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Domotex 2018 zeigt Bodenkonzepte junger Designer


Eiche in immer neuen Variationen - damit können die jungen Designer nichts anfangen, deren Konzepte auf der Domotex 2018 zu sehen sein werden. Die Studenten der Innenarchitektur denken den Bodenbelag neu. Das verspricht spannende Ideen und Impulse für die Branche.

Bodenbeläge neu denken - das machen junge Kreative für die kommende Domotex. Vom 12.bis 15. Januar 2018 zeigt die Bodenbelagsmesse die Ergebnisse, Vorstudien und Experimente auf einer Sonderfläche in Halle 9. Einen Vorgeschmack liefern die Arbeiten von 14 Studenten der Innenarchitektur der Hochschule Hannover unter Betreuung von Prof. Suzanne Koechert und V-Prof. André Nakonz. Deren Ideen sind von der Natur inspiriert oder haben die Effizienz natürlicher Prozesse oder Konstruktionen als Vorbild. In Einzel- oder Teamarbeit sind Konzepte und Prototypen entstanden, die teilweise experimentell und visionär, teilweise lösungsorientiert und realitätsnah sind. So wird ein Teppich gezeigt, der die Luft reinigt, eine Bodenfliese, die je nach Betrachtungswinkel die Farbe ändert, ein Boden aus Bienenwachs sowie einer, der durch eine sekundenschnelle chemische Reaktion gespritzt und wieder eingekocht werden kann.

Das Projekt Superficious Heat von Nele Ratjen ist inspiriert von der Thermoregulation bei Reptilien. Entstanden ist ein Bodensystem mit einer neuartigen Fußbodenheizung. Die verschwindet nicht wie gewöhnlich im Estrich, sondern wird zum Designelement, bei dem der Nutzer mitgestalten kann. Das macht sie nicht nur individuell, sondern auch reparaturfreundlich.

Kann ein Boden mit dem Nutzer kommunizieren und ihn durch Gebäude navigieren? Diese Frage beantwortet Nina Düwel mit Blindsight, ihrem Navigationssystem für Blinde und Sehbehinderte. Unter anderem durch einheitliche Symbole - etwa für WC, Aufzug, Information - erhalten sie mehr Bewegungsfreiheit und zusätzliche Selbstständigkeit.

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Blinden und Sehbehinderten Orientierung geben, soll der Boden im Projekt Blindsight von Nina Düwel.

Fairkorkt wurde von Sarah Gerner und Johanna Kolb entwickelt und ist ein veganer und ökologischer Teppich aus Kork. Die einzelnen Korkpailletten sind beweglich, ihre Ober- und Unterseite unterscheiden sich in Farbe und Material. Durch Begehen verändert sich das Erscheinungsbild des Teppichs ständig. Gleichzeitig verspürt man ein angenehmes Gefühl, wenn man barfuß darauf läuft.

Seit einigen Jahren wird verkohltes Holz als Fassade und Wandverkleidung eingesetzt. Die Studentinnen Janna Marie Bombek und Franziska Roethemeier wollten eine Methode entwickeln, um das natürliche Produkt begehbar zu machen und so den außergewöhnlichen Look in den Innenraum holen. Im Rahmen ihres Projektes Phoenix ist eine Serie spannender Experimente entstanden. Beispielsweise haben sie Holz mit flüssigem Glas übergossen. Dabei verkohlt die obere Schicht. Das abgekühlte Glas bildet dann eine schützende Schicht über dem Holz.

aus BTH Heimtex 10/17 (Wirtschaft)