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Karelia

Loc-Verbindung und Entwicklung von Sportböden


Karelia hat im Januar die Produktion für Fertigparkett mit Loc-Verbindung ("Profiloc") und Kantenhydrophobierung aufgenommen. Daneben wird die Herstellung des konventionellen Nut/Feder-Parketts "gleichberechtigt" weitergeführt. Geschäftsführer Esko Teerikorpi von der Suomen-Parketti-Gruppe, zu der Karelia gehört, und Exportleiter Matti Kekäläinen rechnen in diesem Jahr mit einem Loc-Anteil von bis zu 15 %, im nächsten Jahr bis zu 45 %. Der Domotex-Premiere ging eine längere Testphase voraus. Dabei erwies sich das bewährte Välinge-System, auf dem Profiloc basiert, als überzeugend. Karelia rüstet seine Loc-Verbindung zusätzlich mit einer Ringsum-Kantenhydrophobierung aus, die gegen Feuchteeinfluss schützt, vor allem aber auch Knarr- und Knirschgeräusche im Bereich der Loc-Verbindung vorbeugt. Für erhöhte Stabilität im Stirnbereich sorgt die Sperrholzfeder, die auch beim konventionellen Karelia-Parkett obligatorisch ist. Die ersten Lieferungen des neuen Profiloc-Parketts werden in Eiche ausgeführt, weitere Holzarten folgen.

In Deutschland hält der Karelia-Generalimporteur Trumpf in Rottenburg/ Main das neue Profiloc-Parkett am Lager bereit. Hervorgehoben wird, dass Karelia auch in der Einführungsphase mit zunächst begrenztem Holzangebot in der Lage ist, Sonderwünsche zu erfüllen. Die Neubelebung der finnischen Parkettlegende Saima, in die Karelia nach der Übernahme im Jahr 2000 kräftig investierte, macht Fortschritte und wird vor allem von Architekten wahrgenommen. Das Saima- Birkenparkett mit Fineline-Optik lässt sich alleine oder in Kombination mit anderen Holzarten für interessante Bodengestaltungen nutzen. Aufmerksamkeit erregte Karelia mit dem Einstieg in die Sportboden-Herstellung. Der Sportboden "Karelia Spring" wird im Werk in Kuopio hergestellt und wurde dort sowie in Laboratorien seit Herbst 2002 intensiv getestet. Sämtliche Ergebnisse lagen - teilweise deutlich - über den Anforderungen nach DIN V 18032.2 (April 2001). Prüfinstitut war das Dänische Technologische Institut.

Die Sportboden-Konstruktion ist technologisch unkompliziert und verlegetechnisch leicht zu handhaben. Außerdem ist sie multifunktional: Durch einfaches Einschieben von Holzplättchen in die Unterkonstruktion wird aus dem elastischen Sportboden, der variabel auf die Erfordernisse von Sport, Tanz, Aerobic einstellbar ist, ein starrer Boden für Hallen mit Bestuhlung. Die Mittellag besteht aus 15-lagigem und 10-lagigem Spezialsperrholz (Finnforest) mit paralleler Faserrichtung, das für elastische Böden besonders geeignet ist. Der Sportboden ist 23 mm dick, die Deckschicht misst 4mm und der Gegenzug 8mm.


Karelia mit drei Produktionsstandorten und Upofloor mit zwei Standorten planen als Suomen-Parketti-Gruppe bis 2005 eine Gesamtproduktion von 6 Mio. qm. Dafür werden in diesem Jahr das Werk in Tuupovaara, die Keimzelle des Karelia-Parketts, und im kommenden Jahr das Upofloor-Werk in Nastola aufgerüstet.

aus ParkettMagazin 01/03 (Sortiment)