichgarnspinnerei, • Halbkammgarnspinnerei. Spinnereikunde, Garnkunde.

Unversponnen wird Wolle im Vlies- und Füllstoffbereich eingesetzt.

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Wohnen / Wolle Wollsiegel Woolmark Logo

Darstellung

Wolle Wollsiegel Woolmark Logo

The Woolmark Company, Düsseldorf


Die korrekte Auszeichnung für Polgewebe in Wollsiegel-Woolmark-Qualität.

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Wohnen / Zellwolle

Beschreibung

Frühere Bezeichnung für die nach dem Viskose-Spinnverfahren hergestellten Spinnfasern. Begriff ersetzt durch Viskose-Spinnfaser. Viskose.

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http://www.kibek.de

www.handgefertigte-teppiche.de www.bare-exhibition.de?l=de