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Ökobilanz Holzfußboden ohne Parkettleger


Der Beitrag des Parkettlegerhandwerks zur Ökobilanz Holzfußböden ist nicht zustande gekommen. Die Zahl der ausgefüllten Fragebögen blieb zu gering, um aussagekräftig sein zu können. Die entstandene Daten-Lücke kann mit dem Geld, das die Innungen jetzt zahlen müssen, nicht geschlossen werden.

Aber Vorwürfe von den Initiatoren und den Ausführenden der Ökobilanz will der Zentralverband nicht gelten lassen.

In den Zentralverbandsmitteilungen II/Juni 2001 weist ein Beitrag (Verfasser ungenannt) darauf hin, dass der vom Verband der Deutschen Parkettindustrie "nach eigenen Angaben" vergebene Forschungsauftrag von vornherein auf unterschiedliche Bereitschaft zur Mitwirkung stieß - beispielsweise bei den Klebstoff- und Versiegelungsherstellern.

Problemlos sei die Datenerhebung nur bei der Parkettindustrie gewesen: Wegen direkter Befragung der Hersteller durch Mitglieder vom Forschungsinstitut habe es hier "vorzüglich geklappt".


Dagegen seien die Verarbeiter - das Handwerk - ungleich härter gefordert und durch schwierig zu beantwortende Fragen, die über das handwerkliche Betriebswissen weit hinausgehen, letztlich überfordert gewesen. "Wahrscheinlich wäre eine Stichprobenbefragung vor Ort besser gewesen", meint der Verfasser. Stattdessen seien die Durchführenden mit "Verurteilungen schnell bei der Hand" gewesen. Der Bericht schließt mit erstaunlichen Argumenten gegen die Studie: Er bemängelt, dass der Holzhandel nicht mit einbezogen wurde, und wirft die Frage auf, "was überhaupt erreicht werden kann und soll".

Alles sei doch eigentlich längst geklärt: Aufgrund von Befragungen und Untersuchungen - also ohne die besagte Studie zur Ökobilanz Holzfußböden - sei bestätigt, dass Holz ein nachwachsender, ökologisch unproblematischer Rohstoff ist....

aus ParkettMagazin 04/01 (Handwerk)