Studie Bodenbelagsmarkt 2020

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Karelia-Upofloor Oy

Karelia will vom neuen Eigentümer profitieren


Auch wenn der neue Karelia-Mehrheitseigner, die Familie Hartwall, als ehemaliger Brauer keine Erfahrungen in der Bodenbelagsbranche hat, zeigte sich Karelias Vorstandsvorsitzender Tommi Lindbom dennoch davon überzeugt, dass das Unternehmen von dem Wissen der neuen Besitzer profitieren wird. Gerade beim Aufbau des Russland-Geschäftes könne Hartwall seine Erfahrungen beisteuern. Kurzfristig wird sich durch den Eigentümerwechsel nur wenig im Tagesgeschäft von Karelia ändern, ist sich Lindbom sicher, da der Aktienkauf für Hartwall eine langfristige Investition ist. Die 64 Mitglieder der Familie Hartwall, halten seit Mitte November gemeinsam einen Anteil von rund 64 % an der Unternehmensgruppe. Weitere 33 % sind in den Händen von Karelia Finland Oy in Person von Heikki Väänänen, einen weiteren 3 %-Anteil besitzt das Top-Management des Unternehmens.

Karelia zählt sich selbst zu den vier größten Parkettherstellern in Europa. Im vergangenen Jahr wurde ein Nettoumsatz von rund 111 Mio. EUR im Vergleich zu 107,5 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum erwirtschaftet.


Aufgegliedert ist die Gruppe in die Bereiche Parkett (FinnWoodFloors) mit einem Umsatzanteil von 73 % und vier Produktionsstätten in Kuopio, Tuupovaara, Heinola und Nas-tola und dem Bereich elastische Bodenbeläge (Upofloor) mit drei Werken. FinnWoodFloors wiederum gliedert sich in die Segmente Karelia (Generalvertretung in Deutschland: Trumpf Fertigparkett) und Upofloor (Generalvertretung in Deutschland: Woodpecker Parkett-Vertriebs GmbH). Während die Marke "Karelia" traditionell den Holzhandel und Parkettleger als Zielgruppe hat, ist die Parkettmarke "Upofloor" eher im Bodenbelagsfachhandel, bei Verlegern und Objekteuren vertreten, erklärte Wolfgang Hassel (Woodpecker).

aus ParkettMagazin 01/05 (Wirtschaft)