Beschreibung
• Acetat (Kurzzeichen CA)
Aus Acetylzcellulose nach dem Trockenspinnverfahren hergestellte cellulosische Chemiefasern. Lieferformen: Filamentgarne und Spinnfasern. Eigenschaften: Mattschimmernder Glanz, fülliger Griff, weniger knitternd und ge-ringere Feuchtigkeitsaufnahme als Viskose, geringe elektrische Leitfähigkeit, thermoplastisch ab 170 Grad C, unempfindlich gegen Mottenfraß und Pilzbefall. Eine höhere Marktbedeutung haben heute die chemisch stark veränderten Triacetatfasern (CTA). Handelsnamen (Beispiele): Arnel®, Tricel®. Einsatz: Dekostoffe, Samte etc.
• Viskosefasern (Kurzzeichen CV)
Nach dem Viskoseverfahren hergestellte cellulosische Chemiefasern. Lieferformen: Filamentgarne und Spinnfasern. Eigenschaften: Weicher Griff, sehr gute Feuchtigkeitsaufnahme, geringere Naßfestigkeit als Baumwolle, sehr gute Anfärbbarkeit, stark säureempfindlich und leicht entflammbar. Handelsnamen (Beispiele): Enka® Viskose als Filament sowie Danufil® als Spinnfaser. Einsatz: u.a. Möbel- und Dekosstoffe, Steppdeckenbezüge, Matratzendrelle, Bänder, Tischdecken.
• Modal (Kurzzeichen CMD)
Zellulosische Chemiefasern, hergestellt nach einem modifizierten Viskose-Spinnverfahren mit erheblich ver-besserten Gebrauchseigenschaften. Unterschieden werden die HWM-Type (Hochnaßmodulfasern), die eine höhere Bruchdehnung und Querfestigkeit aufweist, sowie die Polynosicfaser mit besonders hoher Alkalibe-ständigkeit, die ein Mercerisieren zusammen mit Baumwolle erlaubt. Handelsnamen (Beispiele): Avril®, Enka®, Lenzing-Modal®, Vincel®. Eigenschaften: Wie Viskose, aber mit höherer Naßfestigkeit als Baumwolle. Einsatz: u.a. Bettwäsche etc.
• Lyocell (Kurzzeichen CLY)
Zellulosische Chemiefasern, die nach einer neuen Technologie mittels des neuen, ungiftigen Lösungsmittels NMMO-Monohydrat (N-Methylmorpholin N-Oxid) im Direktlöseverfahren hergestellt werden. Das Verfahren zeichnet sich durch eine hervorragende Umweltverträglichkeit aus, da das Lösungsmittel fast voll (99,7%) wieder in den Kreislauf zurückgeführt und darüber hinaus biologisch abgebaut werden kann. Lieferformen: Filamentgarne und Spinnfasern. Eigenschaften: Gutes Wärmerückhaltevermögen, gute Laugenbeständigkeit, daher gut waschbar, Feuchtigkeitsaufnahmevermögen gegenüber Viskose und Modal etwas geringer, gute Trocken- und Naßfestigkeit, sehr gute Anfärbbarkeit, hohe Farbbrillanz und Farbtiefe, geringe antistatische Aufladung. Handelsname (Beispiele): Lenzing Lyocell®, Tencel®.
Zurück
Beschreibung
Nitrozelluloselacke sind physikalisch verfestigende Lacke mit einem hohen Anteil an organischen Lösemitteln und entsprechend niedrigem Bindemittelanteil, die wegen der guten mechanischen Beanspruchbarkeit vorzugsweise zum Veredeln von Holzoberflächen (Möbel und Innenausbau) eingesetzt werden. Diese Lacke lassen sich leicht verarbeiten und trocknen schnell durch den hohen Lösemittelanteil, sind jedoch schlecht überstreichbar, denn das gleiche Lösemittel löst den Lack wieder auf. Ein erheblicher Nachteil der NC-Lacke ist allerdings die Lösemittelbelastung für den Verarbeiter und die Umwelt. Holzschutz, Oberflächenbehandlung
Zurück
Beschreibung
Die aus Holz gewonnene Zellulose wird zunächst aufbereitet und in Form von Zellstoffplatten an die Chemiefaserindustrie geliefert. Durch chemische Umwandlung wird der Zellstoff in eine spinnfähige Lösung gebracht und anschließend zu Fäden ausgesponnen; hierbei wird das bei der Umwandlund verwendete Lösungsmittel wieder entfernt. Je nach Faserart unterscheidet man zwischen regenerierten Viskose Spinnfasern, Acetat Spinnfasern, und Cupro Spinnfasern, Holzkunde
, Zellstoff.
Zurück
Beschreibung
Zellulose ist der natürliche Baustoff, den Pflanzen zur Bildung ihrer Zellwände benötigen und kommt als Hauptbestandteil des Pflanzenkörpers fast rein in der Baumwolle vor, in anderen Vorkommen ist der Zellstoff mit anderen Faserstoffen verbunden, von welchen er auf chemischem Wege abgetrennt werden muss. Für den Chemiefaserbereich wird der Rohstoff überwiegend aus Kiefern- und Fichtenholz, Baumwoll-Linters und dem Holz verschiedener Laubbäume, insb. der Buche oder Pappel gewonnen. Neben Holz wird auch aus Getreide- und Maisstroh, Flachs- und Hanfabfällen sowie aus Schilf Zellulose gewonnen.
Die im Holz enthaltene Zellulose wird nach verschiedenen sauren und alkalischen Verfahren abgetrennt, der Ligninanteil bis auf 2,5% reduziert; anschließend wird gebleicht. In der Zellstoffindustrie erfolgte die Bleiche bisher unter Verwendung von umweltschädigendem Chlor. Moderne Anlagen sind auf das Sauerstoff-Bleichverfahren umgestellt, wodurch die Gesamt-Emissionen gegenüber alten Anlagen um die Hälfte reduziert werden. Einsatz u.a. in der Papierindustrie (Tapeten) und als wichtigster Rohstoff in Form von Zellstoffplatten zur Herstellung von zellulosischen Chemiefasern Rohstoffe Natürliche Polymere. Regenerierte Zellulose, Zellstoff.
In der chemischen Fachsprache ist die Schreibweise Cellulose.
Zurück
Beschreibung
Eine durch Verbindung mit Essigsäure chemisch veränderte Zellulose, die nach dem Trockenspinnverfahren ausgesponnen wird. Bei höherem Essigsäuregehalt erhält man das Triacetat.
Zurück
