Studie Bodenbelagsmarkt 2020

CarpetCollector

Wohn-Lexikon

Lexikon / Haustextilien / Decken Plaids Tufting

Darstellung
Decken Plaids Tufting
SN-Verlag, Hamburg
Eine getuftete Decke als Schnittbild in drei Arbeitsphasen.


Lexikon / Teppichboden / Feintufting

Beschreibung
Feinteilung beim Tufting; sie beginnt bei der Teilung 1/10 Zoll, 1/16 Zoll, 5/64 Zoll und endet bei 1/20 Zoll. Der Nadelabstand liegt meist unter 2,5 mm.
Feinvelours, Finegauge, Teilung, Tufting Teppichboden.



Lexikon / Teppichboden / Handtufting

Darstellung
Handtufting
TISCA Textilwerke, Bühler / Schweiz)
Handtufting. Die Abb. zeigt den Tufter bei der Arbeit. Das Polgarn wird von hinten in das Grundgewebe eingeschossen.


Lexikon / Weberei Tufterei / Handtufting

Beschreibung
Neben dem mechanischen Tuften in Großserie wird diese Ware auch von Hand kommerziell hergestellt. Mit einer Garnpistole wird von der Rückseite des Trägergewebes das Polgarn so eingeschossen, dass sich auf der rechten Warenseite jede gewünschte Struktur (Schnitt- oder Schlingenflor) ausbilden läßt. In dieser Technik können Auflegeteppiche, Wand-zu-Wand-Teppiche sowie Wandbehänge und Deckenbeläge angefertigt werden. Es kann jede gewünschte Größe und Form getuftet werden, variierbar sind somit Material, Form, Farbe, Struktur und Dessin. Dieses Verfahren bietet fast unbegrenzte Möglichkeiten der individuellen Gestaltung. Die Musterung und Fertigung erfolgt vielfach in Deutschland, aber auch im übrigen Mitteleuropa, in Indien, Singapur, Hongkong etc.



Lexikon / Weberei Tufterei / Needle point Tuftingmaschine

Beschreibung
Tuftingmaschine mit zwei Nadelbarren, wobei eine den Grundflor herstellt und die zweite gleichzeitig eine weitere Florschicht mustermäßig einarbeitet (übertuftet). Einsatz für Qualitäten mit besonders dichter Polschicht und großer Musterungsvielfalt. Tufting Teppiche.



Lexikon / Teppichboden / Teppichboden Herstellung Verfahren Tuftingteppiche

Beschreibung
Tuftingteppiche bestehen aus einem Flächengebilde als Träger, in das der Pol mit einer oder mehreren Nadeln eingearbeitet ist. Die Polfäden können beim Tuften in Schlingen (Schlingenpol) belassen und/oder aufgeschnitten sein (Schnittpol bzw. Schlingen-Schnittpol). Die Rückseite weist in der Regel eine Rückenbeschichtung auf (Nadelflorteppiche, Tufting). Für die Herstellung textiler Bodenbeläge ist Tufting das rationellste und auch vielseitigste Verfahren.




Lexikon / Teppichboden / Tufting Teppichboden Einbindung Vorstrich

Darstellung
Tufting Teppichboden Einbindung Vorstrich
SN-Verlag, Hamburg
Die Tufting-Einbindung stellt das Verankern der Polfäden mit Hilfe einer Kaschierschicht (Vorstrich) zwischen Träger und späterem Teppichrücken dar.

Es bedeuten:
1 Polmaterial ,

2 Trägermaterial,

3 Unterschlinge,

4 Einbindung/Vorstrich .

Anm. Der nur mit Vorstrich ausgerüstete Teppichboden eignet sich besonders für Treppenverlegung und Stuhlrollenbelastung.


Lexikon / Teppichboden / Tufting Teppichboden Einführung

Beschreibung
Das Tuften hat seinen Ursprung in den USA, wo in frühen Siedlerjahren damit begonnen wurde, florhaltige, wärmende textile Stoffe zu fertigen. In Handarbeit wurde dabei mit einer Nähnadel ein voluminöses, weiches Polgarn in ein Trägermaterial eingestochen (getuftet). Dieser Vorgang war sehr mühsam und kostete viel Zeit. Später wurde dieser Gedanke produktionstechnisch weiterentwickelt und führte schließlich zu der hochentwickelten Technologie zur Herstellung getufteter Teppichböden, die erst zu Beginn der 50er Jahre in Deutschland eingeführt wurde. Die im Vergleich zum herkömmlichen Webstuhl wesentlich höhere Leistung und eine Warenbreite bis zu 500 cm sorgte rasch für einen hohen Marktanteil dieser Ware.



Lexikon / Teppichboden / Tufting Teppichboden Einsatzbereiche

Tabelle
Tufting Teppichboden Einsatzbereiche
Bundesverband Textileinzelhandel, Köln
Einsatzempfehlungen für Tufting-Teppichboden-Konstruktionen.


Lexikon / Teppichboden / Tufting Teppichboden Herstellung

Beschreibung
Tuften ist das maschinelle Einnähen von Polfäden mit Hilfe einer Vielzahl von nebeneinander angeordneten Nadeln in ein Trägermaterial über die gesamte Warenbreite (bis zu 500 cm). Das Trägermaterial besteht wegen der geforderten TB-Eigenschaften (Formstabilität, Festigkeit, Verlegeart und Verarbeitbarkeit) aus PP-Bändchengeweben, PP-Vliesen, PES-Geweben, PES-Vliesen oder Jutegeweben. Die Unterschlinge des Polgarns wird im späteren Herstellverfahren auf der Warenrückseite durch eine Rückenbeschichtung verfestigt, d.h. sie wird eingebunden, um dem Polfaden die notwendige Gebrauchsfestigkeit zu verleihen.



Lexikon / Teppichboden / Tufting Teppichboden Herstellung Funktionsweise

Darstellung
Tufting Teppichboden Herstellung Funktionsweise
SN-Verlag, Hamburg
Funktionsweise der Tuftingmaschine in schematischer Darstellung.


Lexikon / Teppichboden / Tufting Teppichboden Herstellung Polmaterial

Beschreibung
Der Einsatz der Faserstoffe im Tuftingteppichbodenbereich beruht auf einer breiten Palette von nativen Fasern und Chemiefasern.

Native Fasern

Die wichtigste Faser im nativen Bereich ist die Schurwolle.

Schurwolle Teppichfaser.

• Wollsiegel (Woolmark),

• Wools of New Zealand.

Chemiefasern

Als Polgarne kommen Spinnfasergarnen und Filamentgarnen zum Einsatz. Chemiefasern.
Hierzu gehören Chemiefasern auf der Basis:

• Polyamid (PA),

• Polyester (PES),

• Polyacryl (PAN) und

• Polypropylen (PP)

Die Garne kommen in folgenden Aufmachungen zum Einsatz:

• Standardfasertypen

Neben den Standard-Markenfasertypen, die den gewünschten Gebrauchseigenschaften entsprechen, gibt es substandards (auch als 2. Wahl bezeichnet), die diese Eigenschaften nicht erfüllen und ein schlechteres Wiedererholvermögen aufweisen. Certificate of Quality.

• Spezial-Fasertypen

Entsprechend dem Anforderungsprofil für Teppichböden stehen im Chemiefaserbereich eine Vielzahl zusätzlicher Spezial-Teppichfasertypen zur Verfügung:

• Im Querschnitt veränderte Fasertypen

Durch Veränderung der Faserquerschnitte (sie können runde, trilobale, quadratische oder noch andere Formen haben) lassen sich die Teppichbodeneigenschaften beeinflussen. Sie bewirken eine verbesserte Haltbarkeit, Stabilität, Anschmutzbarkeit und Antistatik. Dieses wiederum wirkt sich auch auf die entsprechenden Pflegeeigenschaften der Tuftingware günstig aus.

• In der Mattierung veränderte Fasertypen

Die Mattierung ist für den Lüster eines Teppichbodens entscheidend. Je stärker eine Faser mattiert ist, desto weniger wird Schmutz sichtbar. Die Mattierung lässt Benutzungsspuren und Laufgassen weniger sichtbar erscheinen.

• In der Feinheit veränderte Fasertypen

Bei Einsatz grober Faserfeinheiten (Titer) erzielt man eher eine robuste Ware, feine Einzeltiter kommen speziell im Velours-Bereich zum Einsatz. Je feiner die Polfasern oder Filamente, desto höher liegt meist die Noppenzahl je qm (Poldichte).

• In der Kräuselung veränderte Fasertypen

Auch der Grad der Kräuselung von Chemiefasern kann geplant und je nach Bedarf erzielt werden. So ergeben z.B. stark gekräuselte Polgarne voluminöse, wollähnliche Oberflächenbilder mit gutem Stand und fülligem Griff; weniger starke Garnkräuselungen zeigen eine mehr elegante, mit einem Lüster versehene Oberfläche. Der Grad der Kräuselung kann zusätzlich den Lüster (Glanz) der Ware, die Wärme- und die Schallisolierung beeinflussen.

• Chemisch veränderte Fasertypen

Bei Einsatz dieser für Space- und Differential-Dyeing angebotenen Fasertypen wird die unterschiedliche Farbaufnahme zur Musterung des Teppichbodens ausgenutzt. Es gibt die vier unterschiedlich einfärbbaren Fasertypen low, normal, deep und basisch.

• Antistatische Chemiefasern

Zur Beseitigung unangenehmer, jedoch durchweg ungefährlicher elektrostatischer Aufladungen, meist gefördert durch starke Reibung und geringe relative Luftfeuchtigkeit, werden speziell im Teppichbodenbereich z.B. geringe Mengen Kohlenstoff- oder Metallfasern als Zumischung einge-setzt. Sie bewirken den permanenten Abbau elektrostatischer Spannungen, d.h., die elektrische Leitfähigkeit wird verbessert, z.B. Antron®, Excel® etc.

Die Ableitung der Spannung kann jedoch nur im gewünschten Ausmaß erfolgen, wenn eine leitfähige Teppichbodenbeschichtung gegeben ist.

• Chemiefaser-Filamentgarne

Die texturierten Garne aus Chemiefasern (Filamente) stellen den größten Marktanteil dar. Sie besitzen ein hohes Volumen (Fülligkeit) und Bauschelastizität. Bezeichnung auch als BCF-Garne.

• Spinnfasergarne

Sie bestehen meist aus Reiner Schurwolle, aber auch aus anderen nativen Fasern, aus Chemiestapelfasern bzw. Mischungen aus diesen. Diese Garne sind im wesentlichen nach dem Kammgarn-, Streichgarn-, Halbkammgarn- oder nach dem Wollkammgarn-Spinnverfahren ausgesponnen.



Lexikon / Teppichboden / Tufting Teppichboden Herstellung Rückenbeschichtung

Tabelle
Tufting Teppichboden Herstellung Rückenbeschichtung
ETG - Europäische Teppich-Gemeinschaft, Wuppertal
Anm.: Da die Rückenbeschichtung bisher mit bis zu 40 verschiedenen Teppichkennzeichnungen sehr unterschiedlich erfolgte, hat sich die deutsche Teppichbodenindustrie kürzlich auf die genannten Verfahren geeinigt.


Lexikon / Teppichboden / Tufting Teppichboden Herstellung Trägermaterial

Beschreibung
Das Trägermaterial besteht wegen der geforderten TB-Eigenschaften (Formstabilität, Festigkeit, Verlegeart und Verarbeitbarkeit) aus PP-Bändchengeweben, PP-Vliesen, PES-Geweben, PES-Vliesen oder aus Jutegeweben.



Lexikon / Teppichboden / Tufting Teppichboden Herstellung Vorstrich Einbindung

Beschreibung
Der Vorstrich stellt die Verankerung der Polnoppen im Trägergewebe dar. Man erreicht dadurch die gewünschte Einbindung der Noppen und verhindert das Fadenziehen oder Ausfransen des Polmaterials. Das Vorstrichmaterial besteht aus Synthese-Latex und Füllmaterial, das wiederum überwiegend Kreide enthält. Die Einbindung liegt zwischen Träger und dem später aufgetragenen Latexschaum bzw. dem Textilrücken (TR).

Gelegentlich wird bei Billigware versucht, die unsichtbare Einbindung mit einem hohen Anteil an Füllstoffen zu versehen, um kalkulatorische Vorteile zu gewinnen. Dies führt zu einem erheblichen Qualitätsverlust. Ein absoluter Qualitätsverlust tritt ein, wenn aus gleichen Gründen gänzlich auf die Einbindung verzichtet wird. Nur bei Qualitätsware ist die Sicherheit einer vollen Gebrauchstüchtigkeit gegeben.



Lexikon / Teppichboden / Tufting Teppichboden Herstellung Warenlauf

Darstellung
Tufting Teppichboden Herstellung Warenlauf
TISCA Textilwerke, Bühler / Schweiz)
Darstellung des Fadenverlaufs bei der Herstellung von Schnittflor-Tufting (Velours). Zu sehen sind Polgarn, Grundgewebe, Greifer, Nadel und Messer. Der Warenlauf erfolgt von links nach rechts. Tufting Teppichboden.


Lexikon / Teppichboden / Tufting Teppichboden Herstellung Zweitrücken

Beschreibung
Zusätzlich zum Vorstrich wird der Teppichboden meist mit einem Zweitrücken ausgerüstet. Folgende Verfahren sind üblich:

• Schaumrücken (SR)

• Textilrücken (TR)

• Schwerbeschichtung

Anm.: Da die Rückenbeschichtung bisher mit bis zu 40 verschiedenen Teppichrückenbezeichnungen sehr unterschiedlich erfolgte, hat sich die deutsche Teppichbodenindustrie kürzlich auf die obengenannten Verfahren geeinigt.



Lexikon / Teppichboden / Tufting Teppichboden Konstruktion Technik Musterung

Tabelle
Tufting Teppichboden Konstruktion Technik Musterung
ETG - Europäische Teppich-Gemeinschaft, Wuppertal
Tuftingkonstruktionen und deren Strukturen.


Lexikon / Teppichboden / Tufting Teppichboden Musterung

Beschreibung
Die Tuftingtechnik muss ohne Einsatz der Jacquardmaschine auskommen. Ingenieure und Erfinder waren somit vor die Aufgabe gestellt, neue, andere Möglichkeiten zu finden, Tufting-TB vielseitig zu mustern und das Erscheinungsbild der Oberfläche zu verändern. Grundsätzlich unterscheidet man drei verschiedene Möglichkeiten:

• Musterung durch Polmaterial

• Musterung durch das Tuften

• Musterung durch Veredlung (Färben, Drucken, Scheren)




Lexikon / Teppichboden / Tufting Teppichboden Musterung durch Polmaterial

Beschreibung
Die Oberfläche der Teppichbodenware wird durch den Einsatz unterschiedlicher Polgarne beeinflusst. So kann Stapelfasergarn für Veloursoptiken oder das meist gekräuselte (texturierte) Filament-Spinnfasergarn verarbeitet werden, das auch unter der Bezeichnung BCF-Garn bekannt ist. Der Polcharakter allein wird durch Herstellung einer Schlingenware (Bouclé) oder eines bereits auf der Tuftingmaschine hergestellten Velours (cut pile) herbeigeführt.



Lexikon / Teppichboden / Tufting Teppichboden Musterung durch Tuften

Beschreibung
Es gibt eine Reihe von mechanischen Möglichkeiten, den Polfaden auf der Maschine in seinem Lauf so zu beeinflussen, dass dadurch eine Musterung entsteht.

• Aufsteckfolge

Entsprechend der Dessinierung eines Teppichbodens werden farbige Polgarne in einer vorbestimmten Folge (Aufsteckfolge) vom Spulengatter abgezogen und der Maschine vorgelegt. Da hierbei zunächst nur die Musterung in der Senkrechten, d.h. in der Arbeitsrichtung der Tuftingmaschine, verläuft, erzielt man erst durch einen zusätzlichen, gewollten Versatz der Nadelbarre die gewünschte Musterung.

• Grundwarenversatz

Bei glatter Musterung und geradlinigem Tuften kann sich leicht eine Noppengasse bilden, die man durch Versatz der Grundware (z.B. Waveline-Musterung) vermeidet. Hierbei wird die Trägerware hin- und hergeschoben, man spricht von wave-line oder step-over.

xx1Nadelbarrenversatz

a Hydra-shifter

Die Nadelbarre wird mechanisch oder hydraulisch verschoben und bewirkt dadurch eine Musterung.

b Graphic-shifter

Zwei unabhängig voneinander arbeitende Hydrashifter steuern zwei Nadelbarren. Hierdurch vergrößert sich die Mustermöglichkeit theoretisch unbegrenzt.


• Hoch-Tief-Technik

Bei diesem Verfahren werden mit Hilfe von Schlitzschienen (Slats), die eine mechanische Einzelfadensteuerung auf beliebige Polhöhen erlauben, Musterungseffekte erzielt. Scroll Technik.



Lexikon / Teppichboden / Tufting Teppichboden Musterung durch Veredlung

Beschreibung
Durch die Entwicklung äußerst kostenintensiver Anlagen ist das Färben und Bedrucken der Rohware in großen Mengen, gleichen Farben und Dessins ein großer Bereich der Tufting-Veredlung geworden.



Lexikon / Teppichboden / Tufting Teppichboden Musterung Färbung

Beschreibung
Neben der Oberflächenkonstruktion ist die Färbung das wesentliche, kreative Gestaltungselement für getufteten Teppichboden. Zu unterscheiden sind folgende fünf Hauptgruppen:

• Spinndüsenfärbung

Bei diesem Verfahren werden der Spinnmasse Farbpigmente beigegeben, die sich mit dem Fasermaterial unlöslich verbinden. Bei großer Farbgleichheit erreicht man hohe Echtheitsmerkmale. Primärspinnerei.

• Flockenfärbung

Vor der Verspinnung der Faser zu Polgarnen wird die Faser in der Flocke eingefärbt. Man kann bei diesem Verfahren große Partien farbgleich einfärben. Durch das anschließende zeitaufwendige Ausspinnen der gefärbten Fasern ergeben sich allerdings lange Lieferzeiten. Sehr kostenintensiv.

• Garnfärbung

Einfärbung des Polgarnes im Strang oder auf dafür vorgesehenen Spulen. Schnelle Lieferzeiten sind möglich, allerdings nur kleine Mengen, daher recht kostenintensiv. (Spez. für Musterungen verwendet.)

• Space-Dyeing

Die für das Färben vorgesehenen Polgarne werden vor dem Tuften abschnittsweise und in unterschiedlichen Längen im Strickschlauch in einem Mehrfarbendruckverfahren bedruckt, wodurch verschiedenfarbige Abschnitte entstehen, die zu lebhaften Effekten führen. Häufige Verwendung in Verbindung mit der Scroll-Technik (Hoch-Tief-Musterung) sowie als Schlingenware.

• Differential Dyeing (Kontrastfärbungen)

Für diese Färbemethode wählt man Spezialfasern, die unterschiedlich stark Farbe aufnehmen und Ton-inTon-, Jaspe-Granite und differenzierte Mehrfarbeneffekte zulassen. Bei Einsatz von Garnen, die basisch reagieren, ergeben sich Kontrast- oder Umkehrtöne (Aufsteckfolge). So unterscheidet man unterschiedlich einfärbbare Fasertypen, wie low, normal, deep und basisch. Diese Garne verändern den Mustercharakter bei der anschließenden Färbung, dem differential-dyeing.

• Stückfärbung

Die Stückfärbung erfolgt vor der Latexierung. Sie ist neben der Garn- und Flockenfärbung die vielseitigste Veredlungsart und hauptsächlich für Tuftingprodukte von Bedeutung. Rationellere Dispositionsmöglichkeiten durch rasches Einfärben verschiedener Nuancen auch in kleineren Mengen ist ein wesentlicher Vorteil der Stückfärbemethode. Die Färbung selbst erfolgt entweder auf der Kufe (die Partiegröße ist bis ca. 200 m begrenzt) oder kontinuierlich auf der sogenannten Kontinuefärbemaschine, auf der Großpartien ab ca. 4000 qm rationell gefärbt werden. Deutschland ist ein typischer Stückfärbermarkt (ca. 75%).



Lexikon / Teppichboden / Tufting Teppichboden Musterung Schermusterung

Beschreibung
Neben dem normalen Schervorgang, bei dem die Teppichbodenoberfläche leicht abgeschoren wird, um die bei der Produktion angefallenen überlangen Fasern abzuscheren und der Ware ein elegantes, schönes Bild zu geben, gibt es folgende zusätzliche Schertechniken:

• tip-shearing

Die Spitzen der Hochschlingen werden abgeschoren, Schlingenreste bleiben bestehen.

• level-shearing

Die Hochschlingen werden auf das gleiche Niveau der Unterschlingen abgeschoren.

• random-shearing

Rapportloses Wechselspiel zwischen Velours und Schlinge. Die Hochschlingen werden wie zufällig abgeschoren.

(Siehe auch Darstellung: Schermusterung).



Lexikon / Teppichboden / Tufting Teppichboden Musterung Teppichbodendruck

Beschreibung
In der Tuftingherstellung eine wichtige Dessinierungsmethode. Gedruckt wird nach verschiedenen Druckverfahren, wie Siebdruck-Rotationsverfahren, Militron-, TAK sowie dem Transfer- oder Thermodruck und weiteren Abwandlungen sowie Spezialdruckverfahren. Zu unterscheiden sind u.a. folgende Druckmethoden:

Siebdruck-Rotations-Verfahren

Überwiegend eingesetztes Verfahren. Mit Schablonen bespannte Walzen ergeben bei hoher Farbgenauigkeit bis zu 16 Farbstellungen. Die Farbpaste wird in das Innere der Walze geleitet und durch perforierte Deckplatten auf die zu bedruckende Ware gepresst. Schnelle Verarbeitung, geringe Kosten. Erforderlich sind große Mindestmengen.

Abwandlungen:

• Overprint

Druck von Kleinmustern auf bereits vorgefärbte Grundware. Vorwiegend wird dies bei Velouren angewendet.

• Reserve-print

Ein bestimmtes Dessin wird auf ungefärbte Rohware in einer zunächst farblosen Chemikalie gedruckt, ausgewaschen, fixiert und getrocknet. Je nach Farbanforderung wird die bedruckte Rohware später in einer Kufe eingefärbt, wobei das Dessin in hellerem Ton durchscheint.

• Ätzdruck

Die Rohware wird zunächst in einer meist dunklen Grundfarbe eingefärbt und das Dessin über die Siebdruckwalze mittels einer Spezialflüssigkeit in helleren Effekten oder Umkehrtönen erzeugt.

Militronverfahren

Eine Kombination aus Farb- und Drucktechnik. Die Farbe wird auf den Teppichboden aufgesprüht und das Muster mit Hilfe von Pressluft aufgedruckt, wodurch eine sehr gute Konturenschärfe der Muster erreicht wird. Bei diesem computergesteuerten Druckverfahren sind schnelle Farb- und Dessinwechsel möglich. Die Technik ist jedoch recht kompliziert und durch hohe Investitionen entsprechend kostenintensiv, so dass große Druckpartien notwendig sind.

Tak-Dyeing

Der mit einer Fondfarbe eingefärbte Teppichboden wird durch Auftropfen mit Farbflecken versehen. Durch besondere Steuerung einer über der Teppichbahn angeordneten Überlaufrinne können Größe und Häufigkeit der Farbtropfen variiert werden.

Transfer-Druck

Das fertige, mehrfarbige Druckdessin befindet sich auf einem Erstträger. Über chemisch-thermische Reaktionen wird das Dessin dann auf den Teppichflor übertragen.



Lexikon / Teppichboden / Tufting Teppichboden Pflegeempfehlungen

Beschreibung
Teppichboden.



Lexikon / Teppichboden / Tufting Teppichboden Sonstiges

Beschreibung
Vielfältige Angebotsgröße, vielseitiger Einsatzbereich (in- und out-door), Güteprüfung, Komfort, Trittsicherheit, Verlegefreundlichkeit und Wärmedämmung sind nicht allein die herausragenden Verkaufsargumente für getuftete Teppichböden. Zu nennen sind darüber hinaus folgende Eigenschaften, die diese Ware auszeichnen:

Antistatik

Die besonders bei trockener Luft gelegentlich festzustellende elektrostatische Aufladung von Teppichböden aus Chemiefasern wird durch den Einsatz von Spezialfasern oder Ausrüstung reduziert.

Begehkomfort

Er kommt besonders bei einer weichen, wollartigen Oberflächenstruktur zum Ausdruck, wie z.B. bei dem Einsatz texturierter Garne.

Farbechtheiten

Die Widerstandsfähigkeit gefärbter oder bedruckter Teppichböden gegen verschiedenartige Einwirkungen im Gebrauch wird nach DIN-Vorschriften kontrolliert.

Pflegefreundlichkeit

Bei fachgerechter Reinigung entspricht dieses Argument im wesentlichen den Pflegeeigenschaften von Chemiefasern bzw. denen der Schurwolle in Wollsiegel-Qualität. . Wollsiegel Woolmark.

Preiswürdigkeit

Sie lässt sich im Vergleich zu anderen Fußbodenbelägen und deren Anforderungsprofilen belegen.

Wohnhygiene

Durch zusätzliche Ausrüstungsverfahren kann die Teppichbodenware gegen vielerlei Infektionen (antibakteriell) ausgerüstet werden. Einsatz spez. im Krankenhaus- und Pflegebereich.

Schalldämmung

Bedingt durch seine voluminöse Warenoberfläche kann der Teppichboden den Schall gut schlucken (man spricht vom Schallschluckvermögen) Trittschallverbesserung.

Auszeichnung und Gütesiegel

ETG-Teppich-Siegel (ETG Logo.)

Umwelt

(siehe auch unter:
• Back-to-root-Recycling,

• CRE,

• GuT,

• Polyvinylchlorid (PVC),

• RECAM-Projekt,

• Recycling,

• Thermisches Recycling.




Lexikon / Teppichboden / Tufting Teppichboden Sonstiges Allgem. Empfehlungen

Beschreibung
Schwere Möbel sollten besser nicht über den TB geschoben werden; er kann dadurch aus der Form geraten und sich verziehen. Nach einer Nassbehandlung sollte der Teppichboden erst dann wieder begangen werden, wenn er absolut trocken ist. Druckstellen können durch Dämpfen ohne Druck (z.B. Dampfbügeleisen) abgeschwächt werden. Je nach Intensität des Eindrucks ist eine bleibende Verformung oft nicht zu vermeiden.



Lexikon / Teppichboden / Tufting Teppichboden Sonstiges Auszeichnung

Beschreibung
Teppichboden, ETG Teppich-Siegel.



Lexikon / Teppichboden / Tufting Teppichboden Sonstiges Teilung

Tabelle
Tufting Teppichboden Sonstiges Teilung
SN-Verlag, Hamburg
Warencharakter von Tufting-Teppichboden und die zum Einsatz kommenden Nadelteilungen.