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Wohnen / Bett

Beschreibung

Das Bett, das früher eine in den Boden eingelassene Lagerstätte darstellte, ist im Gegensatz zum Streu-, Fell- oder Mattenlager eine erhöht angeordnete Liegestatt und gilt als das erste Möbel. Es ist in seiner langen Geschichte in vielen Arten und Formen überliefert. Alte Hochkulturen, wie Ägypter, Sumerer oder Chinesen, haben bereits das Bett gekannt. In Mittel- und Nordeuropa wurde es erstmalig etwa ab dem 8. Jh. als einfaches Brettergestell erwähnt. Im Mittelalter diente ein Holzkasten, der auf vier niedrigen Pfosten stand, als Ruhestätte für meist mehrere Personen. Aus dem hölzernen Kasten, überdacht und mit Vorhängen umgeben, wurde etwa ab dem 13. Jh. das Himmelbett. Der hölzerne Himmel hatte nicht nur eine ideelle Bedeutung, sondern schützte den Schläfer gleichzeitig gegen von der Zimmerdecke herabfallendes Ungeziefer. In höfischen Kreisen des Barocks wurde das Bett zum Prunkmöbel mit vorn offenem Baldachin. Kein eigentliches Bett, sondern Bestandteil des Zimmers ist die eingelassene Bettnische, der sogen. Alkoven, der von Spanien übernommen wurde und sich bis zu Beginn des 19. Jhs. über ganz Europa verbreitete. Hier zeigt sich ganz deutlich der beschützende Charakter des Bettes.

Im weiteren Verlauf des 19. Jhs. beschränkte sich das Bett im Zentrum des Schlafzimmers formal auf die einfache Kastenform, die nur in der ornamentalen Ausschmückung den jeweiligen Stilentwicklungen angepaßt wurde. Mit Beginn des Industriezeitalters kam das metallene Bettgestell mit Sprungfedermatratze auf den Markt. Im 20. Jh. fand man für das Bett in der Wohnung vielerlei Variationen sowie raumsparende Möglichkeiten, wie z.B. Klapp- und Schrankbetten, Bettcouches, Etagenbetten für Kinderzimmer etc.





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