Mit Sep Ruf gestaltete er im Jahre 1958 für die Weltausstellung in Brüssel die aus acht transparenten Glaskuben bestehende Pavillongruppe für die Bundesrepublik Deutschland. Internationale Anerkennung gewann er mit zahlreichen bedeutenden Bauaufgaben im In- und Ausland, wie z.B. die Deutsche Botschaft in Washington (1959-1964), die er zusammen mit E. Brandl als terrassenförmige Anlage für 140 Angestellte gestaltete sowie das Abgeordneten-Hochhaus des Bundestages in Bonn, der sog. Lange Eugen (1965-1969). Mit dem Neubau der vom Krieg zerstörten Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin (1959-1963) schuf Eiermann ein architektonisches Kunstwerk, das zu einem Symbol der Stadt wurde.
Mit zahlreichen avantgardistisch gestalteten Möbelentwürfen, die heute zu den Klassikern der Designgeschichte zählen, trat Egon Eiermann auch als einer der bedeutendsten deutschen Möbeldesigner der Nachkriegzeit hervor. Hierzu zählen u.a. der Korbsessel E 10 aus dem Jahr 1949, der Klappstuhl SE 18 (1952) aus Buchenformsperrholz, 1953 ausgezeichnet mit dem Good Design-Preis des Museums of Modern Art in New York oder das Eiermann-Tischgestell aus dem Jahr 1953, dessen Gestell universell eingesetzt werden kann.
