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ZDB

Gute Auftragslage im Wohnungsbau


Die Mitgliedsbetriebe des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB) beurteilten ihre Geschäftslage in ihrer September-Konjunkturumfrage als unverändert: Eher positiv werden der Wohnungsbau und - mit Abstrichen - auch der Gewerbebau bewertet. Zu einem befriedigenden Urteil kommen die Unternehmen aus dem sonstigen Tiefbau. Die Lage im öffentlichen Bau - ob Hochbau oder Tiefbau - wird eher als unbefriedigend eingeschätzt.

Diesem Stimmungsbarometer entsprechen die Einschätzungen zu den Auftragsbeständen. Im Wohnungsbau und im gewerblichen Hochbau werden die Auftragsbestände tendenziell mit groß bis ausreichend beschrieben. Im öffentlichen Hochbau gibt es praktisch keine Meldungen zu großen Auftragsbeständen. Bestenfalls "ausreichend" lautet hier das Fazit.

Den positiven Beurteilungen im Wohnungsbau und gewerblichen Hochbau entsprechen die Reichweiten der Aufträge: Diese liegen im Hochbau auf Vormonatsniveau bei 2,2 Monaten in den alten und bei gut 3 Monaten in den neuen Ländern. Im Tiefbau ist die Reichweite weniger als 2 Monate. Die Bautätigkeit hatte im September im Wohnungsbau und Gewerbebau wieder etwas zugelegt.


Unverändert bleibt hingegen die Beschäftigtensituation. Die anziehende Bautätigkeit hatte hier keine Auswirkungen. Für die kommenden Monate werden die Unternehmer jedoch immer skeptischer. Die hohe Nachfrage im Wohnungsbau gebe tendenziell nach. Auch der gewerbliche Hochbau zeige nicht mehr die stabile Erwartung wie in den Vormonaten.

Die Erwartungen zur Geschäfts- und Auftragsentwicklung insgesamt nehmen wie bereits im August tendenziell eher ab. Für die Preisentwicklung gelte die ohnehin schon im Jahresverlauf geschilderte Zurückhaltung. Die Investitionsneigung, soweit vorhanden, gehe in Richtung Ersatzbeschaffung. Immer noch werde aber auch über Rationalisierungsinvestitionen berichtet.

aus ParkettMagazin 06/12 (Wirtschaft)