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Lexikon / Teppichboden / Greifer Axminster Teppich

Beschreibung
Bei der Herstellung eines Greifer-Axminster-Teppichs werden kurze, farblich vorherbestimmte Polfadenstücke entsprechend der Patrone von der Jacquardmaschine gesteuert, vom Greifer erfasst, in entsprechender Länge aus dem Fadenträger entnommen und in die Ware eingelegt. Das Messer schneidet den Faden am Fadenträger ab. Ein zusätzlicher Schussfaden bindet die neugebildete Polnoppe fest in das Gewebe ein. Als Material für den Flor wird wegen der gröberen Ketteinstellung (28-35 Kettfäden pro 10 cm) Streichgarn verwendet, d.h. die Feinheit der G. ist durch die technisch bedingten Greiferzangen begrenzt, so dass sich nur eine Poldichte bis zu 120.000 Noppen/qm fertigen lässt. Bei diesem Verfahren entstehen keine toten Chore, (tote Chore) es bietet nahezu unbegrenzte und aufwendige Musterungsmöglichkeiten. Diese Teppiche können mit glattem Rücken oder durchgewebt hergestellt werden, d.h. die Flornoppen sind dann auf der Warenrückseite sichtbar. Wenn der Teppich durchgewebt wird, spricht man vom Wollperser oder dem Mechanischen Smyrnateppich. Da diese Technik in England entwickelt wurde, wird diese Ware auch als Gripper-Axminster bezeichnet. Axminster.