1.) Aus einer oberen Nutzschicht und einer Dekorschicht, je nach Produktionsverfahren mit einer oder mehreren Lagen. Die Nutzschicht (Overlay) besteht aus einer spezialbeharzten Zellulose als strapazierfähige Oberfläche des Fußbodenbelags. Die Dekorschicht gibt dem Laminatfußboden das attraktive Aussehen.
2.) Aus einer Trägerplatte aus Holzwerkstoff.
3.) Aus einer imprägnierten Schicht (Gegenzug) auf der Rückseite der Trägerplatte zur Erhöhung der Formstabilität und Feuchtigkeitsabsperrung.
Eigenschaften: leicht zu verlegen, strapazierfähig durch abriebfeste Oberfläche, lichtechte Dekorfläche mit Holzmaserung, Steinmaserung etc., chemikalienbeständig, kratzfest, schalldämmend und wärmeisolierend. Die sonst für Holz typischen Arbeiten, wie Polieren, Lackieren, Abschleifen und Versiegeln, sind bei Laminatböden nicht erforderlich. Die normale Reinigung erfolgt trocken, z.B. mit dem Staubsauger und von Zeit zu Zeit feucht. Einsatz: Wohn- und Objektbereich. Von dem Einsatz in Räumen mit extremer Nutzbelastung oder starker Feuchtigkeit wird jedoch abgeraten. Dazu gehören: Waschraum, Badezimmer, WC, Sauna oder Schwimmbad, auch Außenanlagen wie Terrassen. Ständige Feuchtigkeit kann den Holzwerkstoff der Trägerplatte mit der Zeit aufquellen und verformen.
Das zuständige Technische Komitee des Europäischen Normungs-Institutes (CEN) hat folgende Definition für die sogen. aminoplastischen wärmegehärteten harten Bodenbeläge (Laminiertfußboden) festgelegt: Ein harter Fußbodenbelag mit einer Oberschicht aus einer oder mehreren dünnen Schichten aus einem Fasermaterial (hauptsächlich Papier), imprägniert mit aminoplastischen wärmegehärteten Harzen (hauptsächlich Melaminharz). Diese Schichten werden entweder als solche verpresst (HPL, CPL, Kompakt) und im Falle von HPL oder CPL auf einen Träger verklebt (hauptsächlich Holzwerkstoffplatten). Das Produkt wird üblicherweise mit einem Gegenzug hergestellt (z.B. HPL, CPL, imprägnierte Papiere, Furniere).
Spezifikationen, Anforderungen und Prüfverfahren für Laminatböden werden in der EN 13329 festgelegt.
Verlegung
Laminatbodenbeläge sind grundsätzlich für die schwimmende Verlegung konzipiert und in der Mehrzahl auch entsprechend ausgelobt. Bei schwimmender Verlegung werden die Fußbodenelemente nicht auf Estrich oder Unterboden geklebt, genagelt oder auf andere Weise befestigt. Viele Handwerker, einige Sachverständige sowie die Klebstoffindustrie empfehlen jedoch die vollflächige Verklebung. Einige wenige Hersteller von Laminatböden halten dies in besonderen Fällen für sinnvoll, beispielsweise im Objekt. Durch die Verklebung ergeben sich auch interessante technische Vorteile: eine deutlich verbesserte Trittschalldämmung und ein optimierter Wärmedurchgangswiderstand (Fußbodenheizung). Die Elemente werden mit Nut und Feder zusammengefügt und ergeben so eine feste Fläche. In Sachen Nut- und Feder-Verbindung haben leimlose, mechanische Verriegelungssysteme den Markt erobert. Die herkömmliche Variante zum Verleimen gibt es nur noch vereinzelt. Bei der leimlosen Verlegung haben sich Systeme behauptet, bei denen die Paneele im Winkel aneinander gefügt werden.
Der Untergrund muss fest, eben, glatt, trocken und sauber sein. Für die Beseitigung von Unebenheiten im Estrich gibt es Bodenspachtelmassen. Durch spezielle Unterlagen, wie Polyethylen-Schaumfolie, Rippenpappe, Schaumfilz oder Kork lässt sich die Wärme- und Schalldämmung erhöhen. Mit einer Folie darunter ist der Laminatfußboden vor Feuchtigkeit aus dem Untergrund geschützt. Geeignet ist Laminatfußboden auch für die Verlegung auf Untergründen mit Warmwasser-Fußbodenheizung, sofern er nach Herstellerangabe und Verlegehinweisen dafür vorgesehen ist. Bei einer Renovierung kommt dem Laminatfußboden zugute, dass er sich auch auf vorhandene Böden, wie PVC-Belag, Linoleum, Keramikfliesen, oder Dielenböden (mit einer Trennlage dazwischen) verlegen lässt. Ein vorhandener Teppichboden sollte entfernt werden.
Pflegehinweise
Da Laminatfußböden eine sehr harte und dichte Oberflächenstruktur besitzen, kann Schmutz leicht entfernt werden. Im allgemeinen genügt es, mit einem nebelfeuchten Tuch in Längsrichtung zu wischen. Bei stärkerer Verschmutzung kann in das Wischwasser ein Haushaltsreiniger gegeben werden, die überschüssige Feuchte ist jedoch sofort wieder aufzunehmen. Die Verwendung von Kernseife, Scheuermitteln o.ä. sollte unterbleiben. Aus Gleitsicherheitsgründen darf auch eine Wachs- oder Politurbehandlung nicht ausgeführt werden. Flecken wie Fett, Wein, Filzstift, Schuhcreme etc. können mit Lösungsmitteln (Aceton oder Waschbenzin) beseitigt werden, danach sofort mit feuchtem Tuch nachwischen. In jedem Falle sind die besonderen Pflegehinweise des Herstellers zu berücksichtigen.


Die Klassen 2x beziehen sich auf den Wohnbereich und die Klassen 3x beziehen sich auf den gewerblichen Bereich. Innerhalb dieser Bereiche stehen jeweils drei Einstufungen zur Verfügung. So entstehen 6 Beanspruchungsklassen mit ihren zugeordneten Symbolen.

• Aufbau der Laminatboden-Elemente
• Maßtoleranzen
• Lichtechtheit
• Eindruckverhalten
• Abriebwiderstand
• Stoßfestigkeit
• Fleckenunempfindlichkeit
• Verhalten gegenüber Zigarettenglut
• Beständigkeit gegen das Verschieben von Möbelfüßen
• Stuhlrolleneignung
• Dickenquellung
Desweiteren definiert die Norm ein Klassifizierungssystem mit Anforderungen für bestimmte Verwendungsbereiche und Beanspruchungsklassen.

Zum Einsatz kommen vor allem MDF/HDF-Platten (Medium Density Fibreboard, High Density Fibreboard; = Faserplatten mittlerer bzw. hoher Dichte), seltener Spanplatten.
Wichtige Merkmale sind: - Mindestdicke > 6,5 mm, besser > 7,5 mm zur Erzielung guter Tragfähigkeit und ausreichend stabiler Ausbildung der seitlich angefrästen Verbindungsprofile - Dickentoleranzen maximal 1/10 mm - hohe Dichte und gute Querzugeigenschaften besonders der oberen Randzonen
MDF/HDF-Platten haben sich in Dicken von 6 bis 9 mm etabliert. Bei Dichten > 800 kg/m3 spricht man von hochdichten Faserplatten (HDF). Sie weisen eine glatte, dichte und homogene Oberfläche auf. Die geschlossenen Poren machen sie weitgehend unempfindlich gegen Feuchtigkeit, was durch eine wasserfeste Verleimung noch verbessert werden kann. Der fertige Laminatboden kann Feuchtigkeit im Prinzip nur über die Kanten aufnehmen. Durch quellverminderte Träger und Kantenbeschichtungen (unter anderem mit Wachs) lassen sich die Risiken vermindern. Die Euro Norm für Laminatböden EN 13329 lässt eine maximale Kantenquellung von 18 bzw. 20 % zu. Gute Laminatböden sollten auf 10 % nach EN 317 (Test für Rohplatten) bzw. 12 % nach EN 13329 kommen. Einige Hersteller verwenden Träger mit noch geringeren Quellwerten, die zugleich ein ausgezeichnetes Rückstellverhalten aufweisen.
