Farbe-an-sich-Kontrast:
Dies ist der einfachste der sieben Farbkontraste. Die Grundfarben ergeben den stärksten Kontrast
Hell-Dunkel-Kontrast:
Ist ein optischer Primärkontrast, der eine deutliche Unterscheidung der Dinge vermittelt.
Kalt-Warm-Kontrast:
Er beruht auf subjektiven Empfindungen. Rotorange gilt als die wärmste, Blaugrün als die kälteste Farbe. Die Wirkung einer Farbe als warm oder kalt kann je nach Kontrastierung mit wärmeren oder kälteren Farben allerdings stark variieren.
Komplementärkontrast:
Entsteht, wenn zwei im Farbkreis gegenüberliegende Farben, wie z.B. Rot und Grün, Orange und Blau, Gelb und Violett nebeneinander angeordnet werden. Es gibt immer nur eine einzige Farbe, die zu einer anderen Farbe komplementär ist. Da
sich Komplementärfarben gegenseitig steigern, entsteht bei gleich großen Flächen mit gleicher Farbintensität eine sehr unruhige Wirkung.
Simultan-Kontrast:
Ist ein optischer Komplimentär-Kontrast. Zu einer gegebenen Farbe erzeugt unser Auge als Farbempfindung gleichzeitig, also simultan, die Gegenfarbe und dominiert eine real vorhandene, benachbarte Farbfläche, die sich dadurch scheinbar
verändert. Der Simultankontrast ist also eine Farbempfindung im Auge des Betrachters und nicht real vorhanden.
Qualitäts-Kontrast:
Gegensatz von gesättigten, leuchtenden Farben zu stumpfen, getrübten Farben. Unter Farbqualität versteht man den Reinheits- und Sättigungsgrad der Farben. Farbtonreine Farben haben die größere Farbintensität. Eine reine Farbe kann mit Weiß, Schwarz, Grautönen oder seiner Komplementärfarbe gebrochen werden. Getrübte Farben entstehen aus reinen Farben durch Zusatz von Schwarz oder anderen dunklen Beimischungen (z.B. Dunkelrot), aufgehellte Farben durch Zusatz von Weiß (z. B. Rosa).
Quantitäts-Kontrast:
Bezieht sich auf das Größenverhältnis von zwei oder mehreren Farbflächen. Die Stärke der Farbwirkung hängt hier nicht von der Art oder dem Grad der Buntheit ab, sondern von der Ausdehnung der Farben. Den Farben kommen also optische Gewichte oder Kräfte zu.
Damit die Wirkung der reinbunten Farben gleich groß und harmonisch ist, müssen sie nach Goethe in folgenden Mengenverhältnissen vorliegen:
• Gelb : Violett = 1:3
• Orange : Blau = 1:2
• Rot : Grün = 1:1 und
• Rot : Gelb : Blau = 6:3:8.
Diese Theorie hat Itten von Goethe übernommen.
